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Kundenzufriedenheit an erster Stelle

Frau füllt Vertrag aus
Kommunikationsfreude, Organisationstalent und ein gutes Zahlenverständnis sind die wichtigsten Eigenschaften, die Vertriebsassistenten mitbringen sollten.
Foto: Martin Rehm

Betriebswirtin (VWA)

Kundenzufriedenheit an erster Stelle

Janine Bleser ist als Vertriebsassistentin bei der MKB/MMV-Gruppe, einem bundesweit tätigen Finanzierungs- und Leasingspezialisten in Koblenz, tätig. Dabei kann die 22-Jährige die Kenntnisse, die sie während ihrer Ausbildung zur Betriebswirtin (VWA) erworben hat, optimal einbringen.

Die MKB/MMV-Gruppe befasst sich mit der Finanzierung von mobilen Wirtschaftsgütern für gewerbliche Kunden. Darunter fallen zum Beispiel Maschinen, Fahrzeuge oder auch Software. Von ihrem Büro aus unterstützt Janine Bleser einen Teamkollegen, der als Firmenkundenbetreuer im Außendienst für eine Region in Deutschland zuständig ist. Gemeinsam betreuen sie rund 100 bis 150 Kunden. „Ich bereite Verträge vor, verschicke sie an Kunden, achte darauf, wann Verträge auslaufen, und vereinbare Termine für den Firmenkundenbetreuer“, beschreibt die Betriebswirtin ihren Berufsalltag.

Außerdem ist sie für die Kundenbetreuung sowie für die Akquise neuer Kunden zuständig. „Ein gewisses Verkaufstalent und Kontaktfreude sollte man dafür schon mitbringen. Am Anfang ist mir das noch nicht so leicht gefallen, aber da wächst man mit der Zeit rein“, erzählt die 22-Jährige. Mittlerweile schätzt sie die Gespräche mit den Kunden: „Wenn sie zufrieden sind, dann freut mich das sehr. Aber auch unangenehme Gespräche gehören ab und an dazu. Zum Beispiel, wenn eine Finanzierung aufgrund einer nicht so guten Kreditwürdigkeit nicht angeboten werden kann. Aber auch das lernt man mit der Zeit“, sagt Janine Bleser.

Theorie und Praxis perfekt vereint

Ein Porträt-Foto von Janine Bleser

Janine Bleser

Foto: Frau Haberkorn

Janine Bleser hatte bereits ihre dreijährige Ausbildung zur Betriebswirtin (VWA) bei der MKB/MMV-Gruppe absolviert. Parallel zum Abschluss Bürokauffrau hat sie dank dieser Sonderausbildung auch den Abschluss zur Betriebswirtin an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Koblenz erworben. Dafür ist sie aus ihrer Heimat im Hunsrück nach dem Abitur 2013 nach Koblenz gezogen. „Ich wusste schon vor dem Abitur, dass ich eine anspruchsvolle Ausbildung mit Zusatzqualifikation anstrebe. Mir war die Kombination aus fundiertem Hintergrundwissen und betrieblicher Praxis ganz wichtig.“ Neben der Berufsausbildung im Betrieb wurde sie an zwei Tagen in der Woche in der Berufsschule und am Wochenende an der VWA unterrichtet. Ihre Berufsausbildung zur Bürokauffrau hat sie im Sommer 2015 abgeschlossen und ein Jahr später ihre Prüfung zur Betriebswirtin (VWA) erfolgreich bestanden. Die Zusatzkosten für die VWA-Qualifikation zum Betriebswirt (ca. 5.000 Euro) hat ihr Arbeitgeber übernommen.

Gutes persönliches Zeitmanagement

Was an der VWA an betriebswirtschaftlichem Wissen vermittelt wurde, kann sie jetzt in ihrem Berufsalltag direkt anwenden. „Zum Beispiel habe ich gelernt, Bilanzen zu lesen. Das brauche ich jetzt im Tagesgeschäft, wenn es etwa um eine erste Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Kunden geht.“ Dafür habe sich auch die Mehrfachbelastung mit Arbeit, Berufsschule, Unterricht und Prüfungen an der VWA gelohnt. „Ein gutes persönliches Zeitmanagement braucht man schon, und die Freizeit ist auch etwas knapper. Dafür habe ich jetzt schon zwei Abschlüsse erlangt und viel Berufserfahrung gesammelt“, findet sie.

Bachelor als nächstes Ziel

Für ihre berufliche Zukunft möchte Janine Bleser zunächst noch mehr Berufserfahrung sammeln und gerne einige der von ihrem Arbeitergeber angebotenen Zusatzqualifikationen absolvieren, wie Telefonseminare oder Seminare zur Bilanzauswertung. Außerdem hat sie gerade ebenfalls berufsbegleitend an der Hochschule Meschede mit dem Bachelorstudiengang Betriebswirtschaftslehre speziell für VWA-Absolventen begonnen.

abi>> 02.11.2016