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Non-Profit-Management and Governance

"Ich wollte mich sinnvoll weiterbilden"

Nach seinem dualen Studium der Sozialpädagogik hatte Markus Lausch (28) noch nicht genug vom Lernen. Nach zwei Jahren in seinem Beruf als Sozialarbeiter entschied er sich für das weiterbildende Studium "Non-Profit-Management and Governance" an der Uni Heidelberg, wo er seit dem Wintersemester 2009/10 studiert.

Foto von Markus Lausch.

Markus Lausch studiert an der Uni Heidelberg den Master-Studiengang "Non-Profit-Management and Governance".

Foto: Privat

Den Masterstudiengang kann Markus Lausch berufsbegleitend absolvieren. Einmal im Monat muss er dafür ein paar Tage an der Uni in Heidelberg vor Ort sein. Für die restliche Zeit ist der Studiengang als Fernstudium konzipiert. Insgesamt dauert das Masterprogramm vier Semester. In den ersten drei Semestern sind 60 Präsenztage vorgesehen, im vierten Semester schreiben die Studis ihre Masterarbeit. „Damit wir das Studium mit dem Beruf unter einen Hut bringen können, sind die Präsenzphasen in Blöcken, meistens von Donnerstag bis Samstag, manchmal von Dienstag bis Samstag angelegt“, erklärt Markus Lausch. „Manche müssen für diese Zeit Urlaub nehmen, ich konnte das bisher über meinen Überstundenabbau regeln.“

Beruflich arbeitet  Markus Lausch bei der Lebenshilfe Pforzheim mit Menschen mit einer Lernbehinderung in ihrem Alltag und ihrer Ausbildung. „Dafür besuche ich meine Klienten zu Hause oder bei der Arbeit“, erzählt er. „Das bedeutet, dass ich sehr flexible Arbeitszeiten habe. So kann ich den Job und das Studium gut miteinander vereinbaren.“

Manager werden

Der Studiengang bereitet die Absolventen auf Managementaufgaben in einer Non-Profit-Organisation vor. Ein konkretes berufliches Ziel hat Markus Lausch noch nicht: „Ich wollte mich einfach sinnvoll weiterbilden. Alles andere lasse ich erst mal auf mich zukommen.“

Fest steht aber, dass der 28-Jährige auch weiterhin im sogenannten Dritten Sektor, also im Non-Profit-Bereich bleiben will. Zum Dritten Sektor gehören alle Arten von gemeinnützigen Organisationen – so auch soziale Träger wie die Lebenshilfe. Markus Lausch war es wichtig, dass das neue Studium auf seine bisher erworbenen Kenntnisse im sozialen Bereich aufbaut.

„Ich habe mich über die verschiedenen Studiengänge im Internet informiert“, erzählt er. „Das Centrum für soziale Investitionen und Innovationen (CSI) an der Uni Heidelberg hat mir am besten gefallen. Mir war wichtig, dass ich nicht nur theoretische sondern auch praktische Fähigkeiten erlerne, die ich später in einer Leitungsposition brauchen werde. Zum Beispiel freue ich mich besonders auf Fächer wie Mediation und Moderation. Das sind Management-Aufgaben im Bereich der Mitarbeiterführung.“

Arbeiten in kleinen Gruppen

Ein Studientag beginnt für den Fernstudenten damit, dass er zwei Kommilitonen im Zug nach Heidelberg trifft. „Wir haben uns oft wochenlang nicht gesehen. So können wir uns erst einmal austauschen und wieder in die Studieninhalte reinkommen“, erläutert er. Nach einem kurzen Frühstück am Institut geht es los: Vorlesung bis mittags und nach der Mittagspause wieder bis um halb sechs nachmittags. „Die Vorlesungen sind sehr konzentriert, und es ist viel Stoff auf einmal. Meistens behandeln wir an einem Tag ein komplettes Thema, zum Beispiel Rechte von Non-Profit-Organisationen“, berichtet Markus Lausch. Weitere Fächer, die die zukünftigen Manager lernen, sind beispielsweise Strategieentwicklung und Managementtechniken.

Nach den Präsenzphasen an der Uni geht die Arbeit erst richtig los. Für den Master ist viel Selbststudium gefragt. „Wir müssen viel vor- und nachbereiten“, erzählt Markus. „Über eine Online-Lernplattform bekommen wir Texte und Fragen zur Erarbeitung, für die Präsenzphasen müssen wir häufig Referate vorbereiten.“ Auch für die Klausuren, die die Studierenden an der Uni schreiben, müssen sie allein zu Hause lernen. „Das wird immer schwierig, wenn die Unizeit länger her ist, und der Arbeitsalltag mich einnimmt.“

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