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Kreativ unter Zeitdruck

Architekturmodell
Detailgetreue Modelle dienen Architekten zur Darstellung einer Entwurfsidee.
Foto: Meramo Studios

Berufe in der Architektur

Kreativ unter Zeitdruck

Architekten planen Wohnungen oder ganze Stadtteile und können sich das Ergebnis später direkt ansehen. Doch dafür muss man einiges leisten – die Anforderungen sind hoch.

In seinem Beruf wollte sich Robert Kalb mit möglichst vielen Themenbereichen beschäftigen und entschied sich deswegen für ein Architekturstudium. „Ich hatte gehofft, dass das sehr abwechslungsreich sein würde – und es hat sich bestätigt“, erzählt der 26-Jährige. In seinem Bachelorstudium an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden standen Fächer wie Statik, Bauphysik und künstlerisches Gestalten auf dem Studienplan. Er lernte etwa, wie man ein Gebäude entwirft oder wie Schallschutz funktioniert. Ein Semester verbrachte er in Shanghai. Für den Master wechselte Robert Kalb an die Fachhochschule Joanneum im österreichischen Graz. Nach dem Abschluss würde er gern weiter die Welt erkunden; er könnte sich beispielsweise vorstellen, in Kanada in einem Architekturbüro zu arbeiten.

So wie Robert Kalb träumen viele davon, Häuser zu bauen, Hotels einzurichten, Parkanlagen zu planen oder ganze Stadtviertel neu zu entwerfen. Sie streben einen Job im Architekturbereich an – zu dem gleich vier verschiedene Fachrichtungen gehören: „Man unterscheidet in der Architektur den Beruf der Architekten, der Innenarchitekten, der Landschaftsplaner und der Stadt- und Regionalplaner“, erklärt Andreas Neuner, Berufsberater für akademische Berufe bei der Agentur für Arbeit München.

Vier verschiedene Berufe

Ein Porträt-Foto von Robert Kalb

Robert Kalb

Foto: Privat

Alle Fachbereiche haben unterschiedliche Arbeitsbereiche. Welche das genau sind, und wer wofür zuständig ist, erklärt der Berater anhand einer Stadt: „Ein Architekt entwirft alle sichtbaren Gebäudeteile“, führt er aus. Das können Wohnungen und Häuser, Geschäfte, Banken, Schulen und andere öffentliche Gebäude sein. „Innenarchitekten dagegen gestalten Innenräume, zum Beispiel in Hotels, Büros, Geschäften oder Restaurants.“

Größere Grünflächen wiederum wie etwa Parkanlagen, Sport- und Spielplätze gehören zum Fachgebiet der Landschaftsplaner. „Stadt- und Regionalplaner entwerfen ganze Stadtteile oder größere Gebiete“, erläutert der Berufsberater. Sie legen fest, wo sie Wohnraum schaffen, wo Büros, Geschäfte und Schulen hinkommen und wo Straßen und Parkplätze eingeplant werden können. Mögliche Arbeitgeber für alle Fachrichtungen sind unter anderem Architekturbüros, Bauunternehmen, Behörden und Immobilienverwaltungen.

Die Berufe kann man laut Andreas Neuner nur dann unter der Bezeichnung „Architekt“ ausüben, wenn man ein Fachstudium absolviert hat und in der jeweils zuständigen Architektenkammer eingetragen ist (siehe hierzu „Mit Leidenschaft dabei sein“. Neben dem klassischen Architekturstudium gibt es auch Angebote für Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung – an Fachhochschulen, Universitäten und teilweise auch Akademien der Künste. „Studiengänge an Fachhochschulen sind praxisorientierter ausgerichtet, während es an Unis kein extra Praxissemester gibt. Die Studierenden können aber Praktika absolvieren. Kunstakademien hingegen legen eher einen Fokus auf gestalterisch-künstlerische Aspekte“, sagt der Berufsberater

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abi>> 18.05.2015