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IAB-Kurzbericht: Frauen und Männer häufig in unterschiedlichen Berufen

Auch in Zeiten von Gleichberechtigung gibt es noch immer typische Frauen- und Männerberufe. Die ausgeprägte berufliche Trennung von Frauen und Männern besteht also weiterhin. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB).

Frauen wählen häufiger Ausbildungsberufe oder Studienfelder im sozialen, künstlerischen und sprachlichen Bereich. Bei Männern stehen Technik, Informatik, Naturwissenschaften oder handwerkliche Tätigkeiten im Fokus. Klischees, die sich bis heute halten und laut IAB-Studie nach wie vor Realität auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind.

Einige Ergebnisse im Überblick:

  • In Ost- wie in Westdeutschland setzt sich die ausgeprägte berufliche Trennung von Frauen und Männern fort. Zwischen den Jahren 2012 und 2019 hat diese sogenannte „berufliche Geschlechtersegregation“ nur leicht abgenommen.
  • In Ostdeutschland sind mehr Männer als Frauen in geschlechtsuntypischen Berufen tätig; in Westdeutschland ist es genau umgekehrt.
  • Es gibt viele Berufe in Ostdeutschland, in denen Frauen stärker vertreten sind als in Westdeutschland. Besonders groß sind diese Unterschiede in kaufmännischen Dienstleistungsberufen, in IT- und naturwissenschaftlichen Berufen sowie in Berufen mit hohem Anforderungsniveau.

Die Daten basieren auf den Arbeitgebermeldungen aller abhängig Beschäftigten an die Sozialversicherungsträger im Zeitraum von 2012 bis 2019. Die komplette Studie steht auf der Webseite des IAB kostenlos zum Download zur Verfügung.

Mehr Infos

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB)

https://doku.iab.de/kurzber/2024/kb2024-03.pdf (PDF)

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Das Top-Thema „Typisch Mann, typisch Frau?“ hilft dir dabei, Rollenklischees zu hinterfragen und dich unvoreingenommen mit dir und deiner Berufswahl auseinanderzusetzen.

https://abi.de/orientieren/was-will-ich-was-kann-ich/selbsterkundung