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Was tun nach dem Abi?

Bewerbungen und ihre Hürden

Was um Himmels Willen ist denn bitte ein Self-Assessment?! Ganz einfach: ein Selbsteinschätzungstest. Wusste ich auch nicht. Und mir war auch nicht bekannt, dass man an manchen Universitäten solch einen Test nachweisen muss. Entweder bei der Einschreibung oder schon direkt bei der Bewerbung. Nun versuche ich, mich in dem Durcheinander von Bestimmungen irgendwie zurechtzufinden: Wo muss ich was wann nachweisen? Reicht für den Nachweis der verlangten Sprachkenntnisse mein Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife oder muss ich doch irgendwo noch einen Sprachtest ablegen? Will man von meinem Abiturzeugnis eine Kopie, eine beglaubigte Kopie oder vielleicht doch beides? An welcher Universität muss ich nochmal zusätzlich einen Online-Antrag ausdrucken und auf dem Postweg einschicken? Und zu guter Letzt: Wo erreiche ich jemanden, der mir Antworten auf all diese Fragen geben kann?

Denn mit diesen Informationen ist das so eine Sache. Einmal hatte ich eine furchtbar nette ältere Dame am Telefon, die sich auch wirklich gerne mit mir unterhielt. Blöderweise nicht über irgendetwas Studienrelevantes. Nach einiger Zeit wurde ich dann zum Glück weiterverbunden. Ich solle mich auf der Internetseite informieren. Die Internetseite konnte ich jedoch aus irgendeinem Grund nicht aufrufen. Mir wurde gesagt, ich solle doch vorbeikommen. Gestaltet sich leider auch etwas schwierig, wenn man am anderen Ende Deutschlands wohnt. Ein anderes Mal schickte man mich von Schreibtisch zu Schreibtisch. Jeder der werten Mitarbeiter, dachte, der jeweils andere könne mir besser behilflich sein. Zum Schluss erbarmte sich ein junger Mann und schickte mich zumindest mit der hundertseitigen Studienprüfungsordnung nach Hause.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  10.06.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
10.06.2014

Was tun nach dem Abi?

Ach ja, die lieben Bücher

Nun mal zu einem spezielleren Studiengang, den ich so bis jetzt nur an einer Universität gefunden habe: Und zwar in Aachen. Was mich vor allem an „Literatur- und Sprachwissenschaft“ begeistert, ist die, meiner Meinung nach, erstaunliche Flexibilität bei der Erstellung des ganz persönlichen Lernprofils. Zu Beginn des Studiums entscheidet man sich für zwei Komponenten, von denen man eine bis zum Ende des Studiums vertieft. Zur Auswahl stehen English and American Studies, Französisch, Spanisch (kann nicht mit Französisch kombiniert werden), Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft und Philosophie. Philosophie kann man leider nicht als vertiefte Komponente studieren.

Ab dem dritten Semester werden im sogenannten interdisziplinären Bereich einer oder mehrere Inhalte aus den Bereichen Informatik, Neurolinguistik, Erziehungswissenschaft, Geschichte einschließlich Technik- und Kunstgeschichte, Philosophie oder Soziologie gewählt. Ein Ergänzungsbereich beinhaltet unter anderem ein zu absolvierendes Praktikum, einen Fremdsprachenkurs und das Modul „Rhetorik, Kommunikation und Präsentation“. Außerdem ist ein Zeitfenster für den verpflichtenden Auslandsaufenthalt fest eingeplant.

Manchmal frage ich mich aber, ob ein Studium bei dem man viel lesen muss wirklich das richtige für mich ist. Wie bei allen Hobbys bereiten sie mir Freude, weil ich es immer aus eigenem Antrieb tue. Alles kann, aber nichts muss. Wahrscheinlich mache ich mir einfach ein Übermaß an Gedanken darüber, dass ich mein geliebtes Hobby irgendwann hassen könnte, da ich es machen muss. Versteht ihr?

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  04.06.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
04.06.2014

Was tun nach dem Abi?

Kompara…was?

Komparatistik. Noch nie gehört? Macht nichts. Ich konnte bis vor einigen Wochen auch noch nichts mit dem Begriff anfangen. Es handelt sich um das Studienfach der „Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft“, die erst nach dem zweiten Weltkrieg an deutschen Universitäten eingeführt wurde. Damit zählt sie zu den jüngeren Literaturwissenschaften.

Aber was studiert man denn da nun? Ganz einfach: alles, was mit Literatur zu tun hat. Das wären zum Beispiel Literaturgeschichte, Literaturkritik, Literaturinterpretation, Literaturtheorie und Editionsphilologie. Zugangsvoraussetzungen sind bei den allermeisten Universitäten mindestens Englischkenntnisse und Kenntnisse einer weiteren modernen Fremdsprache oder des Lateinischen. Oftmals wird bis Ende des dritten beziehungsweise vierten Semesters die Teilnahme und das Bestehen an einer Übersetzungsklausur in den jeweiligen Fremdsprachen gefordert. Wobei man dazu sagen muss, dass meist jeweils nur die „Lektürefähigkeit“ in den geforderten Fremdsprachen Zulassungsbedingung ist. Das bedeutet, dass man Texte in der Originalsprache lesen und verstehen können muss.

Da mir weder Französisch, Englisch, Spanisch oder Italienisch größere Probleme bereiten und ich mich zudem immens für Literatur jeder Art begeistern kann, käme dieser Studiengang nun auch in Frage. Heute habe ich im Übrigen den Irrglauben meiner Verwandtschaft widerlegt, dass es doch eigentlich nicht so viele Studiengänge gebe und dass man sich da schnell „etwas heraussuchen“ könne. Ich beschäftige mich nun seit gut zwei Monaten aktiv und täglich mit Studiengängen und ich muss sagen, dass es um einiges komplizierter ist als ich es mir vorgestellt hatte.

Autor: Nele  |  Rubrik: orientieren  |  28.05.2014
Autor: Nele
Rubrik: orientieren
28.05.2014