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Was tun nach dem Abi?

Kuba- Land der Widersprüche

Nach Ewigkeiten lasse ich mal wieder was von mir hoehren. Warum ich so lange nicht geschrieben habe? Ich war drei Wochen in Kuba und dort gibt es kaum Internetcafes. Wenn man dann doch eines findet, kostet die Stunde ein Vermögen, so um die zehn Dollar.

Ich habe bei Freunden gewohnt. Dies hatte den kleinen Nachteil, dass ich im Stadtteil Cerro/Santa Catalina zu Hause war, der im Reiseführer als der „einzige touristisch nicht interessante” Teil Havannas beschrieben wird und ein bisschen weiter vom Zentrum entfernt ist. Es gibt dort nur Plattenbauten, die anfangen zu verfallen. Der riesige Vorteil war aber, ein bisschen tiefer in das kubanische Leben mit all seinen Widersprüchen einzutauchen. Ich möchte ein bisschen von den Lebensumständen der Familie schreiben, bei der ich netterweise wohnen durfte:

Die Frau ist Ingeneurin, leitet eine Abteilung für medizinische Artikel für ganz Kuba und verdient im Monat umgerechnet 20 Dollar. Ihr Mann ist Sicherheitsmann und verdient ungefähr 30 Dollar. Ein Taxifahrer, der privat arbeitet, kann bis zu 500 Dollar im Monat verdienen. Zu erklären ist das ganze nur mit den zwei Währungen, die in Kuba existieren, und mit der Tatsache, dass der Staat recht schlecht zahlt, weil er kein Geld hat und man mit einem eigenen Geschäft oder im Tourismussektor deutlich mehr verdienen kann.

Außerdem ist es erstaunlich, dass die Familie einen neuen, schicken BMW hat, den die Frau als Prämie bekommen hat. Leider funktioniere der Bordcomputer nicht und in Kuba gibt es das entsprechende Ersatzteil nicht. Schon komisch, dass jemand einen BMW hat und gleichzeitig richtig gut durchplanen muss, was er wann isst, damit am Ende des Monats niemand Hunger hat. Die Auswahl an Lebensmitteln in den Supermärkten ist wirklich überschaubar. Dafür ist das Schulsystem das Beste in ganz Amerika. Alle Leute, die ich kennengelernt habe, hatten studiert! Etwas, das in Mexiko unvorstellbar wäre. Außerdem ist die medizinische Versorgung unglaublich gut! In Kuba gibt es doppelt so viele Ärzte pro Person wie in Deutschland! Ich habe in den ersten Tagen am eigenen Leib erfahren, wie gut das Gesundheitssystem ist, weil ich mal wieder krank geworden bin. In Mexiko bin ich erst gar nicht zum Arzt gegangen und das nicht ganz zu unrecht. In Kuba war ich einen halben Tag im Krankenhaus, wo sie mich komplett durchgechekt haben. Es stellte sich heraus, dass meine Magenprobleme daher kamen, dass ich in Mexiko ein ungeeignetes Antibiotikum verschrieben bekommen hatte, als ich eine Ohrenentzündung hatte. Mit ein bisschen Perenterol ging es mir am Tag darauf schon wieder blendend. Für sämtliche Untersuchungen habe ich übrigens ungefähr zehn Euro gezahlt – fast nichts! So viel zahlte man ja in Deutschland auch Praxisgebühr. Die Kubaner zahlen dafür natürlich gar nichts. Es ist schon irre, dass die Leute hier kaum genug zu essen haben, aber so ein gut ausgebautes Gesundheits- und Bildungssystem.

Autor: Maja  |  Rubrik: orientieren  |  03.01.2012
Autor: Maja
Rubrik: orientieren
03.01.2012

Was tun nach dem Abi?

Landpartie nach Lüneburg

Ebenso gut hätten wir nach Prag fahren können oder in die andere Richtung nach Paris, von der Entfernung her wäre es kein Unterschied gewesen. Aber nein, wir fuhren in die niedersächsische Provinz, nach Lüneburg in der Heide. In freudiger Erwartung auf ein Volleyballturnier, für das wir extra aus Baden-Württemberg anreisten, saßen mein Mitspieler und ich stundenlang in sämtlichen Regionalbahnen Deutschlands.

Zehn Stunden, das ist eine ordentliche Zeit, so dachten wir, und fassten abends zuvor den kühnen Plan, uns eine Flasche Wein zu kaufen, ein Baguette und ein bisschen Käse (Ja, wir sind etwas frankophon). Aber wir erlebten unser blaues Wunder, als wir exakt eine Minute nach 22 Uhr an der Kasse standen und von unseren Mitmenschen müde belächelt wurden. Die Kassiererin nahm leicht pikiert den Wein an sich. Ich verstand die Welt nicht mehr, wollte ihr meinen Personalausweis zeigen und wurde bald aufgeklärt: Nach zehn Uhr gibt’s keinen Alkohol mehr im Ländle! Da standen wir nun mit unserem Baguette und unserem Käse und kauften stattdessen Traubensaft. Es wurde trotzdem eine lustige Fahrt, die sich wirklich gelohnt hatte: Das Team Berlin/Baden-Württemberg scheiterte im Finale nur knapp und belegte einen silbernen zweiten Platz!

Autor: Inga  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  18.11.2011
Autor: Inga
Rubrik: auszeit nach dem abi
18.11.2011

Was tun nach dem Abi?

Mitbewohnersuche

In zwei Wochen ist es also soweit - ich ziehe um. Am 1. Oktober ziehe ich in meine WG in Würzburg. Allerdings ist noch ein Zimmer frei und deshalb versuchen mein Mitbewohner und ich gerade jemanden dafür zu finden. Die Anzeige ist geschaltet und da in der Studentenstadt Würzburg aufgrund des Doppeljahrgangs grade ziemliche Wohnungsnot herrscht und unsere WG auch noch mitten in der schönen Innenstadt liegt werden wir sicher massig Anfragen bekommen. Schon als ich mich darauf beworben habe waren wir sieben (!) Interessierte. Mein Glück, dass ich genommen wurde! Es wird sicher komisch mit meinen Mitbewohnern einen Putzplan machen und alle organisatorischen Dinge zu regeln, die sonst noch anfallen. Aber es wird bestimmt auch eine spannende Erfahrung, da bin ich mir sicher!

Mein Laptop ist übrigens jetzt auch endlich bestellt – es ist genau das weiße Modell geworden, das ich immer wollte! Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich damit fernsehen kann. In unserem denkmalgeschützten Haus gibt es nämlich keinen TV-Anschluss und auch eine Satellitenschüssel darf auch nicht angebracht werden...

Autor: Fanny  |  Rubrik: auszeit nach dem abi  |  20.09.2011
Autor: Fanny
Rubrik: auszeit nach dem abi
20.09.2011