Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studentenleben live

Mündliche Prüfung schwer gemacht

Eine mündliche Prüfung im Fernstudium? Den Psychologiestudierenden bleiben die mündlichen Prüfungen soweit ich weiß erspart, dafür haben sie allerdings auch keine Wahl bei der Prüfungsform. Zu 90 Prozent finden Klausuren statt.
In meinem Studiengang Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Geschichte sind dagegen zwei mündliche Prüfungen verpflichtend. Ich habe mir für nächstes Semester – abgesehen von der Bachelorarbeit – auch noch eine weitere mündliche Prüfung aufgehalst. Wenn die so läuft wie die beiden dieses Semester, kann das ja heiter werden.
Eine Prüfung in einem interdisziplinären Fach, in meinem Fall Bildungswissenschaften, erfordert eine andere Herangehensweise an Probleme, womit ich mich (und etliche andere Kulturwissenschaftenstudierende) schwer tue. Aber immerhin ist der Betreuer schnell mit einer Antwort und gibt einem durchaus auch mal einen Anstoß in die richtige Richtung.
Anders als in meinem Prüfungsfach Geschichte. Eigentlich sollte man denken, dass ich inzwischen wüsste, was in diesem Fach von mir erwartet wird. Weit gefehlt! Ich erlebe gerade das Phänomen, dass unterschiedliche Professoren desselben Fachgebiets unterschiedliche Herangehensweisen sehen wollen. Die Tatsache, dass meine Betreuerin momentan immer sehr lange braucht, um auf E-Mails zu antworten, und sie auch noch Urlaub hat, macht meine Nervosität nicht besser. Die Prüfungen sind Mitte März und ich komme mir sehr planlos vor...

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  07.02.2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
07.02.2017

Bachelor live

Gut zu Fuß

Pünktlich zum Ende der Weihnachtsferien wurde in Marburg der öffentliche Personennahverkehr bestreikt. Zwei Wochen lang ist kein einziger Stadtbus gefahren. Das bedeutete, dass ich mich irgendwie anders fortbewegen musste. Da es zusätzlich noch geschneit hatte und die Straßen glatt waren, blieb mir nichts anderes übrig, als mich gegen das Fahrrad zu entscheiden und stattdessen einfach zu Fuß zu gehen. Obwohl ich noch einigermaßen zentral wohne, war ich anfangs von den täglichen Spaziergängen zur Uni und wieder nach Hause etwas genervt. Doch zu meiner Überraschung hatte ich mich schon nach ein paar Tagen daran gewöhnt. Ich stellte sogar fest, dass ich zu Fuß fast schneller in der Uni bin als mit dem Bus. Außerdem habe ich den Vorzug an einer überschaubaren Studentenstadt wie Marburg zu schätzen gelernt: Die einzelnen Unigebäude in der Stadtmitte liegen nah beieinander, sodass auch ohne Busse alles gut zu Fuß zu erreichen ist.
Wesentlich abhängiger von den öffentlichen Verkehrsmitteln bin ich jedoch, um einkaufen zu gehen. Zwar kann ich den nächsten Supermarkt auch zu Fuß erreichen, doch um all die Einkäufe anschließend nach Hause zu tragen, ist der Weg zu weit. Zum Glück hatte ich in der Vorratskammer noch genügend Lebensmittel, sodass mir die Schlepperei während des Streiks erspart blieb.
Nach zwei Wochen ohne den öffentlichen Nahverkehr kann ich sagen, dass ich nicht auf den Bus angewiesen bin. Darum habe ich mir vorgenommen, auch nach dem Streik öfter mal zu Fuß zu gehen. Trotzdem weiß ich die Stadtbusse sehr zu schätzen – vor allem wenn es darum geht, bei Regen trocken nach Hause zu kommen.

 

Autor: Franziska  |  Rubrik: orientieren  |  03.02.2017
Autor: Franziska
Rubrik: orientieren
03.02.2017

Studentenleben live

Und bitte!

Es ist viel zu früh an einem viel zu kalten Wintermorgen und ich bin auf dem Weg zu einem Filmdreh. Schon das zweite Mal bin ich über meine Komparsenagentur beim Dreh einer großen Feierabend-Krimi-Serie dabei.
Am ersten Drehort gehe ich direkt zum Cateringbus und versorge mich mit Frühstück und Kaffee. Da ist es wieder: dieses Filmgefühl. Viel zu viele Leute in schwarzen Jacken und Walkie-Talkies am Hosenbund laufen geschäftig umher und man selber schwimmt nutzlos irgendwo zwischen ihnen. Vor zwei Tagen war ich bereits bei der Kostümanprobe gewesen, nun bittet man mich in den Wohnwagen und erneut in die Bundeswehruniform – ein eigenartiges Gefühl. Gut zu wissen, dass es nur ein Spiel ist. Ich soll einen Wachmann in einer Leipziger Kaserne mimen. Die Ankleiderin hatte extra neue Schulterstücke besorgt, die meinem jungen Alter entsprechen. Nun schlüpfe ich in mehrere Kleidungsschichten, ziehe die Schnürsenkel fest, die Kappe sitzt. „ Bischof“ steht auf meinem Tarnfleckhemd. Ich smalltalke mit einem Schauspieler, der sich auch gerade in Schale schmeißt. Plötzlich klopft es und einer der Schwarzbejackten kommt herein: „Ich habe eine ganze tolle Nachricht für dich! Du bist jetzt zivil, sollst einen Passanten spielen. Der Wachmann wurde gestrichen. Die nehmen nun doch einen echten Soldaten aus der Kaserne. Die denken doch auch, wir haben hier nichts zu tun …“ „Das ist Film“, denke ich.
Am nächsten Drehort treffe ich auf drei andere Komparsen und dann endlich kommt der große Auftritt. Nach sechs Stunden warten, rumsitzen, frieren, heißt es: „Kamera ab, Ton ab, und bitte!“ Ich laufe irgendwo in den Unschärfen des Hintergrunds durchs Bild. Man dankt uns. Ich gehe nach Hause. Und bitte!

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  01.02.2017
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
01.02.2017