Besondere Kombination
Nadine Bode (22) studiert im sechsten Semester an der Jacobs University in Bremen Biochemistry and Cell Biology. Da der Studiengang in dieser Form nur an der privaten Universität angeboten wird, nimmt sie auch Studiengebühren in Höhe von 18.000 Euro pro Studienjahr in Kauf.
Nadine Bode wog hohe Studiengebühren und das einmalige Lehrangebot gegeneinander ab - und entschied sich für die Jacobs University.
Foto: Jacobs University
Der Bachelor-Studiengang beschäftigt sich mit den Bedingungen des Lebens auf molekularer sowie zellbiologischer Ebene. Für die 22-Jährige war diese spezielle Verbindung von biologischen und chemischen Aspekten, die in dieser Form an keiner anderen deutschen Hochschule angeboten wird, ein wichtiges Kriterium. Aber nicht das einzige: „Am Tag der offenen Tür bin ich an der Jacobs University mit vielen Lehrenden ins Gespräch gekommen. Es herrschte eine offene Atmosphäre und die Ausstattung war sehr gut; all das hat mich letztendlich überzeugt“, erzählt die Studentin. Denn: „Dass ich an einer Privaten studieren möchte, stand für mich anfangs nicht fest“, sagt Nadine Bode.
Informiert hat sie sich auch über Studienangebote an staatlichen Hochschulen. Dass sie sich selbst ein Bild von den Hochschulen machen konnte, war für sie sehr wichtig. „Man kann sich oft nicht darauf verlassen, was Hochschulen auf ihren Websites schreiben.“
Antwort binnen Stunden
Ein weiteres Plus für die Jacobs University: Sie bietet ein komplett englischsprachiges Studium an einer internationalen Universität. Von der intensiven Betreuung ist Nadine Bode begeistert: „Wann immer ein Problem auftritt, kann ich einem Lehrenden eine Mail schreiben und erhalte binnen Stunden eine Antwort. Alle Profs kennen uns mit Namen. Auch findet die Arbeit im Labor in kleinen Gruppen statt, die bestens betreut sind.“
Im Auswahlverfahren um den Studienplatz benötigte Nadine Bode neben dem Abi-Zeugnis zwei Empfehlungsschreiben von Lehrern aus ihrer Oberstufenzeit, musste einen international anerkannten akademischen Leistungstest absolvieren und ihre Englischkenntnisse mit einem erfolgreichen TOEFL-Test nachweisen. Außerdem verfasste sie einen Aufsatz zu einem Thema ihrer Wahl „Das Verfahren erfordert zwar einige Vorbereitung, ist aber vom Ablauf her nicht zu aufwändig“, meint die Studentin. „In der Oberstufe hatte ich übrigens Chemie abgewählt und in Biologie nur einen Grundkurs belegt“, ergänzt sie. Ausschlaggebend für den Erfolg einer Bewerbung an der Bremer Privathochschule ist der Gesamteindruck in Bezug auf Leistungsfähigkeit und persönliches Potential. Zudem ist es innerhalb des ersten Studienjahres problemlos möglich, das Fach zu wechseln.
Job als Teaching Assistent
Derzeit betragen die Studiengebühren pro Studienjahr in Nadine Bodes Fach 18.000 Euro. „Da ich mich relativ spät um einen Studienplatz beworben hatte, waren bereits alle Stipendien vergeben“, bedauert sie. Die Hälfte ihrer Studienkosten finanziert sie über einen Kredit. Den anderen Teil wollten ursprünglich ihre Eltern übernehmen. Im zweiten Studienjahr änderten sich jedoch die Finanzierungsmöglichkeiten der Familie. „Die Hochschule kam mir in dieser schwierigen Situation entgegen, indem sie mir den Elternanteil der Studiengebühren für ein Jahr erlassen hat“, freut sich die Studentin. Seit dem dritten Semester arbeitet sie neben dem Studium als Teaching Assistent, also als wissenschaftliche Hilfskraft. Im Auftrag ihrer Professorin korrigiert Nadine Bode zum Beispiel Klausuren der Anfangssemester. „Mit dem Verdienst von rund 400 Euro im Monat kann ich einen Teil meiner Lebenshaltungskosten abdecken.“
Nach ihrer Bachelor-Prüfung wird Nadine Bode voraussichtlich ab August ein Master- und PhD-Studium – also ein Promotionsprogramm – an der New York University beginnen. „In den USA werde ich zur Mikrobiologie wechseln“, beschreibt sie ihre unmittelbaren Pläne. Welche generellen Karriereziele sie anstrebt, steht für die Nachwuchswissenschaftlerin noch nicht fest. „Bisher habe ich noch nicht alle Bereiche kennengelernt. Gut vorstellen kann ich mir aber, eine längere Zeit in der Forschung zu arbeiten.“





