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Testverfahren: Self-Assessments

Schaff ich das Studium?

Es gibt aber auch Verfahren, die prüfen, ob der Proband den Anforderungen seines Wunschstudiums gerecht wird. In diese Kategorie fallen beispielsweise die Studienfeldbezogenen Beratungstests (SFBT) der Bundesagentur für Arbeit.

Pascal Förster steht an einem Redepult und hält eine Rede.

Pascal Förster hat durch einen SFBT bestätigt bekommen, dass er sowohl für ein Ingenieur- als auch für ein Rechtswissenschaftstudium geeignet ist.

Foto: Privat

Die kostenlosen Tests, die nach vorheriger Anmeldung in den örtlichen Agenturen für Arbeit absolviert werden können, dauern rund zwei bis drei Stunden und werden vom Psychologischen Dienst (PD) der Bundesagentur angeboten. Für insgesamt sechs Bereiche gibt es Testaufgaben, die auf die Anforderungen der jeweiligen Studiengänge ausgerichtet sind und fachtypischen Problemstellungen entsprechen: für Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften, Informatik/Mathematik und Rechtswissenschaften sowie für Philologische Studiengänge.

Gezielte Vorbereitung

Pascal Förster (16) hat diese Möglichkeit intensiv genutzt und gleich mehrere Tests absolviert. Der Gymnasiast aus Aachen wollte mit der Zukunftsplanung nicht erst kurz vor dem Schulabschluss beginnen: „Je früher ich weiß, was ich studieren möchte, um so gezielter kann ich mich darauf vorbereiten“, lautet seine Einstellung. Die Beratungstests konnten Pascal Förster die Wahl zwar nicht abnehmen, aber eine Entscheidungshilfe waren sie allemal: „Ich habe bestätigt bekommen, dass ich sowohl für ein Studium der Ingenieurwissenschaften als auch der Rechtswissenschaften geeignet bin.“ Und das sei ein gutes Gefühl. Die letztendliche Entscheidung werde er nach seinen Interessen treffen.

Die Ergebnisse des Tests werden im Anschluss mit einem Psychologen besprochen und man erfährt, wie das eigene Abschneiden im Vergleich mit anderen Studieninteressenten einzuschätzen ist. „Hier geht es also darum, sich Rückendeckung für die eigene Entscheidung zu holen“, meint Detlef Berg, Berufsberater im Team Akademische Berufe der Hamburger Agentur für Arbeit, „so nach dem Motto: Ja, das kann ich mir zutrauen“ (siehe Porträt von Kathrin Gemmeke).

Realistisches Bild

In diese Kategorie zählen aber auch die Self-Assessments verschiedener Hochschulen. Beispiel Uni Mannheim Sozialwissenschaften. Anne Meldau (21) hat den Test absolviert und musste bei rund 50 Aussagen zu Studieninhalten, Anforderungen und Berufsmöglichkeiten einschätzen, ob diese zutreffend sind oder nicht. Im Ergebnis wird so nicht nur ein möglichst realistisches Bild von dem Studiengang vermittelt, sondern gleichzeitig werden die Schwerpunkte der Universität Mannheim im Vergleich zu anderen Hochschulen bundesweit deutlich (siehe Porträt Anne Meldau).

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