Forschen mit Stundenlohn
Forschung ist nur spannend, sondern man kann damit auch schon im Studium Geld verdienen. Beliebt sind die Stellen als Hilfswissenschaftler, kurz Hiwis. abi>> hat sich umgehört.
Ich möchte nach dem Master an der Uni in der Forschung arbeiten. Meine Hiwi-Stelle dient mir dabei als Grundstein. Momentan arbeite ich an einem Projekt mit, bei dem untersucht wird, ob Frauen in Bezug auf Führungspositionen benachteiligt werden. Dazu habe ich die Datensammlung organisiert, diese erhoben und ausgewertet. Diese Erfahrungen werden mir bei einer späteren Forschungsarbeit sicherlich nützlich sein. Und ich knüpfe mit dieser Arbeit Kontakte. Außerdem bin ich ein sogenannter „Campusspezialist“. Auf Plattformen wie Twitter oder Facebook beantworte ich die Fragen von Schülern und im richtigen Leben mache ich Campusführungen. Dabei lerne ich, mit Menschen in Kontakt zu treten und keinerlei Scheu an den Tag zu legen. Natürlich sind beides nur Jobs, aber ich denke, dass sie mich auf eine spätere Tätigkeit als Dozent an der Universität und in der Forschung vorbereiten.
Andreas Börner (23), achtes Semester Bachelorstudium physikalische Technik an der Hochschule München, verdient sich einen Teil seines Lebensunterhalts im Laserzentrum der Uni
Da ich die Arbeit mit Lasern sehr faszinierend finde und auch den Masterstudiengang Photonik im Anschluss absolvieren möchte, ist die Arbeit im Laserzentrum sehr vorteilhaft für mich. Ich schreibe gerade meine Bachelorarbeit und bin mit einem tollen Projekt beschäftigt: Die neuen Dünnschichtsolarzellen sollen nicht mehr mechanisch, sondern mittels Laser hergestellt werden. Ich habe dort viel gelernt, da ein großer Bezug zum Bachelorstudium herrscht. Auch bin ich jetzt fit in Labortechnik und habe Einblick in viele verschiedene Fachbereiche erhalten, da ich mich im Laserzentrum mit Kommilitonen ausgetauscht habe, die dort ebenfalls an Projekten arbeiten. Dass wir bei diesen Projekten mit der Industrie zusammenarbeiten, ist für meine berufliche Zukunft äußerst praktisch: Ich habe jetzt schon einen Teilzeitjob bei einer Laserfirma und ich weiß von anderen Studierenden, die nach ihrem Abschluss übernommen wurden.
Mario Soukup (28), viertes Semester Automobilwirtschaft und Technik, Bachelor of Engineering an der Hochschule Landshut, HiWi
Ich arbeite als studentische Hilfskraft an einem Projekt der digitalen Fabrikplanung mit: Im Wertstromdesign kann der Kunde virtuell in einem 3-D-Modell durch seine Fabrik gehen und die Einrichtung, Montageplätze sowie Maschinen platzieren. Ziel sind kurze Arbeitswege und bestmögliche Nutzung des Raumes. Die Maschinen werden von mir vor Ort vermessen und dann in die Datenbank der Planungssoftware eingespeist. Die Arbeit als studentische Hilfskraft macht mir viel Spaß und motiviert mich für mein Studium. Natürlich bekomme ich auch Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern und es macht sich gut in meinem Lebenslauf.
Daniela Eigner (25), promoviert im Fach Archäologie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Ich schreibe derzeit meine Doktorarbeit. Dabei erforsche ich eine Altgrabung der mittelalterlichen Stadtburg in Sinsheim. Das heißt, ich arbeite eine vor mehreren Jahren abgeschlossene Grabung auf. Dazu sehe ich mir die Funde an, recherchiere, ob es ähnliche gibt und vergleiche sie dann. Das Forschen habe ich während meines Studiums gelernt. Und ich profitiere nun von diesem Wissen in meiner Arbeit am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg. Denn es ist eines der wenigen Museen in Deutschland, das noch forscht. Auch wenn ich nicht direkt an den Untersuchungen dort beteiligt bin, so liefere ich mit meiner Arbeit doch den Grundstock, denn ich inventarisiere den Mittelalterbestand. Ich möchte gerne später selbst in der Forschung tätig werden und hoffe, durch meine Arbeit die nötigen Kontakte zu knüpfen.







