Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Allrounder im Verlagswesen

Feature. Textkorrekturen. Anmerkungen und Kommentare.
Neben der Buchherstellung und der Markenbildung ist auch das Lektorat ein wichtiger Bestandteil des Masterstudiengangs „Buchwissenschaft: Verlagspraxis“.
Foto: Christiane Zenkert

Buchwissenschaft: Verlagspraxis

Allrounder im Verlagswesen

Jennifer Maurer (24) wollte schon immer mit Büchern arbeiten. Durch den Masterstudiengang „Buchwissenschaft: Verlagspraxis“ an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München kommt sie diesem Traum einen großen Schritt näher.

Nach dem Abitur entschied sich Jennifer Maurer zunächst für ein Studium der Germanistik im Haupt- und der Medien- und Kommunikationswissenschaft im Nebenfach. „Ich wollte für mein Bachelorstudium einen breit gefächerten Studiengang wählen und mich dann im Masterstudium auf die Buchbranche spezialisieren“, erklärt die 24-Jährige. Dafür informierte sie sich über buchwissenschaftliche Masterstudiengänge und entschied sich nach ihrem Bachelorabschluss schließlich für „Buchwissenschaft: Verlagspraxis“ an der LMU München.

Ein Porträt-Foto von Jennifer Maurer

Jennifer Maurer

Foto: privat

Die Studentin suchte speziell nach einem Studiengang, der möglichst praxisorientiert ist und sie so umfangreich wie möglich auf die Verlagsbranche vorbereiten würde. Mittlerweile sitzt sie an ihrer Masterarbeit und ist mit ihrer Studienentscheidung noch immer sehr zufrieden.

Keine Angst vor dem Eignungstest

Wer an der LMU München „Buchwissenschaft: Verlagspraxis“ studieren möchte, muss ein zweimonatiges Verlagspraktikum vorweisen und zusätzlich an einem Eignungstest teilnehmen. Da Jennifer Maurer bereits nach dem Bachelorstudium ein halbes Jahr als Praktikantin beim Carlsen-Verlag in Hamburg gearbeitet hatte, fiel für sie nicht nur das Vorpraktikum weg, sie konnte das zweijährige Masterstudium auch verkürzen: Das Praxissemester, welches im Studium vorgesehen ist, wurde ihr dadurch erlassen.

Auch dem schriftlichen Eignungstest mit Fragen zur Buchbranche sah die Studentin eher gelassen entgegen. „Wegen des Tests sollte man sich nicht verrückt machen. Er ist zwar anspruchsvoll, aber mit etwas Vorbereitung gut zu bewältigen“, erzählt sie und rät Studieninteressierten, ein halbes Jahr im Voraus das Börsenblatt zu lesen, das vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels herausgegeben wird. Dort findet man aktuelle Informationen und Neuigkeiten aus der Buchbranche. 

Einmal rund ums Verlagswesen

„Das Tolle an meinem Studium ist, dass man alle Prozesse im Verlagswesen kennenlernt – wir haben Vorlesungen zur Buchherstellung, zur Pressearbeit, zum Lektorat, zur Markenbildung bis hin zum Urheberrecht“, schwärmt Jennifer Maurer. Sie selbst wusste vor dem Masterstudium noch nicht genau, in welchem Bereich sie später einmal arbeiten möchte. Durch das Studium ist ihr aber bewusst geworden, dass ihr vor allem Marketing und Projektmanagement zusagen.

Und auch von den Dozenten, die hauptsächlich aus der Praxis kommen und bei Verlagen arbeiten, ist die 24-Jährige begeistert. Positiver Nebeneffekt: Dadurch finden die Vorlesungen häufig abends statt, sodass Zeit für einen Nebenjob bleibt. Die Studentin jobbt neben ihrem Studium in der Marketingabteilung der Random House Gruppe.

Gerade durch die Möglichkeit, bereits neben dem Studium Kontakte zu knüpfen, sieht Jennifer Maurer dem Berufsstart optimistisch entgegen. „Ich kenne bisher niemanden, der nach dem Masterstudium keine Anstellung gefunden hat“, berichtet die Studentin.

abi>> 29.08.2016