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Über Grenzen und Disziplinen hinweg

Eine junge Frau sitzt am Schreibtisch und telefoniert.
Im Gespräch mit Kunden und Händlern oder intern mit Kollegen verschiedener Abteilungen: Wirtschaftsingenieure finden nach dem Studium in der Regel leicht Stellen in verantwortungsvoller Position.
Foto: Thomas Lohnes

Wirtschaftsingenieurwesen

Über Grenzen und Disziplinen hinweg

Betriebliche Prozesse schneller und effizienter gestalten – welche Maßnahmen dafür nötig sind, möchte Cornelia Elsäßer (25) herausfinden. Im Studiengang „Business Administration and Engineering“ an der Hochschule Pforzheim absolviert sie derzeit ihren Master – und legt großen Wert auf Internationalität.

Für ihre Masterarbeit zum Thema Prozessoptimierung verbringt Cornelia Elsäßer derzeit ihr drittes und letztes Semester im Ausland: Sie arbeitet in der US-amerikanischen Großstadt Atlanta bei einem deutschen Logistik-Unternehmen. „Der Vorteil einer Masterarbeit im Unternehmen ist, dass ich mein theoretisches Wissen in der Praxis sofort überprüfen, im Austausch mit Kollegen verbessern und umsetzen kann“, erklärt sie.

Schon während ihres Bachelorstudiums, das sie ebenfalls an der Hochschule Pforzheim absolvierte, ging Cornelia Elsäßer ins Ausland: In ihrem Praxissemester war sie für einen deutschen Automobilhersteller in Südafrika tätig und ein Semester lang lernte sie an einer Pariser Partner-Universität ihrer Hochschule.

Ein Porträtbild von Cornelia Elsäßer

Cornelia Elsäßer

Foto: Richard Wesner

Ihre Erfahrungen im Ausland schätzt die 25-Jährige als besonders wertvoll ein. „Man lernt eine andere Kultur und die Arbeitswelt ganz anders kennen, wenn man vor Ort ist. Jeder Auslandsaufenthalt hilft dabei, über den eigenen Tellerrand zu blicken“, schildert Cornelia Elsäßer.

Die Internationalität und der Bezug zur Praxis werde auch an der Hochschule Pforzheim vorgelebt: „Ich finde es sehr gut, dass es viele englischsprachige Lehrveranstaltungen gibt und unsere Professoren alle selbst betriebliche Praxiserfahrung aus der Industrie haben“, erzählt sie.

Sein Steckenpferd finden

Offenheit für verschiedene Disziplinen, so ihre Einschätzung, sollte man als zukünftiger Wirtschaftsingenieur unbedingt mitbringen. „Mir persönlich sind zum Beispiel Fächer wie Mathe oder Physik etwas schwerer gefallen. Aber man kann eben nicht gleich alles gut“, beruhigt die Studentin. Zu den Grundlagen gehören unter anderem auch Kenntnisse zu Informatik, Technik, Management, Fertigungstechnik, Logistik, Einkauf sowie soziale Kompetenzen wie Kommunikationsstärke.

Wichtig sei aus ihrer Sicht, dass man ab dem zweiten oder dritten Semester weiß, was einen interessiert und wo man hin will: „Dann kommt der Vorteil des Wirtschaftsingenieurstudiums zum Tragen, dass man seine Lehrveranstaltungen entsprechend der Interessen und Fähigkeiten auswählen kann“, erklärt Cornelia Elsäßer. „Ich habe mich vor allem für Logistik und Projektmanagement interessiert und das auch entsprechend vertieft. Andere haben sich auf Controlling oder Maschinenbau spezialisiert.“

Kombination aus Technik und BWL

Cornelia Elsäßer nahm im direkten Anschluss an ihr Abitur im Jahr 2011 an der Hochschule Pforzheim das Bachelorstudium „Wirtschaftsingenieurwesen International“ auf. Ursprünglich wollte sie internationale Wirtschaftswissenschaften studieren. Inspiriert von ihrem Vorpraktikum bei einem Maschinenbauunternehmen an der Schnittstelle zwischen Produktion und Vertrieb hat sie sich dann aber umorientiert.

„Durch das Bachelorstudium Wirtschaftsingenieurwesen ist man mit der Kombination aus Technik und Betriebswirtschaft sehr breit aufgestellt und kann in nahezu allen Bereichen eines Betriebs eingesetzt werden“, erklärt Cornelia Elsäßer. „Durch meine Vertiefung ‚International Management‘ habe ich mir während des Studiums zusätzlich interkulturelle Managementkompetenzen angeeignet.“

Entspannter Blick in die berufliche Zukunft

Schon früh war ihr klar, dass sie sich durch ein Masterstudium weiter spezialisieren wollte. Um ihre freien Monate zwischen Bachelor und Master sinnvoll zu nutzen, hat Cornelia Elsäßer für sechs Monate ein Pre-Master-Programm bei einem Automobilzulieferer in der Nähe von Stuttgart absolviert. So konnte sie bereits in ihren späteren Beruf reinschnuppern und ausloten, welche Vertiefung sie für den Master interessieren würde.

Zulassungsvoraussetzung für das Masterstudium an der Hochschule Pforzheim war neben den Noten aus dem Bachelorstudium, dem Nachweis von englischen Sprachkenntnissen und einem Empfehlungsschreiben auch ein Auswahlgespräch.

Für die Zeit nach ihrem Masterstudium, wenn sie im Februar ihre Masterarbeit abgegeben hat und ihre Zelte in Atlanta abbricht, hat Cornelia Elsäßer noch keine konkreten Pläne: „Ich schaue mich natürlich schon jetzt nach Jobangeboten um, überlege aber noch, wie ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle. Doch ich gehe davon aus, dass ich eine spannende Position finden werde.“

abi>> 11.01.2017