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Masterstudium "Water Management"

Die Wasserexperten von morgen

Trinkwasser ist eine kostbare, überlebensnotwendige Ressource. Umso wichtiger ist es, dass qualifizierte Ingenieure entsprechende Technologien und Lösungen entwickeln, um dem Bedarf einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden. Nina Wittke (28) studiert an der Universität Stuttgart den internationalen Master-Studiengang "Water Resources Engineering and Management" (WAREM) und fühlt sich bestens auf ihre spätere Berufspraxis vorbereitet.

Auf dem Bild ist Wasser zu sehen.

Weltweit wird immer mehr Trinkwasser benötigt. Internationale Master-Studiengänge bilden Ingenieure aus, um dem Bedarf einer wachsenden Weltbevölkerung gerecht zu werden.

Foto: Somieski

Vor ihrem Masterstudium schloss Nina Wittke ihren Bachelor im Fach Maschinenbau ab. Die Bereiche „Abwasserreinigung“ und „Wasseraufbereitung“ waren ihr dort allerdings nicht deutlich genug vertreten. Als Maschinenbauerin würde sie immer in Konkurrenz zu Bauingenieuren mit dem Schwerpunkt Siedlungswasserwirtschaft stehen, dachte sich Nina Wittke und wählte deshalb in diesem Bereich eine weitere Ausbildung. Im Stuttgarter WAREM-Studiengang fand sie die Möglichkeit, sich „ganz breit“ mit Wasser zu beschäftigen; für die 28-Jährige ein „ausschlaggebendes Kriterium“.

Einblicke ins Umweltbewusstsein

Auf dem Bild ist eine junge Frau zu sehen, die eine Schwimmweste trägt.

Nina Wittke

Foto: Privat

Etwa 80 bis 90 Prozent der Studierenden des WAREM-Studiengangs stammen aus dem Ausland. „Fast alle Länder der Welt waren schon bei uns vertreten“, erklärt Silke Wieprecht, Studiengangsleiterin für das konsekutive Master-Programm „Water Resources Engineering and Management“ (WAREM) an der Universität Stuttgart. Unterrichtssprache ist daher auch Englisch. Diese Internationalität war auch für Studentin Nina Wittke ausschlaggebend, sich für den Master zu bewerben. „Ich finde es spannend, Menschen aus der ganzen Welt kennenzulernen. Es wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, Englisch zu sprechen, und gerade mit einem englischen Master hat man später viel mehr Möglichkeiten.“ Auch die Teamarbeit mit Menschen aus anderen Kulturkreisen gefällt ihr. Außerdem könnten die ausländischen und deutschen Studierenden viel voneinander lernen, weiß Silke Wieprecht: „Die ausländischen Studierenden erfahren von uns viel über neue Technologien, Methoden und Ansätze. Sie erhalten außerdem Einblicke in das Umweltbewusstsein der Deutschen.“ Im Gegenzug lernten aber auch die deutschen Studierenden viel; zum Beispiel über den Umgang mit Wasserknappheit und politischen und sozialen Zwängen.

„Wer bei uns studieren möchte, muss einen Bachelor oder gleichwertigen Abschluss in Studiengängen wie Bauingenieurwesen, Maschinenbau oder Umweltschutztechnik vorweisen“, erklärt Silke Wieprecht. Zudem müssen die Studierenden einen TOEFL-Test absolvieren – ein standardisierter Test, bei dem die Sprachkenntnisse von Nicht-Muttersprachlern überprüft werden. Für Nina Wittke ist der internationale Studiengang geradezu ideal für ihre weitere Karriereplanung. „Zum einen vertiefe ich meine Englischkenntnisse, zum anderen ebnet er mir den Weg zur Spezialisierung im Bereich ‚Wasserreinigung‘.“

Technisches Verständnis gefragt

Die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure beschäftigen sich während ihres Studiums intensiv mit dem Thema Wasser, gegliedert in die drei Schwerpunkte „Grundwasser“, „Wasserbau“ sowie „Abwasser und Trinkwassertechnik“. Jeder Student muss davon mindestens zwei Schwerpunkte wählen. Demzufolge beschäftigen sich die Studenten mit der Berechnung mathematischer Programme, mit Grundwasserströmungen oder Wasserverschmutzung, mit dem Bau von Staudämmen und Wehren, aber auch mit Inhalten der Flussmorphologie oder chemischen und mikrobiologischen Zusammenhängen. In den ersten drei Semestern geht es ausschließlich um theoretisches Wissen, das in Vorlesungen vermittelt wird. „Das erste Semester dient zur Vertiefung der Grundlagen. Pflichtfach ist hier für alle ‚Strömungstechnik‘. Man beschäftigt sich mit Strömungsvorgängen und Grundwasserströmungen“, erklärt Nina Wittke. Im vierten und letzten Semester wird die Masterarbeit geschrieben. Darüber hinaus müssen die deutschen Studierenden ein Semester im Ausland verbringen. Nina Wittke geht im kommenden Sommersemester nach Norwegen, wo sie Vorlesungen und Kurse besuchen, aber auch an ihrer Masterarbeit schreiben wird. „Ich habe Norwegen gewählt, weil dort viel im Bereich Wasserbau getan wird, aber auch im Bereich der Wasseraufbereitung“, erklärt die Studentin ihre Entscheidung. In den skandinavischen Ländern sei der Umweltschutz und der Schutz der Ressourcen sehr weit fortgeschritten. Worüber sie ihre Masterarbeit schreiben wird, weiß sie noch nicht genau, aber „es wird auf jeden Fall ein Thema aus dem Bereich ‚Abwassertechnik‘ sein“. Vielleicht etwas über die Nährstoffproblematik in Abwässern. Auch ihren Berufswunsch möchte sie sich noch relativ offen halten: „Mich interessieren insbesondere die unterschiedlichen Methoden zur Nährstoffbeseitigung aus Abwässern. Ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, für eine Firma zu arbeiten, die Geräte zur Wasseraufbereitung herstellt und vertreibt.“

Mehr zu diesem Thema:

Berufsreportage Hydroinformatikerin: "Nah am Wasser"

Hintergrund Trinkwasser: Knappes Gut

Water Management: Studienmöglichkeiten

Adressen und Links

 

 


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