Die Mappe
Für die meisten gestalterischen Studiengänge muss man eine Mappe anfertigen. Darauf sollte man sich rechtzeitig vorbereiten.
Die Mappe für das Wintersemester musste Markus Wiludda (23), der Kunst auf Lehramt studiert (siehe Porträt), an seiner Uni in Dortmund schon im Frühjahr einreichen. Wer also direkt nach dem Abi loslegen will mit dem Kunststudium, der muss schon während der Schulzeit, Werke schaffen. „Wenn man sich einen Monat lang intensiv damit beschäftigt, schafft man es, seine Mappe in dieser Zeit zusammenzustellen“, schätzt Markus.
Vor- und Nachteile
Es gibt zwei Wege, sich auf die Mappe vorzubereiten. Berufsberater Harald Janze, Agentur für Arbeit Köln, erklärt: „Die einen sagen, man soll einfach viel produzieren, üben und dann Rückmeldungen dazu von den präferierten Hochschulen einholen. Die anderen sagen, dass man Mappenkurse besuchen soll.“ Sogenannte Mappenkurse sind Vorbereitungsworkshops, in denen man gezielt an der Erstellung einer Bewerbungsmappe arbeitet. Klaus Heinrich, stellvertretender Kanzler der Kunstakademie Düsseldorf rät von den Mappenkursen ab. „Die Professoren haben einen sehr geschulten Blick und erkennen häufig, dass eine Mappe in einem Kurs gemacht wurde. Sie halten nicht unbedingt viel davon.“
Ob ein Mappenkurs einem hilft oder einen zu sehr in eine bestimmte Richtung drängt, muss aber jeder selbst wissen. Um ein Gefühl dafür zu bekommen, was in die Mappe rein soll und wie die eigenen Arbeiten ankommen, sollte man auf jeden Fall die Mappenberatungen an den Hochschulen in Anspruch nehmen. Dabei lernt man nicht nur, was man selbst noch verbessern kann, sondern auch, ob der angestrebte Studiengang wirklich der richtige ist.

