Fit für die Führungsriege
Aleksandra Szymanski (23) studiert Betriebswirtschaftslehre in Hamburg. Ihre erste Führungsposition hatte sie schon während der Vorlesungszeiten inne, als Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA).
Neben Fachwissen zu Bereichen wie Marketing, Vertrieb oder Rechnungswesen bringen Softskills wie Kommunikations- und Organisationsfähigkeit Pluspunkte beim Berufseinstieg.
Foto: Becker
„Zur Zeit konzentriere ich mich ganz auf die Prüfung“, sagt Aleksandra Szymanski. Sie steht in ihrem siebten Fachsemester, kurz vor dem Bachelor-Abschluss. „Das Studium war sehr abwechslungsreich. In den ersten vier Semestern wurden uns die Grundlagen vermittelt, zum Beispiel zu ökonomischen Prinzipien und betrieblichen Prozessen. Nach und nach konnten wir dann in Spezialbereiche wie Marketing, Finanzen und Versicherungen, Recht der Wirtschaft und Supply Chain Management, auch Lieferkettenmanagement genannt, hineinschnuppern. Auf einen dieser Bereiche mussten wir uns für die letzen beiden Semester festlegen.“ Sie entschied sich für den Schwerpunkt Unternehmensführung. „Das hatte mir schon bei den Einführungsveranstaltungen am meisten zugesagt. Hier kann ich ein Generalistenwissen erwerben, das mir Zugang zu vielen Positionen verschafft.“
Praxisanteile beinhaltet das BWL-Studium an der Universität Hamburg nicht. „Wir haben als Studierende aber die Möglichkeit, uns Zeit für einen Auslandsaufenthalt zu nehmen oder können ein Urlaubssemester einlegen, zum Beispiel, um betriebliche Erfahrungen zu sammeln. Außerdem gibt es ein breites Angebot an begleitenden Veranstaltungen.“ Sie selbst hat einen Kurs in Wirtschaftsenglisch belegt und sich auf besondere Weise engagiert: Bis Mai 2009 vertrat sie als Vorsitzende des AStA die Interessen von rund 36.000 Studierenden.
Verantwortung während des Studiums
Zusammen mit einem Kollegen setzte Aleksandra Szymanski sich für optimale Studienbedingungen ein und stellte sicher, dass Gelder in die richtige Richtung
fließen. „An einer großen Universität ist eine zentrale Interessenvertretung besonders wichtig, damit jeder das bekommt, was er braucht. Dazu zählt zum Beispiel auch die Verwaltung eines sechstelligen Budgets.“ Im Semesterbeitrag der Uni Hamburg ist neben dem Semesterticket und Verwaltungsgebühren ein Beitrag für den AStA und das Studierendenparlament inbegriffen. Zehn Euro pro Kopf fließen pro Halbjahr in jenen Topf, den die Vorsitzende während ihrer Amtszeit verwaltet hat. Mit den Geldern können verschiedene Projekte durchgeführt werden. „Dazu zählen Campusveranstaltungen, viele Onlineangebote und ein umfangreiches Beratungsprogramm für Studierende.“
Wenn der Einsatz die Studentin auch sehr beansprucht hat, eine bessere Vorbereitung für einen Beruf im Bereich Wirtschaft kann man sich kaum wünschen. „Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit und Organisationstalent werden durch Aufgaben wie diese besonders gefördert“, bestätigt Aleksandra Szymanski. „Viele Personalchefs sehen es gerne, wenn Bewerber sich schon früh um verantwortungsvolle Positionen bemühen und soziale Kompetenzen entwickelt haben. Vor allem habe ich dabei festgestellt, wie wertvoll mein Studium ist, zum Beispiel in Hinblick auf Organisationstechniken. Betriebswirtschaftliche Instrumente wie das Prinzip des kürzesten Weges konnte ich bei der Aufgabenverteilung gleich umsetzen.“
Den Master im Blick
Nach ihrem Abschluss im Oktober 2010 möchte Aleksandra Szymanski noch den Master der Betriebswirtschaftslehre machen. „Das Aufbaustudium ist wesentlich forschungsorientierter. Empirisches Arbeiten und methodische Erkenntnisse stehen dann im Vordergrund.“ Auch den Auslandsaufenthalt, für den ihr bislang die Zeit fehlte, möchte sie nun realisieren. „Während meines Studiums habe ich gesehen, dass sich mir viele Möglichkeiten bieten. Ich bin gespannt auf die Erfahrungen, die noch hinzukommen.“






