Breites Umweltwissen
Sanny Merting (31) studiert im dritten Semester Umweltingenieurwesen an der BTU Cottbus. "Der Beruf reizt mich, weil er naturwissenschaftlich und technisch sehr breit und vielfältig ausgelegt ist."
Sanny Merting möchte die Zusammenhänge im ökologischen System besser verstehen.
Foto: Privat
Nach dem Abitur hatte Sanny Merting zunächst eine Ausbildung zu Orthopädiemechanikerin gemacht und einige Zeit gearbeitet – doch das Studium „Umweltingenieurwesen“ reizte sie zu sehr. Die mittlerweile zweifache Mutter nahm also die akademische Ausbildung auf – auch wegen der guten beruflichen Perspektiven.
In den ersten Semestern erwarb sie natürlich ingenieurwissenschaftliche Grundlagenkenntnisse etwa in Verfahrenstechnik. Das Besondere an ihrem Studiengang ist aber, dass auch Inhalte in Biologie, Chemie, Bodenschutz und Wasserwirtschaft vermittelt werden.
Alles greift ineinander
Sanny Merting möchte vor allem die komplexen Zusammenhänge im gesamten ökologischen System verstehen. „Mich interessiert, wie die Faktoren Wasser, Boden und Luft ineinander greifen und sich gegenseitig beeinflussen“, sagt sie. Nicht nur Theorie, auch Labor- und Feldarbeiten stehen auf dem Lehrplan. Im Tertiärwald (ein Wald der, seit dem Erdzeitalter Tertiär besteht) des Spreeauenparks, wo 1995 die Bundesgartenschau stattfand, lernte die künftige Umweltingenieurin Pflanzen und Gehölze aus verschiedenen erdgeschichtlichen Epochen sowie Findlinge aus der Eiszeit kennen. Demnächst steht ein geologisches Praktikum an, in dem sie Locker- und Festgesteine im Tagebau Cottbus Nord kartieren, das heißt die mineralogischen Eigenschaften bestimmen wird.
Neben ihrem Studium zieht die 31-Jährige zwei Töchter (drei und fünf) groß. „Wenn ich von der Uni heimkehre, verbringe ich erst einmal Zeit mit meiner Familie, was ich sehr genieße“, erzählt sie. Abends, wenn ihre Kommilitonen ihre Freizeit genießen, setzt sie sich noch einmal an den Schreibtisch, um zu lernen. „Da ich mir die Zeit teilweise einteilen kann und mich mein Mann im Haushalt unterstützt, ist die Doppelbelastung ganz gut zu bewältigen.“ Nach dem Studium würde sie gern im Landesumweltamt oder in der Forschung arbeiten.





