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Wie läuft ein Bachelorstudium ab?

Die Hochschulreform ist in vollem Gange. Bis zum Jahr 2010 werden voraussichtlich alle Magister- und Diplomstudiengänge auf die Bachelor- und Masterstruktur umgestellt sein. Doch was bedeutet das für die Studierenden von morgen? Wie ist das Studium aufgebaut? Kann man verschiedene Fächer miteinander kombinieren? Und wie hoch sind die Praxisanteile in den neuen Studiengängen? Hier ein Überblick.

1-Fach- und Kombinationsbachelor

Bei den Bachelor-Studiengängen wird zwischen dem 1-Fach-Bachelor und Kombinationsstudiengängen unterscheiden. Kombinationsstudiengänge - auch 2-Fach-Bachelor genannt - bestehen entweder aus einem Kernfach und weiteren Modulangeboten oder aus zwei gleichwertigen Fächern. So ist es zum Beispiel möglich, im Hauptfach Japanologie und im Nebenfach Soziologie zu studieren.

Leistungspunkte sammeln

Beim 1-Fach- wie auch beim Kombinationsbachelor sorgt das ECTS-Modell („European Credit Transfer System") für eine bessere Vergleichbarkeit der erbrachten Studienleistungen: Credit Points (CP) bewerten den Aufwand, der für jede Lehrveranstaltung zu leisten ist. Pro Studienjahr sollen die Studierenden insgesamt 60 Punkte sammeln.

Praxiserfahrung

Leistungspunkte gibt es in manchen Studiengängen auch für Praxiserfahrung. Vor allem in technischen, naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen gehören Pflichtpraktika zum Studium. Aber auch wenn ein Praktikum nicht verpflichtend ist, wird dringend empfohlen, beispielsweise in den Semesterferien Praxisluft zu schnuppern. Auf diese Weise kannst du Erfahrungen sammeln und Berufsmöglichkeiten kennen lernen.

Studium Generale

In vielen Bachelorstudiengängen stehen außerdem die so genannten Soft Skills auf dem Programm. Es gibt beispielsweise Rhetorik-Kurse oder Seminare zum richtigen Verpacken und Präsentieren von Arbeitsergebnissen. Ein besonders innovatives Modell des Studium Generale bietet übrigens die Leuphana Universität Lüneburg ihren Studienanfängern: das Leuphana Semester.

Ausland

Neben der stärkeren Vermittlung von Soft Skills und berufsrelevanten Kenntnissen ist ein weiteres Ziel der Hochschulreform, die Mobilität von Studierenden zu erhöhen. In einigen Studiengängen ist deshalb ein Auslandssemester fest integriert. Aber auch wenn das nicht der Fall ist, haben Studierende die Möglichkeit, einige Zeit an einer Partneruni zu studieren, beispielsweise durch das ERASMUS-Programm. Der beste Zeitpunkt hierfür ist nach dem vierten Semester, wenn bereits eine gute Grundlage besteht, um das Fachstudium im Ausland fortsetzen zu können.

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