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Rubrik Lehrer und Eltern


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Politikwissenschaften

Politik im Visier

Wer wie Ron Lehrer (22) die Rolle des Bundestages im parlamentarischen Regierungssystem analysieren möchte oder sich die Frage stellt, ob das Bundesverfassungsgericht als Hüter der Rechtsstaatlichkeit taugt, ist beim Studium der Politikwissenschaften richtig.

Porträtfoto von Ron Lehrer, der an der Uni Mannheiim Politikwissenschaften studiert.

Ron Lehrer studiert Politikwissenschaften an der Uni Mannheim.

Privat

 „Das politische Geschehen hat mich schon immer interessiert, allerdings wollte ich nie selbst auf der politischen Bühne aktiv werden, sondern eher das Ganze beobachten und auswerten“, beschreibt Ron Lehrer die Motivation für die Wahl seines Studiengangs. Dass es ihn an die Universität Mannheim verschlug, hing mit den Rankings zusammen, in denen die Hochschule stets einen der vorderen Plätze belegt: keine Massenuni, eine Bibliothek, die bis spät abends geöffnet hat, und angegliederte Forschungsinstitute, die sehr gute Möglichkeiten bieten, das Studium als wissenschaftliche Hilfskraft mitzufinanzieren und dabei Forschung hautnah kennenzulernen.  In den Mannheimer Politikwissenschaften werden vier Schwerpunkte unterrichtet: internationale Beziehungen, politische Soziologie, Zeitgeschichte und vergleichende Regierungslehre.

„Ich wusste, dass in Mannheim sehr viel Wert auf Evaluation und Statistik gelegt wird, aber wie sich das genau auf die Studieninhalte auswirkt und darüber hinaus auf potenzielle berufliche Optionen, habe ich erst im Laufe des Studiums erkannt“, räumt der 22-Jährige ein, der in Kürze sein fünftes Semester im Bachelorstudium abschließen wird.

 Analytisches Arbeiten ist gefragt

 Gleich im ersten Semester ging es los mit der Vorlesung „Datenerhebung“, die in die empirische Sozialforschung einführte: Welche Formen der Befragung gibt es? Wie konzipiere ich eine Befragung und wie führe ich sie durch? Diese Fragen stehen neben Methoden der Datenerhebung, Mess- und Auswahlverfahren sowie die Untersuchungsplanung auf der Themenliste ganz oben. „Ich hatte einfach Glück“, urteilt Ron Lehrer im Nachhinein. „Die starke Ausrichtung auf Mathematik und das analytische Arbeiten liegt mir und entspricht auch dem, wie ich später arbeiten möchte“, erklärt er.

 Seine berufliche Zukunft sieht Ron Lehrer nämlich ganz klar im wissenschaftlichen Bereich, etwa in einem Forschungsinstitut oder an der Universität. Jenseits der wissenschaftlichen Tätigkeit findet man Politologen in vielen Berufsfeldern, wie etwa in der politischen Bildung, in den Medien oder in der öffentlichen Verwaltung.

 Bestätigung über ein Praktikum

 Erste Schritte in Richtung seines Berufsziels geht Ron Lehrer mit seinem Nebenjob. Während des Studiums arbeitet er 20 Stunden in der Woche als Hilfskraft am Lehrstuhl für Quantitative Methoden in den Sozialwissenschaften. Unter anderem programmiert er Auswertungssoftware für statistische Modelle: „Das ist sicherlich keine höhere Informatik, aber Auswertungsprogramme sind ein wichtiges Instrument in unserem Studium.“  

 Auch sein Praktikum war auf wissenschaftliches Arbeiten ausgerichtet. Dieses absolvierte er in Tel Aviv in Israel, wo er mithalf, in einem Forschungsinstitut, einem sogenannten „Think Tank“, den Nutzen politischer Lösungen für den Staat zu untersuchen. „Die Arbeitsweise, das Analysieren und Auswerten, macht mir einfach Spaß“, meint er. Bevor er konkrete Berufspläne schmiedet, möchte er noch seinen Master anhängen, vielleicht in England: „Ein englischsprachiges Studium wäre sicherlich ein gute Ergänzung, zumal an vielen Forschungseinrichtungen international ausgerichtete Projekte laufen.“

 

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