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Vorpraktikum

Kreative Fingerfertigkeit

Yvonne Simon (25) stammt aus dem Rheinland und hat gerade an der Fachhochschule Trier ihr Mode-Design-Studium begonnen. Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist ein Vorpraktikum, in dem die Studierenden grundlegende Fertigkeiten wie Nähen und Zeichnen in der Praxis ausprobieren.

Das Foto zeigt eine Frau mit langen blonden Haaren von hinten. Sie hängt eine neu gefertigte Trainingsjacke auf.

Während ihre Praktikums bei einer Modedesingnerin lernte Yvonne Simon viele Materialien und Nähtechniken kennen.

Foto: Vogel

Die Studentin qualifiziert sich für kreative Aufgaben in der Mode-Industrie sowie angrenzende Bereiche. Dass in ihrem Studiengang ein Vorpraktikum verpflichtend ist, hatte sie auf der Website des Fachbereichs erfahren. Die 25-Jährige hat die gesamte Praktikumszeit von insgesamt drei Monaten vor Beginn des Studiums absolviert. „Auf meinen Praktikumsbetrieb bin ich während einer Modenschau an der Fachhochschule aufmerksam geworden“, erzählt Yvonne Simon.

Grundlage des Nähens gelernt

Die Bewerbung verlief unkompliziert: „Ich bin einfach in das Ladengeschäft gegangen und habe mich persönlich vorgestellt.“ In dem kleinen Betrieb einer Designerin, die als Solo-Selbstständige in Trier Damenbekleidung und Accessoires entwirft, herstellt und verkauft, konnte Yvonne Simon vieles selbst ausprobieren. „Ich habe die Grundlagen des Nähens erlernt und verschiedene Materialien und Verarbeitungstechniken kennengelernt“, erzählt sie. Auch beim Verkauf der Mode sowie dem Einkauf der Stoffe war die Studentin mit dabei. „Natürlich konnte ich auch eigene Entwürfe zeichnen“, freut sich die Studentin, die zuvor eine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht hatte. „Es macht viel Spaß, kreativ zu sein.“

Dass sie grundlegende Fertigkeiten wie das Nähen beherrschen muss, ist für die Studentin selbstverständlich. „Als Designerin muss ich in der Lage sein, aus Entwürfen Prototypen herzustellen oder den Näherinnen zumindest genau erklären können, wie die Materialien zu verarbeiten sind.“ Schon für ihre Bewerbung müssen die angehenden Designer eine Mappe mit Zeichnungen und Fotos von Arbeiten einreichen. Durch die praktischen Erfahrungen konnte Yvonne Simon nicht nur die Fingerfertigkeit trainieren. Die Beschäftigung mit den unterschiedlichen Stoffen wirkt sich auch positiv auf das theoretische Lernen aus: „Wir haben zum Beispiel Fächer wie Textiltechnologie. Hier erfahren wir, wie Stoffe aufgebaut und hergestellt werden. Es ist sehr von Vorteil, wenn man bereits genäht hat und mit den Materialien vertraut ist“, betont Yvonne Simon. „Auch im Studium finde ich es wichtig, während der Semesterferien verschiedene Praktika zu machen, um Einblick in unterschiedliche praktische Bereiche, angefangen von der Färberei bis zum Maßatelier, zu bekommen.

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