Wo Historie auf die Zukunft trifft
Wer sich für ein Studium in der ältesten Stadt Deutschlands entscheidet, dem winken angenehme Studienbedingungen, ein internationales Flair und spannende Einblicke in eine Jahrtausend alte Geschichte.
Studieren im Dreiländereck: Trier bietet internationales Flair.
Foto: Presseamt Stadt Trier
Wer Trier hört, der denkt unweigerlich an die Porta Nigra. Das weltbekannte Stadttor ist Triers Wahrzeichen und Teil des UNSESCO Welterbes. Auch das römische Trier, der älteste Dom Deutschlands St. Peter, die Liebfrauenkirche, die Konstantinbasilika und das Amphitheater gehören zum UNESCO Welterbe. Allein diese Tatsache macht deutlich, mit welcher gigantischen Historie man es in der ältesten Stadt Deutschlands zu tun hat. Da passt es, dass die Uni Trier eine der ältesten Universitäten in Rheinland-Pfalz ist.
Mit einem anderen Superlativ kann sich die zweite Hochschule der Stadt schmücken: Die Fachhochschule (FH) Trier ist die größte Fachhochschule des Bundeslandes. Und noch etwas gibt es, das Trier weit über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus bekannt macht: Das Bistum Trier beherbergt das größte deutsche Priesterseminar. Neben seiner beeindruckenden Geschichte bietet Trier auch jede Menge zeitgenössische Highlights: Umschlossen von Hunsrück und Eifel, an Mosel und Weinbergen gelegen, ist die Gegend um Trier eine der malerischsten Deutschlands. Der Sohn Friedrich Schillers sagte einmal über Trier: „Einen solchen Reichtum an landschaftlichen Partien sah ich nie auf einem so kleinen Raum.“ Das – und ein breites Angebot an Kulturveranstaltungen und Ausgehmöglichkeiten macht Trier zu einer beliebten Studentenstadt.
Reizvolle Lage
Trier liegt nur 50 Kilometer von der luxemburgischen Hauptstadt, 80 Kilometer vom saarländischen Saarbrücken und 100 Kilometer von Koblenz entfernt. Auch Belgien und Frankreich sind schnell erreichbar – eine Tatsache, der Trier sein internationales Flair verdankt. Jan-Henning Walker genießt diese Atmosphäre. Dass es ihn zum Lehramtsstudium nach Trier verschlagen hat, freut den Münsteraner: „Entlang der Mosel gibt es tolle Radstrecken und die Nähe zu Luxemburg ist super. Dort gibt es super Konzerte und günstigen Kaffee“ lacht der 23-Jährige.
Der Hochschulstandort Trier
Einwohner: etwa 100.000
Studierende: etwa 20.000
Hochschulen: Fachhochschule Trier und Universität Trier
Studiengebühren: keine Studiengebühren (Ausnahme: erhebliche Überschreitung der Regelstudienzeit und für Aufbaustudiengänge, Weiterbildungsstudiengänge oder Weiterbildungsangebote, sofern kein Studienguthaben mehr vorhanden ist), Semesterbeitrag etwa 210 Euro (inklusive Semesterticket mit dem man alle Busse der Region Trier nutzen und unter anderem nach Köln, Saarbrücken und Igel nahe der Luxemburger Grenze fahren kann)
Miete: Zimmer oder Appartement im Studentenwohnheim zwischen 120 und 220 Euro.
Der einzige Nachteil an einer bei Studierenden beliebten Stadt: Ein Zimmer zu finden ist eine schwierige Angelegenheit. Zwar bewirtschaftet das Studierendenwerk Trier sechs Wohnanlagen mit etwa 1600 Betten, doch diese sind begehrt: „Eine Wartezeit von fünf bis 18 Monaten muss man schon einplanen“ berichtet Bettina Schappo, die beim Studentenwerk für die Zimmervergabe zuständig ist.
Die Wohnungssituation in Trier ist schwierig, bestätigt Jan-Henning Walker. Er ist innerhalb der anderthalb Jahre, die er nun in Trier wohnt, bereits drei Mal umgezogen, weil er oft nur zur Zwischenmiete untergekommen ist. Dafür, so sagt er, stimme aber das Preis-Leistungs-Verhältnis: „Schöne Zimmer in guter Lage, das heißt nahe der Innenstadt, sind günstig zu bekommen.“ Und im Studentenwohnheim gibt es ein Zimmer in einer 2er WG bereits für 120 Euro.
Viele Jobs
Und wer sein Zimmer ohne Hilfe der Eltern finanzieren muss, für den bieten sich in Trier einige Möglichkeiten das Portemonnaie zu füllen. Jan-Henning Walker arbeitet in einem Nachhilfeinstitut. Aber auch in anderen Sparten sind Studierende beliebte Arbeitnehmer: „In der Trierer Gastronomielandschaft findet man relativ schnell einen Job. Diese sind vor allem beliebt, weil sie sich gut mit den Univerpflichtungen vereinbaren lassen“, weiß Thomas Mares vom Career Center, das zusammen mit der Agentur für Arbeit Jobs an Studierende vermittelt. Jan-Henning hat noch einen anderen Tipp: „Beliebt sind auch die Jobs in der Arena – dem Trierer Stadion.“

