service

Rubrik Lehrer und Eltern

studienwahl.de

Studiengangsuche in
studienwahl.de
wie, wo, was?
 
Erweiterte Suche
  • bei Facebook empfehlen
  • bei Twitter empfehlen
  • bei schülerVZ empfehlen
  • bei MySpace empfehlen
Bochum

Kohlenstaub war gestern

Eine hohe Lebensqualität, bezahlbare Mieten und ein riesiges Fächerangebot: Bochum hat knapp 42.000 Studierende, verteilt auf sechs Hochschulen. Daneben wartet die Stadt mit einem breiten Kultur- und Freizeitangebot auf.

Luftaufnahme der Uni Bochum. Es sind Felder, ein Fluss und viel Grün zu sehen.

Das Universitätsgelände aus der Luft: Schön grün und kein Kohlenstaub.

Foto: Stadt Bochum

 

Der Hochschulstandort Bochum

Einwohner: rund 370.000

Studierende: rund 42.000

Hochschulen: vier staatliche (Ruhr-Universität, Hochschule Bochum, Evangelische Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe, Hochschule für Gesundheit) und zwei private Hochschulen (EBZ Business School, Technische Fachhochschule Georg Agricola).

Studiengebühren: an staatlichen Hochschulen keine, nur Semester- und Verwaltungspauschalen (rund 250 Euro pro Semester, inklusive Semesterticket)

Miete: von 183 Euro für ein WG-Zimmer bis 520 Euro für eine eigene Zwei-Zimmer-Wohnung mit knapp 50 Quadratmetern im Wohnheim, privat im Schnitt rund 5,60 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter

 

„Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt …“, sang Herbert Grönemeyer über seine Heimatstadt. Von dem besungenen und vielbeschworenen Kohlenstaub ist heute allerdings nicht mehr viel zu sehen. Aber mit einem hatte Grönemeyer schon damals Recht: Die Stadt ist „viel besser, als man glaubt.“ Das findet auch Professor Martin Sternberg, Präsident der Hochschule Bochum: „Ich merke immer wieder, dass die schwer ausrottbaren Vorurteile bei den hergezogenen Studierenden schnell verschwinden.“ Jurastudent Steffen Walter ist ebenfalls ein Bochum-Fan. Er ist hier aufgewachsen und käme nie auf die Idee, seine Heimatstadt zu verlassen. „Bochum ist eine typische Ruhrgebietsstadt. Die Leute sind herzlich und direkt“, erklärt er seine Heimatliebe. Besonders die Multikulti-Atmosphäre hat es dem 23-Jährigen angetan. Aber auch die zentrale Lage der Stadt mitten im Ruhrpott und die gute Vernetzung schätzen die Bochumer Studierenden: „Man ist ruck-zuck in Dortmund, Essen, Düsseldorf.“

Das Rathaus

Das Rathaus

Foto: Stadt Bochum

Auch wenn der Kohlenstaub verflogen ist, erinnert vieles in Bochum an die Geschichte der Stadt, die sich im 19. Jahrhundert zur Bergbau- und Arbeiterstadt entwickelte. Das empfindet auch Kulturdezernent Michael Townsend als Besonderheit: „Die etwas raue, unprätentiöse Atmosphäre finde ich toll!“ Im Deutschen Bergbaumuseum, einem der meistbesuchten Museen Deutschlands, gewinnt man Eindrücke aus der Zeit des Bergbaus. Die große gussstählerne Glocke vor dem Bochumer Rathaus erinnert daran, dass es in Bochum erstmals gelang, Stahl in Formen zu gießen.

Von der Industrie- und Bergbaustadt hat sich Bochum allerdings längst zur Studentenstadt gewandelt. Ein riesiges Forschungs- und Lehrangebot zeichnet die Studienatmosphäre aus. Die Ruhr-Universität ist mit über 30.000 Studierenden eine der größten Hochschulen Deutschlands und mittlerweile einer von Bochums größten Arbeitgebern. Neben der Uni und der Hochschule Bochum gibt es vier weitere Hochschulen, staatliche und private. Darunter die Hochschule für Gesundheitsberufe und die Technische Fachhochschule, die mit Forschungsschwerpunkten wie Geoingenieurwesen oder Maschinenbau an die Tradition und Geschichte der Bergbau-Stadt anknüpft.

Stadt im Grünen

Entgegen aller Vorurteile ist Bochum eine sehr grüne Stadt. Der Campus der Ruhr-Universität liegt in unmittelbarer Nähe des Kemnader Sees mit Blick ins Grüne. Direkt auf dem Campus befindet sich der Botanische Garten. Das Naherholungsgebiet rund um den Kemnader Stausee ist auch für Architekturstudent Florian Paetzold (26) immer einen Ausflug wert: „Als Schleswig-Holsteiner zieht es mich natürlich ans Wasser.“

Bei der Wohnungssuche hatte der 26-Jährige keine Probleme, als er aus Lübeck nach Bochum kam. „Ich bin kein WG-Typ, deswegen habe ich direkt nach einer bezahlbaren Ein-Zimmer-Wohnung gesucht.“ Er fand sie innerhalb eines Wochenendes zu einem bezahlbaren Preis. Wohnungen um die 30 Quadratmeter sind in Bochum schon für circa 300-350 Euro Warmmiete zu ergattern. Mittlerweile ist der angehende Architekt, der nebenbei in einem Architekturbüro jobbt, mit seiner Freundin zusammengezogen. „Wir haben eine tolle Wohnung mitten in der Stadt gefunden und zahlen gerade mal 5,50 Euro pro Quadratmeter Kaltmiete.“ Noch günstiger wohnt man in einem der zahlreichen Studentenwohnheime des Akademischen Förderwerks oder anderer Betreiber. Ein WG-Zimmer bekommt man dort schon ab 183 Euro.

„Bei der Nebenjobsuche ist in Bochum Eigeninitiative gefragt“, erklärt Friedgard Kreidt von der Agentur für Arbeit. Die Studierenden fragen die Berufsberaterin häufig nach einer Jobvermittlung. Allerdings kann sie sie nur auf andere Jobbörsen und Aushänge verweisen. „Man muss sich eben zu helfen wissen“, meint sie. Eine gute Möglichkeit ist die Gastronomie: Bochum hat im sogenannten Bermudadreieck eine sehr hohe Kneipendichte. In dem kleinen Areal tummeln sich über 80 Kneipen, Restaurants und Bars.

Mehr zu diesem Thema:


News RSS-Feeds abonnieren (Öffnet sich in neuem Fenster)

Du willst Manager eines Krankenhauses werden?

Jetzt online beantragen in Hessen

Events

Studieren in den Niederlanden

YOU

Veranstaltungsübersicht

YOU Jugendmesse