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Hamburg

Perle zwischen Alster und Elbe

"Und da bei euch im Süden von der Elbe, da ist das Leben nicht dasselbe" singt die Hip-Hop-Band Absolute Beginner über ihr Hamburg. Sie drücken aus was viele denken: In Sachen Lebensqualität ist die Hansestadt kaum zu toppen. Mit 18 staatlichen und privaten Bildungseinrichtungen ist die Auswahl an Hochschulen ebenfalls beachtlich.

Der hafen von Hamburg. Im Vordergrund ist ein Segelschiff zu sehen.

Hamburg ist berühmt für seinen Hafen.

Foto: www.mediaserver.hamburg.de, C. Spahrbier

„Hamburg, meine Perle“ heißt eine Gruppe im sozialen Netzwerk StudiVZ und ihre mehr als 42.000 Mitglieder können sich nicht täuschen: Hamburg ist ein echtes Schmuckstück unter Deutschlands Großstädten. Die Hansestadt ist ein Mekka der Kulturschaffenden und Kreativszene. Große Verlage wie Gruner und Jahr sowie Plattenlabel wie Grand Hotel van Cleef sind hier angesiedelt. Und Hamburg ist Gegenstand zahlreicher Songs, nicht nur die Absolute Beginners besingen die Hansestadt: Wer erst einmal den Song „Landungsbrücken raus“ der Band Kettcar gehört hat, weiß, dass es kaum eine schönere Stadt als Hamburg geben kann.

Wetter, Bildung und Kultur

Gründe für das Studium in die zweitgrößte Stadt Deutschlands zu kommen, gibt es sicherlich viele: Nicht zuletzt bietet die Stadt mit ihrer herrlichen Lage an Elbe und Alster, mit ihrer Nähe zum Meer, dem berühmten Schanzenviertel, dem bekannten Thalia-Theater, der Reeperbahn, dem Fischmarkt und dem Hafen (der der größte deutsche und zweitgrößte Binnenhafen Europas ist) ihren Bewohnern ein Höchstmaß an Lebensqualität. Hamburg hat viele Gesichter. Nicht umsonst wird die Stadt oft als Tor zur Welt bezeichnet.

BWL-Student Marc Lüders, gebürtiger Hanseat und Student an der Uni Hamburg, drückt es so aus: „Aus Hamburg will keiner so schnell wieder weg.“ Und auch Professor Doktor Dieter Lenzen, Präsident der Universität Hamburg, schwärmt vom internationalen und weltoffenen Flair: „Hier können junge Leute bereits während des Studiums wichtige Kontakte in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur knüpfen.“ Und das alte Klischee von der Schlecht-Wetter-Stadt? Kann man getrost vergessen: Hamburg gilt in Wahrheit als eine der niederschlagärmsten Städte Deutschlands. Na bitte! Ein Studium in der Hansestadt bedeutet aber nicht nur ein exzellentes Freizeitvergnügen, sondern auch eine große fachliche Auswahl. Die Bildungslandschaft Hamburgs ist mindestens ebenso groß wie das Angebot an kulturellen und sportlichen Veranstaltungen: 18 Hochschulen sind in der 1,8 Millionen-Stadt angesiedelt; davon zehn in staatlicher bzw. in kirchlicher und acht in privater Trägerschaft. Zu nennen ist hier etwa neben der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Technischen Universität Hamburg-Harburg, der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und Theater auch die Bucerius Law School, eine der wenigen privaten Universitäten in Deutschland.

Beliebte Stadt = schwierige Wohnungssuche

Diese alte Gleichung dürfte bereits vielen Neu-Hamburgern Kopfzerbrechen bereitet haben: Wie in jeder beliebten Großstadt gilt auch in der Hansestadt: „Wer hier auf Wohnungssuche geht, sollte etwas Zeit mitbringen.“ Marc Lüders kennt sich aus: „Vor allem eine Wohnung in einem angesagten Viertel wie der Schanze, Eppendorf, Eimsbüttel, Neustadt, Altona oder Ottensen zu finden, kann sehr schwierig sein.“ Und Wohnen in Hamburg ist zugegebenermaßen teuer. „Gerade im Schanzen- oder Karolinenviertel muss man einiges bezahlen“, weiß Ralf Meyer, Theologie-Doktorand an der Uni Hamburg. Der Quadratmeterpreis in der Hansestadt ist mit durchschnittlich 6,78 Euro Kaltmiete nicht ohne. Teuer ist auch das Wohnen im Uni-Viertel Grindel: „Dort gibt es ein reiches Kulturangebot, gleichzeitig sind die Mieten fast unbezahlbar.“ Sein Tipp: „Auf der Veddel kann man gut und vor allem günstig unterkommen.“ Man kann sich aber auch um einen Platz in einem der 21 Wohnheime bewerben, die das Hamburger Studentenwerk betreibt.

Ein kleiner Trost immerhin bleibt: Auf Grund der guten Jobmöglichkeiten besteht die Chance, sich die Miete zu verdienen: „Die Nebenjobsituation ist in Hamburg relativ angenehm“, meint Marc Lüders. Der gebürtige Hamburger legt angehenden Erstsemestern vor allem nahe, sich bei einer großen Werbeagentur oder bei großen ortsansässigen Unternehmen zu bewerben.

Gute Jobmöglichkeiten

Und auch Alexander Busenbender von der Agentur für Arbeit beurteilt die Lage ähnlich:„In Hamburg gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, Nebenjobs für wenige Tage zu finden oder als studentische Hilfskraft für die Dauer des ganzen Semesters zu arbeiten.“ Seine Abteilung vermittelt vor allem Stellen im kaufmännischen Bereich, Servicekräfte, Babysitter und Haushaltshilfen. Gesucht werden außerdem Hilfen bei der Hausaufgabenbetreuung, bei der Altenpflege und Aushilfen bei der Hamburg-Messe.

Der Hochschulstandort Hamburg

Einwohner: 1,8 Millionen

Studierende: zirka 63.000 an den staatlichen Hochschulen

Hochschulen: 18 Hochschulen (neun staatliche, eine kirchliche und acht private)

Studiengebühren: seit dem Wintersemester 2008/09 375 Euro plus 50 Euro Verwaltungskostenbeitrag an den staatlichen Hochschulen

Miete: im Studentenwohnheim je nach Lage ab 210 Euro in einem Einzelzimmer (inkl. Nebenkosten wie Heizung, Strom, Wasser), es gibt auch spezielle Mutter-Kind-Wohnheime, der durchschnittliche Quadratmeterpreis Kaltmiete für eine Privatwohnung beträgt 6,78 Euro

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