Die Grande-Dame der Hochschulen
38.000 Studenten, über 4.000 Wissenschaftler: Die Uni Hamburg ist ein Schwergewicht unter Deutschlands Hochschulen.
Die Uni Hamburg ist mit 38.000 Studenten eine der größten in Deutschland.
Foto: Jasmin Marla Dichant
Mit den Studierenden der Uni Hamburg könnte man eine komplette Kleinstadt bestücken. Rund 38.000 sind dort derzeit eingeschrieben. Damit ist die Uni eine der größten in Deutschland. Hinzu kommen rund 4.100 Wissenschaftler und rund 5.500 Mitarbeiter in Technik, Bibliotheken, Labors, Krankenversorgung und Verwaltung. Unterrichtet werden die Studierenden in 150 verschiedenen Gebäuden, die sich über die ganze Stadt verteilen. Als Mittelpunkt der Uni gelten jedoch der Campus Von-Melle-Park und der Stadtteil Eimsbüttel.
Ihren Betrieb nahm die Uni am 28. März 1919 auf. Damals studierten 1.729 Studenten an der „Hamburgischen Universität“. Ihre Gründung geht zurück auf den Beschluss der ersten demokratisch gewählten Hamburgischen Bürgerschaft und wurde am 1. April 1919 im „Amtsblatt“ der Freien und Hansestadt Hamburg festgehalten.
Fast 150 Fächer
Heute sind sechs Fakultäten an der Universität Hamburg untergebracht: Rechtswissenschaft, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Medizin, Erziehungswissenschaft, Psychologie und Bewegungswissenschaft, Geisteswissenschaften sowie Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften. Unterrichtet werden fast 150 Fächer. Das Spektrum ist breit: Von Klassikern wie Anglistik, Geographie, Betriebswirtschaftslehre und Psychologie bis hin zu exotischen Fächern wie Gebärdensprache, Afrikanische Sprachen und Kulturen, Internationale Kriminologie, Finnougristik/Uralistik und Sprachen und Kulturen der Länder des indischen Subkontinents und Tibets.
Allerdings ist es nicht ganz einfach, einen Studienplatz zu bekommen. Zum Wintersemester 2010/11 werden alle Studiengänge der Uni zulassungsbeschränkt sein. Gibt es also mehr Bewerberinnen und Bewerber als Studienplätze, wird eine Auswahl erforderlich, so werden nach Abzug der Vorabquoten 90 Prozent der Studienplätze nach Abi-Note und zehn Prozent Studienplätze nach Wartezeit vergeben werden. Für bundesweit zulassungsbeschränkte Fächer wie etwa Medizin erfolgt die Vergabe nach wie vor über die Stiftung hochschultstart.de, der Nachfolgeeinrichtung der ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen).
Ebenso zahlreich wie die unterrichteten Fächer sind die Kooperationspartnerschaften, die die Universität Hamburg mit Hochschulen im Ausland pflegt, und die es den Studenten ermöglichen ein oder zwei Semester fremde Universitätsluft zu schnuppern: Von Bordeaux bis Belgrad, von St. Petersburg bis Baltimore und Südafrika – der Studierende hat die Qual der Wahl. Die Hansestadt ist auch ein beliebtes Ziel von ausländischen Studierenden. Knapp 5.000 junge Menschen aus über 100 Ländern sind derzeit an der Universität eingeschrieben und sorgen so für ein internationales Flair.
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