Das Fächerspektrum der Universität Bremen glänzt durch Vielfalt: Es erstreckt sich von den Naturwissenschaften über die Musikwissenschaften und die Ingenieurdisziplinen bis zu den Gesellschafts- und Sozialwissenschaften. Im Angebot sind die Geowissenschaften ebenso wie Computational Material Science, International Relations oder Philosophie, aber auch Information and Automation Engineering und Technomathematik.
Unter den Top Ten
Die Fachbereiche Erziehungs- und Bildungs- sowie Sozialwissenschaften verzeichneten 2011 knapp die meisten Studierenden, gefolgt von Sprach- und Kulturwissenschaften. Inzwischen gehört die Universität Bremen zu den elf Exzellenzuniversitäten in Deutschland. Die Universität Bremen hat sich im Juni 2012 mit ihrem gesamtuniversitären Zukunftskonzept „Ambitioniert und Agil“ durchgesetzt. Möglich wurde dies, weil das meereswissenschaftliche Exzellenzcluster „The Ocean in the Earth System – MARUM“ und die sozialwissenschaftliche Graduiertenschule „Bremen International Graduate School of Social Sciences“ (BIGSSS) mit ihren Verlängerungsanträgen erfolgreich waren.
Experimentierfreude und Flexibilität: Das sind nur zwei Kernwerte, die Studierende in Bremen mitbekommen sollen. Hier werden sie im Idealfall nicht nur Meister ihres Fachs, sondern erwerben auch Schlüsselqualifikationen: „Gelernt wird etwa, komplexe Sachverhalte allgemeinverständlich umzusetzen, in Teams zu arbeiten oder Präsentationstechniken anzuwenden“, betont Uni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Bernd Scholz-Reiter.
Kulturwissenschaftsstudentin Katja Perlinger* schätzt den freien Geist und das unabhängige Denken ihrer Hochschullehrer: Hier sei niemand ideologisch verbrämt, „keiner der Professoren und Dozenten versucht, deine Meinung zu beeinflussen.“
Das ist sicher auch dem Modell der Uni geschuldet: 1971 als Reformhochschule gegründet, verkörperte die Uni gleich und für viele Jahre das so genannte „Bremer Modell“. Forciert wurden schon damals Kernwerte: Interdisziplinarität, forschendes Lernen in Projekten, Praxisorientierung und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft.
Mit Zukunftspotenzial
„Hinzu kommen heute Internationalisierung, Nachwuchsförderung in strukturierten Graduiertenprogrammen, die Gleichstellung der Geschlechter und ein Selbstverständnis als ‚lernende Institution’“, beschreibt Uni-Rektor Scholz-Reiter die Zukunftsorientierung seiner Hochschule. Bremen gilt als ein Standort mit Zukunftspotenzial: „Disziplinen wie die Geowissenschaften sind in Bremen hoch im Kurs – wer dabei ist, hat durchaus Chancen, mal an einer Expedition auf einem Forschungsschiff teilzunehmen“, sagt Detlef Stüwe von der Arbeitsagentur.
Mehr als 400 Kooperationsbeziehungen in alle Welt gibt es, derzeit vor allem innerhalb Europas. „Unsere Schwerpunkte beim Ausbau der internationalen Beziehungen sind USA und Kanada, China, das südliche Afrika und die Türkei“, sagt Bernd Scholz-Reiter „Als Exzellenzuniversität wollen wir gezielt Kompetenzgewinne für die Wissenschaft sowie Austausch und Kooperation mit den besten Partnern weltweit ermöglichen.“ Studierende anderer Nationalitäten fördern die Bremer mit einem Mentorenprogramm: „KOMPASS“ ist ein auf den jeweiligen Studienplatz zugeschnittenes Betreuungsprogramm, das internationalen Studierenden an der Uni soziale und fachliche Orientierung bietet. Das gefiel auch dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD): Er hob KOMPASS bundesweit als „Best-Practice-Modell“ hervor.
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