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Hochschulpanorama Berlin

Tausendsassa mit Tradition

Deutschlands Hauptstadt ist ein überaus begehrter Studienort. Berlin bietet Hochschulen und Forschungsinstitute von Weltrang, Kultur und Kunst, zahllose Clubs, Cafés und Bars — und Historie. Wer kommt, sollte das Große mögen.

Brandenburger Tor bei Nacht. Samtblauer Himmerl. Das Bauwerk ist beleuchtet.

Das wohl berühmteste Wahrzeichen der Hauptstadt: Das Brandenburger Tor, Schauplatz vieler Großveranstaltungen und Anziehungspunkt für Touristen.

Foto: Land Berlin/Thie

Der Hochschulstandort Berlin

Einwohner: rund 3,4 Millionen

Studierende: rund 147.000 (16 Prozent aus dem Ausland)

Hochschulen: 14 staatliche (Humboldt-Universität, Freie Universität, Technische Universität, Universität der Künste, Hochschule für Technik und Wirtschaft, Alice Salomon-Hochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Evangelische Fachhochschule, Katholische Hochschule für Sozialwesen, Hochschule für Wirtschaft und Recht, Kunst-Hochschule Berlin-Weißensee, Hochschule für Musik Hanns Eisler, Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch, BEUTH Hochschule für Technik, Charité-Universitätsmedizin von FU/HU) und 19 private Hochschulen

Studiengebühren an staatlichen Hochschulen:  nein, nur Semester- und Verwaltungspauschalen (rund 240 EUR pro Semester, inklusive Semesterticket)

Miete: etwa 99 bis 345 Euro im Wohnheim (rund 10.000 Plätze in vom Studentenwerk betriebenen Wohnheimen), privat im Schnitt rund 7,60 Euro Warmmiete pro Quadratmeter

Berlin ist gefragt. Touristen fallen regelrecht in die Stadt ein – und dennoch nur punktuell auf, etwa durch die lange Reihe geparkter Reisebusse in der Prachtstraße „Unter den Linden“. Denn Berlin bedeutet auch Zerstreuung: Die deutsche Hauptstadt ist mit rund 890 Quadratkilometern die flächengrößte Stadt Deutschlands. Sie hat 3,4 Millionen Einwohner und ist nach Paris und London eine der meistbesuchten Metropolen Europas.

Wer hier arbeitet, studiert und forscht, kann günstig und individuell leben. Berlin gilt als modern, liberal und kosmopolitisch. Menschen aus rund 190 Staaten leben in den zwölf Stadtbezirken. Und nicht zuletzt ist Berlin Hauptstadt: Deutschlands Regierungsgeschäfte werden von hier aus abgewickelt.

Blühende Hochschullandschaft

In punkto Erlebniswert ist Berlin schwer zu toppen. Wer in die Stadt eintaucht, erlebt trotz aller Weite eine hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten: Reichstag, Bundeskanzleramt, Brandenburger Tor und Schloss Bellevue sind nur einige der vielen berühmten Beispiele. „Berlin ist sicher für viele Studierende der attraktivste Platz in Deutschland“, sagt Professor Dr. Jürgen Zöllner, Berlins Senator für Bildung, Wissenschaft und Forschung: „Die Studierenden kommen aus der ganzen Welt nach Berlin.“ Rund 29.000 Studienanfänger hat das Land Berlin im Jahr 2010 aufgenommen. Im Jahr 2006 waren es noch 20.000.

Keine andere deutsche Stadt hat eine so umfangreiche Hochschul- und Forschungslandschaft: 147.000 Studierende sind an den Hochschulen eingeschrieben, der Großteil von ihnen an den vier staatlichen Universitäten und acht staatlichen Fachhochschulen. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Studierende die an einer privaten Hochschule studieren, beispielsweise an der Hertie School of Gouvernance, die drei weiterführende Studienprogramme anbietet und der Steinbeis-Hochschule, die sich auf duale Studiengänge spezialisiert hat. Wer nach Berlin kommt, sollte das Großstadtstudium mögen. Schon die Charitè besteht aus vier Campi, zwischen den Vorlesungen ist also U-Bahn fahren angesagt.

Zuwanderungsstadt war Berlin schon immer. 1244 erstmals urkundlich erwähnt, diente die Stadt schon früh als Verkehrsknotenpunkt zwischen Ost und West und gewann rasch an Einwohnern. Verschiedene Monarchen, darunter die Hohenzollern, die Preußen und Kaiser Wilhelm I., prägten Berlin, das bereits Anfang des 19. Jahrhunderts unter Friedrich Wilhelm IV. zu einer der bedeutendsten Industriestädte Europas wurde. 1945 wurde die Stadt geteilt, erst 44 Jahre später mit dem Fall der Mauer wieder vereint.

Kluge Köpfe als Wirtschaftsfaktor

Berlin hat einen schwierigen Strukturwandel bewältigt und seit Jahren hohe Wachstumsraten. Auch die Arbeitslosigkeit ist gesunken. Die Hauptstadtregion verfügt über eine einmalige Wissenslandschaft. Kluge Köpfe entwickeln Ideen und Produkte für den Weltmarkt. „In Berlin forschen, arbeiten, studieren und lehren rund 200.000 Menschen. Wissenschaft ist daher ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor“, bestätigt auch Harald Wolf, Berlins Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Technologie und Frauen. Zu den vier Universitäten und acht Hochschulen kommen rund 70 außeruniversitäre Forschungsinstitute. Wichtige Branchen für die Entwicklung der Region sind Gesundheitswirtschaft, Energietechnik, Verkehr und Logistik, Medien und Kreativwirtschaft, Mikrosystemtechnik und Tourismus.

„Der Jobmarkt für Studierende ist in einer Stadt mit hoher Arbeitslosigkeit und vielen Studierenden naturgemäß eng“, räumt Michail Ntomproudis vom Team „Akademische Berufe“ der Arbeitsagentur Berlin-Mitte ein. Dafür gibt es unzählige Möglichkeiten für Studentenjobs – unzählige Unternehmen haben einen Sitz in Berlin.

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