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Schritt für Schritt zum BAföG

Verschiedene Münzen nebeneinander aufgestapelt
Bis zu 735 Euro im Monat können Studierende aktuell durch BAföG bekommen.
Foto: Martin Rehm

Studienfinanzierung – FAQ

Schritt für Schritt zum BAföG

Die wichtigsten Fragen und Antworten rund um den BAföG-Antrag klärt abi>> für dich.

Woher bekomme ich den Antrag?

Der Antrag besteht aus mehreren Formblättern. Die bekommst du bei den Ämtern für Ausbildungsförderung an deiner Hochschule oder im Internet unter www.bafoeg.de. Kontaktdaten der BAföG-Ämter findest du hier 

Wer kann BAföG beantragen?

„Ich bekomme ja eh nichts!“ – das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Ob man berechtigt ist, wird mithilfe eines komplizierten Schlüssels errechnet. Deshalb sind Online-Rechner nicht unbedingt aussagekräftig. Nur persönliche Beratung und der Antrag an sich können den Anspruch klären. Nur Mut!

Wonach richtet sich der Anspruch?

Bei der Berechnung des BAföGs ist unter anderem die persönliche Vermögen zum Zeitpunkt der Antragsstellung entscheidend. Der Freibetrag für den Studierenden selbst beträgt 7.500 Euro. Der Kontoauszug muss aber aktuell sein. Auch das eigene Auto wird mit vollem Wert angerechnet sowie Bausparverträge und Geldanlagen, die auf den eigenen Namen laufen. Bei größeren Anschaffungen vor Antragsstellung muss der Beleg aufgehoben werden. Übrigens nützt es nichts, Vermögen auf Dritte, zum Beispiel die Eltern, zu übertragen, wenn du dafür keine Gegenleistung erhalten hast – es wird trotzdem in vollem Umfang angerechnet. Neben dem eigenen Vermögen wird aber vor allem das Einkommen der Eltern zugrunde gelegt. Hier ist entscheidend, wie hoch das Jahreseinkommen der Eltern zwei Jahre vor Antragsstellung war.

Wie hoch ist das BAföG?

Mit bis zu maximal 735 Euro im Monat fördert der Staat Studierende aktuell.

Was muss ich im Antrag angeben?

In den Formblättern werden Angaben über die eigene Person, die Eltern und die Geschwister, zum Studium, zur Wohnsituation und zum eigenen Einkommen abgefragt. Verlangt wird zudem eine Studienbescheinigung nach §9 BAföG: Die bekommst du von deiner Hochschule mit den Semesterunterlagen zugeschickt.

Wann kann ich mit dem Ausfüllen beginnen?

Du solltest schon vor Zusage des Studienplatzes anfangen. So hast du ausreichend Zeit, Unterlagen und Belege zu organisieren, etwa eine Bescheinigung zum Einkommen der Eltern. Entscheidend ist das Einkommen aus dem vorletzten Kalenderjahr vor der Antragstellung. Auch Schul- oder Ausbildungsbescheinigungen von Geschwistern kannst du bereits vor Studienbeginn anfordern.

Ab wann wird das Geld ausgezahlt?

Die Auszahlung erfolgt nicht rückwirkend ab Studienbeginn, sondern frühestens ab dem Monat der Antragstellung. Dabei zählt der Tag, an dem der Antrag beim Amt eingeht, nicht der des Herunterladens oder des Abholens der Formblätter. Die reine Bearbeitungszeit beim Amt kann mehrere Monate beanspruchen.

Für wie lange wird BAföG bewilligt?

In der Regel wird BAföG für ein Jahr bewilligt und jedes Jahr, nach Einreichen des Weiterförderungsantrages, neu berechnet.

Wie funktioniert die Rückzahlung?

Egal, wie hoch und wie lange du BAföG bekommen hast: Du musst nicht mehr als 10.000 Euro an Staatsdarlehen zurückzahlen. Auch die sonstigen Konditionen sind sehr vorteilhaft: Die Rückzahlung beginnt frühestens fünf Jahre nach der Förderung in kleinen Raten à 105 Euro monatlich. Auch das ist einkommensabhängig. Kann die Summe auf einmal gezahlt werden, erhält man einen Teilerlass – je höher der Betrag ist, desto höher ist der Erlass, maximal jedoch 50,5 Prozent.

abi>> 11.09.2017