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Nebenjob

Zwischen Vorlesung und Firma

Zwei Nebenjobs, die zu seinem Bachelorstudiengang "Technische Informatik" an der Fachhochschule Flensburg passen: Dennis Schütt (23) arbeitet zum einen als Programmierer in einer Softwarefirma, zum anderen unterstützt er hochschulintern als Tutor andere Informatikstudierende.

Dennis Schütt sitzt in einem Arbeitszimmer vor einem Computerbildschirm.

Dennis Schütt an seinem Arbeitsplatz. Er programmiert für eine Softwarefirma.

Foto: Privat

Weil er in der Entwicklung und Produktion von Hard- und Software seine Zukunft sieht, entschied sich Dennis Schütt für den siebensemestrigen Bachelorstudiengang „Technische Informatik“ an der Fachhochschule Flensburg. Auf dem Stundenplan des 23-Jährigen, der inzwischen im sechsten Semester ist, standen neben Programmieren, Mathematik und Rechnerarchitektur auch Themen wie Digital-, Elektro- und Regelungstechnik, Rechnerorganisation und Betriebssysteme oder Netzwerk-Administration. In einer der Vorlesungen fand Dennis Schütt den passenden Nebenjob zu seinem Studiengang: Der Professor fragte, wer an einem externen Projekt in einer Programmierfirma mitarbeiten wolle. Für den Studenten die perfekte Gelegenheit, sein BAföG aufzubessern und zugleich Praxiserfahrung zu sammeln.

Lücken im Vorlesungsplan füllen

„Ein Kommilitone und ich haben gleich bei der Firma angerufen. Nach einem kurzen Vorstellungstermin haben wir den Job bekommen“, erinnert er sich. Im Projektgespräch wurde die Aufgabenstellung erörtert: Ein Programm entwerfen, mit dem es möglich ist, mehr als 4.000 Kontaktdaten komfortabel von einer älteren Verwaltungssoftware in ein gängiges Organizerprogramm einzupflegen. Die Arbeitszeit kann Dennis Schütt sich frei einteilen: „Ich achte immer darauf, dass die Lücken im Vorlesungsplan gefüllt sind. Das ist meist morgens oder am späten Nachmittag der Fall.“ So arbeitet der angehende Informatiker drei Mal pro Woche jeweils zwei bis drei Stunden; für den Mini-Job gibt es zehn Euro pro Stunde.

In einem zweiten Nebenjob unterstützt Dennis Schütt Studienanfänger im Studiengang „Angewandte Informatik“ an der FH Flensburg: Die Vorlesungen aus den Bereichen Elektrotechnik, Digital- und Kommunikationstechnik sowie Informatik werden von Labor-Modulen mit passenden Aufgabenstellungen begleitet. Diese Labore betreut er als Tutor. „Dabei geht es vor allem darum, Fragen der Studierenden zu beantworten, Hilfestellungen zu geben und auf ihren Programmierstil zu achten“, erklärt er.

Studium und Jobs unter einen Hut zu bekommen, sieht Dennis Schütt als eine Sache der richtigen Organisation. Im Zweifelsfall habe das Studium aber auf jeden Fall Vorrang, etwa in der Klausurenzeit. „Dann kann ich kürzer treten“, sagt er. Auf der anderen Seite profitiere er sehr von den praktischen Aufgabenstellungen, vor allem in der Programmierfirma. „Mir hat die Arbeit schon sehr viel gebracht, da Kenntnisse abverlangt werden, die in dieser Form in keiner Vorlesung gelehrt werden.“ Für die Zeit nach dem Bachelor hat der 23-Jährige auch schon einen Plan: Auf jeden Fall will er einen passenden Masterstudiengang anhängen.

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