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Rubrik Lehrer und Eltern


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Masterstudium in Europa

Abenteuer Ausland

"Mit einem Auslandsstudium habe ich bessere Karrierechancen": Dieser Gedanke beschäftigt viele Studierende. Da Bachelorstudiengänge allerdings häufig sehr straff strukturiert sind, nutzen viele Masterstudierende die Chance, eine Zeitlang im Ausland zu lernen.

Junger Mann und junge Frau; Schriftzug "Master of Arts"

Bereits jeder dritte Masterstudierende hat Erfahrungen im Ausland gesammelt

Foto: KonzeptQuartier

„Viele deutsche Studierende beschäftigen sich inzwischen mit der Frage, wie sie einen Auslandsaufenthalt am besten ins Studium integrieren können", sagt Dr. Ulrich Heublein, Projektleiter bei der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS). Im Auftrag des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) hat er sich mit der Mobilität deutscher Studierender befasst. Ein Ergebnis dieser Untersuchung: Jeder dritte Masterstudierende hat Studienerfahrungen im Ausland gesammelt. „Es ist davon auszugehen, dass von den betreffenden Studierenden die meisten zwischen dem Bachelor- und Masterstudium ins Ausland gehen oder während des Masters", berichtet Ulrich Heublein. Der Hintergrund: Ein oder sogar zwei Auslandssemester ins straff organisierte Bachelorstudium zu integrieren, sei nicht immer möglich.

Lieblingsland Frankreich

Bei der Wahl des Gastlandes haben die Studierenden deutliche Vorlieben: Laut DAAD haben etwa die Bewerbungen für Jahresstipendien zum Masterstudium 2008/09 in Großbritannien und Frankreich überproportional zugenommen. Diese Länderinteressen zeigen sich auch bei den studienbezogenen Auslandsaufenthalten insgesamt. Nach HIS-Informationen waren die Lieblingsländer 2007 Frankreich, Großbritannien und die USA, gefolgt von Spanien und Italien.

Um die Attraktivität der europäischen Hochschulen weiter zu steigern, hat die EU das „Erasmus Mundus"-Programm auf den Weg gebracht. Besonderheit des Programms: Die Kurse jedes dieser Studienangebote finden an mindestens zwei europäischen Hochschulen statt und der Abschluss beinhaltet einen doppelten oder mehrfachen akademischen Grad. Das Spektrum der Studienmöglichkeiten ist breit gefächert: angefangen bei naturwissenschaftlichen bis hin zu sozialwissenschaftlichen Studiengängen. „Überlegungen, einen Master im Ausland zu machen, sind bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften und den Sprach- und Kulturwissenschaften vergleichsweise häufig anzutreffen", informiert Dr. Heublein vom HIS.

Damit die Zeit im Ausland ein Erfolg wird, sollte man sich über verschiedene Dinge klar sein. So erfordert es etwa viel Konsequenz und Disziplin, seinen Abschluss in einer Fremdsprache zu bestehen. Der nächste Punkt ist der Trennungsschmerz: Manchmal merkt man erst wie sehr einem der Partner oder die Partnerin, Eltern und Freunde fehlen, wenn man weit weg ist. Um einen Studienabbruch zu vermeiden, sollte man also seine Persönlichkeit und seine Möglichkeiten realistisch einschätzen.  

Mehr Möglichkeiten

Neben den EU-Studiengängen gibt es natürlich auch die Möglichkeit, an einer deutschen Hochschule einen international ausgerichteten Studiengang zu wählen, in den bereits ein oder zwei Auslandssemester integriert sind. Einige dieser Masterangebote führen ebenfalls zu einem Doppelabschluss, also einem Master in Deutschland sowie in dem Land, in dem sich die Partneruni befindet. „Ich kann mir gut vorstellen, dass viele deutsche Hochschulen zusammen mit ausländischen Partner-Hochschulen Masterprogramme entwickeln, die zu einem Doppel-Master (wie früher Doppel-Diplom) führen", sagt die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Professorin Dr. Margret Wintermantel. Parallel dazu sei es notwendig, anerkannte Auslandssemester in die regulären Studienprogramme zu integrieren. „Beides sind Wege, einer möglichst großen Zahl deutscher Studierender internationale Erfahrungen zu ermöglichen." Denn Professorin Wintermantel ist sich sicher: „Das Interesse der Studierenden, insbesondere den Master im Ausland zu machen, wird weiter steigen." Im Hinblick auf künftige Arbeitsmarktchancen ist beispielsweise der generalistisch ausgerichtete „Master of Business Administration" (MBA) sehr beliebt. Er bereitet auf Führungsaufgaben vor und setzt einige Jahre praktische Erfahrungen im Beruf voraus.

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