Hochschul-Luft schnuppern
Wie sieht der Alltag an der Hochschule aus? Wie hoch sind die Anforderungen im Studium? Soll es Jura oder doch ein BWL-Studium sein? Nicht nur, wer sich unsicher ist, welches Fach das richtige ist, kann schon vorab Einblicke gewinnen und sich gezielt auf sein Studium vorbereiten, dank Schnupperstudium, Vorpraktika und Co.
Studienvorbereitungen wie Schnupperstudium, Frühstudium oder Vorkurse ermöglichen einen Blick in den Hochschulalltag.
Foto: Jardner
„Die Praktikumserfahrungen haben mich in meinem Studienwunsch bestärkt.“ Teresa Jundt interessiert sich schon seit der neunten Klasse für die ökologische Landwirtschaft. „Mich reizt es, praktisch arbeiten zu können. Und es motiviert mich, qualitativ hochwertige Lebensmittel produzieren zu können“, sagt die 21-Jährige. Mittlerweile studiert sie im dritten Semester Ökologische Agrarwissenschaften an der Universität Kassel. Vor Beginn des Studiums hat Teresa Jundt ein dreimonatiges Vorpraktikum auf einem Bio-Hof in der Nähe von Nürnberg absolviert – Voraussetzung für die Zulassung zum Studium. Auch auf das Studium wirken sich die Eindrücke aus der Praxis positiv aus. „Wenn wir in Lerngruppen zusammenarbeiten, können wir dabei oft Erfahrungen aus dem Vorpraktikum zusammentragen und mit der Theorie verbinden.“
Ein Vorpraktikum wie es Teresa Jundt vor dem Beginn des Studiums absolviert hat, wird in vielen Studiengängen mittlerweile verlangt. Vor allem in ingenieurwissenschaftlichen Fächern oder im Bereich der Sozialen Arbeit ist das Absolvieren eines mehrwöchigen Vorpraktikums oft die Regel. „Vorpraktika helfen dabei, die eigenen Vorstellungen zu überprüfen“, betont Andreas Sielski, Studienberater an der Leibniz Universität Hannover. So erhalten die zukünftigen Studierenden bereits einen ersten Einblick in das jeweilige Berufsfeld und können so den Beruf und damit auch die Studienwahl testen. Doch nicht nur Pflichtpraktika helfen dabei, betont der Studienberater: „Auch freiwillige Praktika sind wichtig, um sich zu orientieren und um den Bereich, in dem man später arbeiten möchte, kennenzulernen.“
Schnupperstudium nutzen
Doch nicht nur Praktika – ob Pflicht oder freiwillig – sind eine sinnvolle Möglichkeiten, sich auf das Studium vorzubereiten. Um Einblicke in den Hochschulalltag und die unterschiedlichen Fächer zu bekommen, bieten die Hochschulen vielerorts sogenannte Schnupperstudien an. Studieninteressenten können dabei reguläre Lehrveranstaltungen besuchen.
„In den Hochschulalltag hineinzuschnuppern, ist für jeden ratsam, der studieren möchte“, sagt Hans-Joachim Burkhardt vom Hochschulteam der Arbeitsagentur Hamburg. „Ausprobieren sollten Interessenten möglichst verschiedene Fächer. Denn zwischen den Natur- und Geisteswissenschaften können Welten liegen.“






