Zahlentheorie und Kombinatorik
Die Teilnahme an einem Vorkurs ist der ideale Einstieg in ein mathematisches, natur- oder ingenieurwissenschaftliches Fach. Mareike Bockholt, die an der Uni Heidelberg im ersten Semester Angewandte Informatik studiert, hat vor dem Beginn des WS 2009/10 an der 14-tägigen Studienvorbereitung teilgenommen.
Vorkurse bereiten einen mit einem speziellen Angebot auf Fächer im späteren Studium vor.
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Während Vorkurse an vielen Hochschulen von Lehrenden durchgeführt werden, wird er an der Uni Heidelberg von der Fachschaft der Fächer Mathe, Informatik, Physik und Astronomie veranstaltet. „Studierende, die Mathe und Informatik studieren, nehmen am gleichen Vorkurs teil“, berichtet Mareike Bockholt. Gemeinsam mit drei Freunden war die 21-Jährige Anfang September 2009 aus dem Ruhrgebiet nach Heidelberg gezogen. Der Vorkurs begann zwei Wochen vor dem Start der offiziellen Lehrveranstaltungen. „Erfahren habe ich von der Möglichkeit, als ich meine Immatrikulationsbescheinigung zugeschickt bekommen habe. Dem Schreiben war ein Flyer beigefügt, der auf den Vorkurs hinwies“, erklärt sie.
Der erste Tag an der Hochschule begann um zehn Uhr mit einer Begrüßung durch die Fachschaft und endete um 16 Uhr. Schon an diesem Nachmittag hat Mareike Bockholt den ersten Vortrag zu einem mathematischen Thema gehört, den eine Studentin aus einem höheren Semester vorbereitet hatte. „In den verschiedenen Vorträgen wurden unterschiedliche Wissensbereiche wie Logik, Beweise durch Induktion, Folgen und Reihen, Zahlentheorie, Geometrie oder Kombinatorik behandelt“, erzählt sie. Auch Gruppenarbeit stand oft auf dem Programm: In kleinen Teams hat sie zusammen mit anderen Studienanfängern Übungsaufgaben gelöst, die ebenfalls von Studierenden höherer Semester begleitet wurden. Aber auch nach sechs Stunden Informationen hatte die Heidelberger Fachschaft noch etwas zu bieten. „Nach Ende des Vorkurses um 16 Uhr konnten Studienanfänger im Fach Informatik noch zwei Stunden eine Einführung in die Programmiersprache C++ anschließen“, sagt Mareike Bockholt.
Viele Vorteile
Für Mareike Bockholt war der Vorkurs auf jeden Fall ein Gewinn. „Der meiste Stoff war komplett neu für mich“, fasst sie ihre Erfahrung zusammen. Durch die Teilnahme am Vorkurs konnte sie sich auch auf das Lerntempo an der Uni einstellen. Ihrer Ansicht nach wird der Stoff dort schneller durchgenommen als an der Schule. Generell hat ihr der Vorkurs geholfen, sich nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr in Ghana wieder an das Lernen zu gewöhnen.
Doch nicht nur das: Die beiden Wochen nutzte Mareike Bockholt auch, um ihre Kommilitonen kennen zu lernen und erste Kontakte zu knüpfen. Denn an den Abenden und Wochenenden standen gemeinsame Freizeitaktivitäten auf dem Programm: angefangen bei einer Kneipentour durch die Heidelberger Innenstadt, über einen Spieleabend bis hin zu Grillfeten sowie Wandertouren am Wochenende. Außerdem lernte die Studienanfängerin in den beiden Wochen bereits den Campus und wichtige Gremien an der Hochschule kennen.
Derzeit besucht die Studentin zwei Mathematikvorlesungen sowie eine in Informatik. „Besonders in den beiden Mathevorlesungen kam ein Teil der Inhalte vor, von denen ich bereits im Vorkurs gehört habe“, sagt Mareike Bockholt. „Es ist ein gutes Gefühl, denn es macht das Lernen leichter.“ Ihr Resümee: „Die Teilnahme am Vorkurs ist durchaus zu empfehlen. Denn dadurch wird der Übergang von der Schule in die Hochschule einfacher.“






