Acht Hochschulen in vier Tagen
Im Herbst 2011 hat Marie-Luise Cost (19) aus Frankfurt am Main an der Campus Thüringen Tour teilgenommen. Die Tour der Thüringer Koordinierungsstelle Naturwissenschaft und Technik richtet sich speziell an Mädchen und stellt den Teilnehmerinnen in vier Tagen acht Thüringer Hochschulen vor. Für abi>> schildert Marie-Luise Cost ihre Erlebnisse.
Marie-Luise Cost hat ein Ziel: Das Ingenieurstudium.
Foto: Sebastian Bergner
Steckbrief
Name: Marie-Luise Cost
Alter: 19
Abitur voraussichtlich 2012
Leistungskurse: Mathematik, Latein
Macht gerade: Schule
Und später: Ingenieurstudium
Nach einer Berufsberatung habe ich versucht, mehr über das Ingenieurwesen und die verschiedenen Ingenieurstudiengänge zu erfahren. Ich wollte herauszufinden, ob ein Ingenieurstudium die richtige Wahl für mich ist. In unserer Schule habe ich dann kurz darauf Flyer der Campus Thüringen Tour gefunden. Überzeugt an der Campus Thüringen Tour hat mich, dass sie nicht nur Einblick in Studiengänge im MINT-Bereich gibt, sondern auch die Möglichkeit gewährt, Thüringer Hochschulen kennenzulernen. Während der vier Tage sollten wir insgesamt acht Hochschulen in Thüringen kennenlernen, jeden Tag zwei. Die Anmeldung war unkompliziert: Ich habe den Bewerbungsbogen auf der Webseite ausgefüllt und musste dann nur noch die Teilnahmegebühr von 25 Euro bezahlen.
Wohnen in Weimar
Gewohnt habe ich zusammen mit den anderen Mädchen in Weimar in der Kultur-und Jugendherberge „Germania“. Mit uns wohnten dort zwei Betreuerinnen, die selbst studieren, und, genau wie zwei Mitarbeiterinnen der Thüringer Koordinationsstelle Naturwissenschaft und Technik für Schülerinnen, Studentinnen und Absolventinnen (Thüko), immer für uns und unsere Fragen da waren.
Die Tage begannen in der Jugendherberge mit einem gemeinsamen Frühstück. Danach sind wir mit dem Tourbus zu den verschiedenen Hochschulen gefahren. Alle teilnehmenden Hochschulen (Bauhaus-Universität Weimar, Friedrich-Schiller-Universität Jena, Technische Universität Ilmenau, Fachhochschule Erfurt, Fachhochschule Jena, Fachhochschule Nordhausen und Fachhochschule Schmalkalden) haben jeweils ein eigenes Programm aufgestellt und uns die Möglichkeit gegeben, dieselben Veranstaltungen zu besuchen wie die echten Studierenden. So konnten wir die Campus kennen lernen und einige Seminare besuchen. Wir waren in einem Tonstudio und durften miterleben, wie dort aufgezeichnet wird, haben gesehen, wie eine Biogasanlage funktioniert, und durften bei Versuchen in einem Windkanal mithelfen. Besonders gefallen hat mir dabei unter anderem der „Mobility-Girls“-Workshop, bei dem wir uns als Verkehrsplaner in einer Stadt beweisen durften. Dozenten und Studierende erzählten und zeigten uns, was man im Studium lernt, aber auch wie das Studentenleben außerhalb der Hörsäle aussieht. Mittags konnten wir in den Mensen zu Studentenpreisen essen, danach ging es dann weiter zur nächsten Hochschule und abends schließlich wieder zurück in die Jugendherberge, wo wir nach dem Abendessen Freizeit hatten.
Selber einen Roboter bauen
Außerhalb des festen Programmes gab es auch noch fakultative Freizeitprogrammpunkte, wie etwa Besuche im Bauhaus-Museum und im Kino oder einen „Roberta“-Workshop, bei dem wir einen kleinen Roboter zusammenbauten und programmierten. Eines der Highlights war eine Art „Speed Dating“. Studierende unterschiedlicher Ingenieurstudiengänge antworteten uns dabei auf unsere Fragen über ihr Fach, ihre Dozenten, das Wetter ihres Studienortes, das Campusleben, ihre Kommilitonen und ihre sonstigen persönlichen Erfahrungen.
Besonders gefallen hat mir an der Campus Thüringen Tour, dass ich ein direktes, unverfälschtes Bild von den Unis und den Städten erhalten habe und ich mir nun sicherer bin, dass ein Ingenieurstudium für mich geeignet ist. Daher würde ich die Campus Thüringen Tour jedem an Technik interessierten Mädchen empfehlen.
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Campus Thüringen Tour





