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Sprachkurse vor Ort

Ein Stapel Wörterbücher. Das oberste ist aufgeschlagen.
Nur mit Büchern kann Fremdsprachenlernen mühsam sein. Besser ist da ein Kurs im jeweiligen Land.
Foto: Weber / WillmyCC

Tipps und Hintergrundinfos

Sprachkurse vor Ort

Eine Sprachreise ist eine ideale Gelegenheit, eine Fremdsprache zu lernen. Du bist vor Ort und kannst das morgens im Unterricht Gelernte am Nachmittag gleich anwenden. Bei der Vielzahl an Anbietern ist es aber nicht leicht, den Überblick zu behalten. Hier erfährst du, worauf du achten musst.

Wohin?

Wenn du dir überlegt hast, in welchem Land du den Sprachkurs machen willst, dann ist die zweite wichtige Frage, in welchem Ort. Eine Hauptstadt wie Paris oder London ist zwar verlockend, aber Großstädte sind auch deutlich teurer als kleinere Orte. Außerdem ist es schwierig, in der Anonymität einer Großstadt mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen.

Wann?

Billiger und nicht so überlaufen sind die Sprachkurse in der Nebensaison. Wenn du die Wahl hast, dann reise also lieber nicht im Juli oder August.

Wie viel?

Je nach Anbieter und Kursart variiert die wöchentliche Unterrichtszeit. 15 Schulstunden pro Woche sind das Minimum, denke aber daran, dass du auch Zeit brauchst, das Gelernte zu verarbeiten. Manche Kurse sind vormittags, andere nachmittags. Überlege, was dir lieber ist.

Achte darauf, dass die Unterrichtsgruppen nicht zu groß sind, je weniger Schüler, desto besser. Ideal sind sechs bis acht Teilnehmer, mehr als 15 sollten es auf keinen Fall sein.

Welcher Kurs, welche Schule?

Eine gute Schule macht einen schriftlichen und mündlichen Einstufungstest, damit du der Gruppe zugeteilt wirst, die deinem Sprachniveau am besten entspricht. Ideal ist es, wenn mindestens fünf unterschiedliche Lernstufen angeboten werden. Wenn zu viele Deutsche im Kurs sind, wirst du auch ständig deutsch reden, achte deshalb auf eine internationale Zusammensetzung oder suche dir für deine Freizeitbeschäftigung Freunde aus anderen Ländern.

Wo wohnen?

Bei den meisten Sprachreisen kommen die Schüler bei Gastfamilien unter. Diese bekommen Geld dafür und nehmen manchmal auch mehrere Schüler auf.

Was kostet das?

Was eine Sprachreise kostet, hängt natürlich ganz davon ab, wo du hin willst, ob du zwei Wochen oder zwei Monate verreist, 15 oder 30 Stunden wöchentlich Unterricht hast, in einem Einzelzimmer im Hotel wohnst, in einem Apartment mit anderen Sprachschülern oder im Doppelzimmer bei einer Gastfamilie. Und ob noch Zusatzkosten für Ausflüge, Lehrbücher oder Versicherung anfallen. Am besten, du vergleichst Preise und Leistungen unterschiedlicher Anbieter miteinander, bevor du dich entscheidest.

Was noch?

Es gibt Sprachreiseveranstalter und -vermittler. Je nachdem, bei wem du buchst, gibt es einige rechtliche Unterschiede. Wenn du bei einem deutschen Sprachreiseveranstalter buchst, dann arbeitet der nach deutschem Reiserecht und ist deshalb verpflichtet, den Reisepreis gegen Insolvenz abzusichern. Ein Vermittler schickt die Buchung direkt an die Sprachschule. Dabei ist nicht der Vermittler der Vertragspartner sondern die Schule. Beschwerden und Schadenersatzanforderungen musst du dann gegebenenfalls direkt an die Schule richten.

Wenn du nicht weg willst ...

... dann kannst du natürlich auch in Deutschland einen Sprachkurs machen. Informationen und Kurse gibt es an Volkshochschulen und an Universitäten. Musst du das Latinum oder das Graecum nachholen, dann wende dich am besten auch an Universitäten oder an Privatinstitute. Für Kurse an Universitäten musst du allerdings normalerweise schon als Studierender eingeschrieben sein.

abi>> 03.09.2012