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Sprachreise nach Oxford/England

Sprachreisen aus Leidenschaft

In Sachen Sprachreisen ist Adrian Waldmann (21) aus Karlsruhe ein alter Hase. Seit er zwölf Jahre alt ist, besucht er immer wieder Sprachkurse in Großbritannien oder Frankreich. Nach seinem Abitur war er für drei Monate in Oxford, England. Ein Rückblick.

Sprachenschüler beim Mittagessen

Zwischen den Unterrichtsstunden hatten die Sprachenschüler Gelegenheit, sich kennen zu lernen.

Foto: privat

Steckbrief

Name: Adrian Waldmann

Alter: 21

Abitur: 2009

Leistungskurse: Physik und Wirtschaft

Macht gerade: Bachelor Maschinenbau am Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Oxford kannte ich schon von einem früheren Aufenthalt und es gefiel mir dort unheimlich gut. Die historische Stadt, die Atmosphäre und das urenglische Ambiente. Mir war klar: Da möchte ich nochmal hin. Bei meinen Recherchen stieß ich auf den Veranstalter O.I.S.E. (Oxford Intensive School of Englisch), der Sprachreisen nach England, Frankreich und Spanien anbietet. Das Angebot war gut und im Oktober 2009 ging es dann los. In den drei Monaten, die ich in Oxford verbrachte, gab es eigentlich keinen normalen Tag für mich. Ich versuchte jede Minute und Gelegenheit zu nutzen, alles um mich herum aufzusaugen und die Zeit so intensiv wie möglich zu nutzen.

Englisch reden mit Russen und Japanern

Von O.I.S.E. wurden verschiedene Freizeitmöglichkeiten, wie Stadtführungen durch Oxford oder durch London, Kinobesuche oder Kneipentouren angeboten. Wenn doch mal „Stillstand“ drohte, verabredete ich mich mit Freunden aus der Schule zu kleineren Touren ins Umland von Oxford, beispielsweise nach Bath. Bei solchen Ausflügen und bei den sogenannten „Pub Crawls“ (Kneipentouren) gab es immer wieder die Möglichkeit, mit Einheimischen in Kontakt zu kommen.

Tagsüber hatten wir in der Schule einen geregelten Tagesablauf: Um Viertel vor neun ging der Unterricht mit „news review“ los. Dort wurden aktuelle Geschehnisse aus England und der ganzen Welt besprochen und von uns Schülern vorgetragen und analysiert. Danach begann der Grammatik- und Sprachunterricht. Nach einer „tea and coffee break“, die man zusammen mit allen Sprachschülern verbrachte, kam die zweite Unterrichtseinheit. Dort wurde themenbezogen gearbeitet. Wir lasen, hörten oder sahen Beiträge zu politischen oder kulturellen Themen, bekamen Aufgaben dazu oder diskutierten. Im Anschluss daran fanden die sogenannten Tutorialkurse statt. Die sind für die Anfänger gedacht, dauern drei Wochen und bieten einen guten Einstieg in die Sprache. Diejenigen, die die Kurse schon belegt hatten, konnten sich in dieser Zeit frei nehmen, verschiedene Seminare und Präsentationen besuchen oder in der Bibliothek Hausaufgaben machen. Die Schule schloss um 18 Uhr. Bis dahin hatte ich also viel Zeit, um intensiv und mit guter Betreuung zu lernen.

In English, please

In der Schule ist man dazu aufgefordert, nur Englisch zu sprechen. Viele Mitschüler kamen aus Frankreich, Japan, Russland oder China, aber auch mit den deutschen Freunden habe ich nur Englisch gesprochen. Das funktionierte auch sehr gut und machte Spaß. Auch in der Gastfamilie, mit der ich wunderbar ausgekommen bin, habe ich mich auf Englisch unterhalten. Bei der Verteilung der Sprachschüler wird nämlich darauf geachtet, dass keine Schüler gleicher Nationalität in einer Familie untergebracht sind. Meine „Geschwister“ waren eine Französin, ein Japaner und ein Russe. Der Zwang, Englisch zu sprechen und die gesamte Organisation der Schule ermöglichten es mir, sehr viel zu lernen.

O.I.S.E. war allerdings sehr teuer. Fast 1.000 Euro pro Woche kamen schnell zusammen. Die Kosten hat zum Glück mein Vater übernommen. Dafür war aber auch für nahezu alles gesorgt: Unterkunft in der Gastfamilie, Arbeitsmaterial und Ausflüge mit der Schule. Nur der Flug und private Vergnügungen mussten noch extra bezahlt werden. Für mich war es das wert. Ich kann zwar Englisch nicht unmittelbar in meinem Studium gebrauchen, aber ich denke, dass es mir später im Berufsleben auf jeden Fall weiterhelfen wird.

Sprachkurse

Ein Vergleich der Sprachkursangebote lohnt sich durchaus, da die Preise stark variieren. Verbände und Vereine geben einen Überblick über seriöse Anbieter.

Aktion Bildungsinformation e.V.

Der Verein bietet auf seiner Webseite wertvolle Tipps und Broschüren, um sich vor Reinfällen bei unseriösen Anbietern zu schützen.

http://www.abi-ev.de/

Fachverband Deutscher Sprachreiseveranstalter e.V.

Die FDSV-Mitglieder verpflichten sich zur Einhaltung bestimmter Qualitätsrichtlinien. Auf der Webseite gibt es hilfreiche Informationen über gute Sprachreisen und eine Übersicht über die Mitglieder.

http://www.fdsv.de/

Languagecourse.de

Informationen zu Sprachkursen weltweit mit kostenloser Sprachkursvermittlung.

http://www.languagecourse.net/de/

British Council

Eine britische gemeinnützige Einrichtung zur Förderung internationaler Beziehungen. Auf der Webseite gibt es einen Überblick über die von ihr akkreditierten Sprachschulen.

http://www.britishcouncil.de/

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