Themen

Rubrik Lehrer und Eltern


Versenden Drucken PDF
Technikum

"Viel besser als ein Praktikum"

Felix Simon (20) aus Berlin ist einer der ersten, die ein Technikum machen. Das Technikum ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und erleichtert jungen Menschen mit Hochschulreife die berufliche Orientierung. Durch die Mischung aus Praktikum und erster Hochschulerfahrung soll die Faszination für Technik und Naturwissenschaften geweckt werden.

Porträt von Felix Simon

Das Technikum hilft Felix Simon herauszufinden, welcher Studiengang der passende ist.

P.Trampenau, Cleopa GmbH

Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen? Als Felix Simon 2009 sein Abi bestand, wusste er zwar, dass seine Stärken im technisch-naturwissenschaftlichen Bereich liegen, schließlich waren Mathe, Chemie und Physik seine Abiturprüfungsfächer. Doch welches Studium genau? Felix Simon war sich unsicher.

Bei der Suche im Internet stieß er zufällig auf die BMBF-Infoseite zum Technikum. Das Technikum ist ein fünf bis acht Monate dauerndes, bezahltes Praktikum (zwischen 250 und 350 Euro monatlich). Schulabgänger mit Hochschulreife können so praktische Erfahrungen in Unternehmen sammeln. In einem pädagogischen Rahmenprogramm finden außerdem Exkursionen, Workshops und Fachveranstaltungen an Hochschulen und weiteren Unternehmen statt. Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.

„Ich habe mich direkt angesprochen gefühlt und mich gleich auf der Website des Technikums dafür angemeldet“, erzählt Felix Simon. Nach einigen Wochen Wartezeit ging plötzlich alles ganz schnell. „Ich bekam eine E-Mail von der Cleopa GmbH in Berlin, habe eine Bewerbung dorthin geschrieben, wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen und konnte direkt einen Tag später mit meiner Arbeit beginnen.“ Das war vor etwa einem Monat.

Pädagogisches Rahmenprogramm inklusive

Bei Cleopa arbeitet Felix Simon bei Projekten zur Energieberatung mit. Gerade geht es beispielsweise darum, Energiepartys zu organisieren. „Die sind vergleichbar mit Tupperpartys. Ein geselliges Zusammensein, bei dem ein Energieberater über die Energiesparmöglichkeiten informiert“, erklärt der 20-Jährige. Für diese Partys erstellt er auch das Informationsmaterial.

Auch vom pädagogischen Rahmenprogramm hat er bereits profitiert. Gerade kommt der angehende Student von dem Workshop „MINT-Studium: Ein Weg für mich? Wie kann ich mich vorbereiten?“ aus Stuttgart zurück. Während der einwöchigen Veranstaltung besuchte er eine Vorlesung an der dortigen Universität zum Thema „Crashtests für Straßenbahnen“, besichtigte Unternehmen, sprach mit Angestellten über deren Studium und Berufseinstieg und holte sich bei den Chefs Tipps für Bewerbungen. Außerdem lernte er in Workshops etwas über Projektmanagement und nahm an einem sogenannten Studienfeldbezogenen Beratungstest (SFBT) vom Psychologischen Dienst der Bundesagentur für Arbeit teil: Die rund zwei- bis dreistündigen Tests umfassen Aufgaben, die jeweils auf die Anforderungen einer spezifischen Studienrichtung ausgerichtet sind und fachtypischen Problemstellungen entsprechen. Mit seiner breiten Begabung entschied sich Felix Simon für einen naturwissenschaftlichen Test. Das Ergebnis fiel positiv aus. Es bestärkte ihn in seinem Wunsch, einen Studiengang im MINT-Bereich zu wählen. Bezahlen musste der 20-Jährige für den Workshop nichts – auch Unterkunft und Fahrtkosten sind sozusagen inklusive.

Lernen und Anwenden – gute Mischung

In weiteren Fortbildungen wird Felix Simon sein technisches Wissen vertiefen und anschließend direkt in der Projektarbeit im Unternehmen anwenden. Gerade diese Kombination aus Lernen und Anwenden gefällt ihm besonders gut: „Ich empfehle das Technikum jedem, der sich für Technik und Naturwissenschaften interessiert, denn man lernt viel und vergeudet seine Zeit nicht.“

Auch wenn Felix Simon sich noch am Anfang seines fünfmonatigen Technikums befindet, dass es sich gelohnt hat, weiß er schon jetzt. „Ich habe eine genauere Orientierung als vorher. Es soll nun doch Maschinenbau sein, da ich gerne meine technischen Kenntnisse vertiefen möchte. Ich habe mich bereits bundesweit für ein Duales Studium beworben, denn mir gefällt besonders die praxisorientierte Arbeit."

  Erweiterte Suche

News RSS-Feeds abonnieren (Öffnet sich in neuem Fenster)

Für Weltentdecker

Verkürzung auf sechs Monate

Events

Formula Student Germany 2010

It's Your Energy

Veranstaltungsübersicht

Links & Infos

Link zur JOBBÖRSE der BA (öffnet sich in neuem Fenster)


Link zu BERUFENET (öffnet sich in neuem Fenster)