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Schauspielerin

Wolke Hegenbarth

Als Alex Degenhardt in der TV-Serie "Mein Leben & ich" schaffte sie den Durchbruch. Wolke Hegenbarth, Gewinnerin des Deutschen Comedypreises, sprach mit abi>> über ihre Schulzeit, erwachsene Rollen und das Tolle an der Schauspielerei.

abi>>: Vorneweg gefragt, wie sind Sie eigentlich zu dem ungewöhnlichen Vornamen Wolke gekommen?

Das Bild zeigt ein Portait von Wolke Hegenbarth.

Wolke Hegenbarth

Foto: DgV

Wolke Hegenbarth:

Mein Papa fand den Namen einfach gut. Er hat auch einen nicht so grundkonservativen Standesbeamten gefunden, der da sehr moderat war. Und mit einem zweiten Vornamen, bei mir eben Alma, der das Geschlecht erkenntlich macht, geht das. Mittlerweile ist der Name auch nicht mehr so außergewöhnlich. Es gibt viele Wölkchen. Ich bekomme viel Fanpost und Menschen erzählen mir, dass ihre Nichten oder Töchter auch so heißen. Das erste Wölkchen, von dem ich weiß, kam 22 Jahre nach mir auf die Welt.

abi>>: Jetzt aber zu Ihrem Werdegang. Wie sind Sie zur Schauspielerei gekommen?

Wolke Hegenbarth: Ich bin dazu gekommen wie die Jungfrau zum Kinde. Eine Castingagentur kam zu uns an die Schule, die nach Nachwuchsschauspielern suchte. Sie fanden mich gut und so kam ich an die Rolle. Dabei wollte ich nie Schauspielerin werden. Ich habe das Ganze eher als Nebenjob gesehen. Und eine Gage von 400 Mark am Tag – das war für mich als Teeny natürlich das Größte.

abi>>: Wie war das, Schule und Drehen unter einen Hut zu bringen?

Wolke Hegenbarth: Meistens wurde in den Ferien gedreht. Ich habe selten mal gefehlt. Nur in Sport öfter, der Unterricht fand nämlich nachmittags statt und ich habe deswegen nur eine 3 bekommen. Aber ich war immer eine gute Schülerin, deswegen hatte ich keine Probleme. Mein Abitur war zwar nicht so gut, wie es hätte sein können. Aber dass ich das Abi mache, das war mir wichtig.

abi>> Und was haben die Freunde und Eltern zur Schauspielerei gesagt?

Wolke Hegenbarth: Das ging ganz gut. Ich bin in Köln groß geworden. Viele Eltern dort sind Journalisten, Schauspieler oder irgendwie medial geprägt. Und viele meiner Schulfreunde haben selbst schon vor der Kamera gestanden. Es war nichts Außergewöhnliches. Natürlich gab es einige Neider, aber das kann man mit 16 schon sehr gut wegstecken. Wie heißt es so schön: Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erarbeiten. Meine Eltern haben mich einfach machen lassen. Sie haben mich immer bei allem unterstützt, mir nie eine bestimmte Richtung vorgegeben. Ganz nach dem Motto, je weniger man rumpopelt, umso besser gelingen die Kinder.

abi>>: Nach dem Abitur sind Sie erstmal für Praktika nach Kapstadt und Sevilla gegangen, warum?

Wolke Hegenbarth: Wie viele aus meinem Jahrgang, hatte ich noch keine Ahnung, was ich machen will. Also standen erstmal Praktika auf dem Programm. Und ich dachte mir, in Deutschland Telefonate zu beantworten oder Faxe zu verschicken, ist langweilig. Außerdem finde ich es sehr wichtig, so viele Sprachen wie möglich zu beherrschen. Ich selbst habe Englisch, Spanisch und Französisch gelernt. Es ist einfach existenziell, Sprachen zu verstehen, um mit anderen Kulturen in Kontakt zu kommen. Dass ich dann Schauspielerin geworden bin, hat sich eher zufällig nebenbei mit neuen Rollen entwickelt. Ich habe das nie geplant oder forciert.

 

 

Lebenslauf

Wolke Hegenbarth wurde am 6. Mai 1980 in Meerbusch geboren und wuchs in Köln auf. Mit 15 wurde sie bei einem Casting für eine Rolle in „Die Camper“ entdeckt. Den Durchbruch erzielte sie als Alex Degenhardt mit der RTL-Serie „Mein Leben & ich“, wofür sie 2004 mit dem Deutschen Comedypreis als „Beste Schauspielerin in einer Comedy-Serie“ ausgezeichnet wurde. Neben Filmen wie „Freundinnen & andere Monster“, „Ein Hund, zwei Koffer und die ganz große Liebe“, „Cracy Race2“ und „Im Brautkleid durch Afrika“ ist sie auch durch ihre Teilnahme bei „Let’s Dance“ und Stefan Raabs „TV total Turmspringen“ bekannt. Wolke Hegenbarth ist seit acht Jahren verheiratet und lebt in Köln.

 

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