service

Rubrik Lehrer und Eltern

studienwahl.de

Studiengangsuche in
studienwahl.de
wie, wo, was?
 
Erweiterte Suche
  • bei Facebook empfehlen
  • bei Twitter empfehlen
  • bei schülerVZ empfehlen
  • bei MySpace empfehlen
Berufe auf See

Teil 2

Schon vor der Bewerbung oder Studienwahl sollte geklärt werden, ob die Voraussetzungen stimmen: Mindestalter 16 Jahre, Seediensttauglichkeit – nachgewiesen über ein Zeugnis nach ärztlicher Untersuchung – und Teamfähigkeit. „Man arbeitet mit einer multikulturellen Besatzung zusammen. Bordsprache ist immer Englisch, das gilt auch für sämtliche Beschreibungen und Reparaturanleitungen“, erklärt Susann Marohl. Viele Reedereien erwarteten gute bis zufriedenstellende Noten in den Fächern Mathe, Physik, Englisch und Deutsch. Nicht messbar ist hingegen die Anfälligkeit für Heimweh und Seekrankheit. „Den einen erwischt es nie, den anderen nach drei Monaten, manche leiden ständig darunter“, erinnert sich die gelernte Funkoffizierin.

Seeleuten, die daher nach einigen Jahren möglicherweise lieber an Land arbeiten möchten, stehen ebenfalls attraktive Möglichkeiten offen, etwa als Schiffsinspektoren bei Reedereien, Gutachter bei Versicherungen oder als See- und Hafenlotsen. Grundsätzlich eröffnet sich – abgesehen von den eigentlichen Tätigkeiten auf See – eine ganze Palette an kaufmännischen und technischen Berufen, die an den maritimen Bereich geknüpft ist, aber größtenteils auf dem Festland stattfindet – sei es in der Logistik oder im Bereich der Schiffsbau- und Meerestechnik.

Viel Verzicht, großer Gewinn

Seeleute verdienen schon in der Ausbildung gutes Geld. Aber das allein macht bekanntlich nicht glücklich. „Wer sich für die Seefahrt entscheidet, muss wirklich wissen, was auf ihn zukommt“, betont Susann Marohl. „Ein Törn dauert oft vier bis fünf Monate, und dabei wird fast durchgehend gearbeitet.“ Auch mit zu euphorischen Vorstellungen von Abenteuer und Romantik räumt die Berufsberaterin auf: Lange Hafenliegezeiten sind passé, damit entfällt auch manch ein Landgang. Dennoch weiß sie aus eigener Erfahrung: „Seeleute haben einen hochinteressanten Arbeitsplatz, und sie gelangen an Orte, von denen andere ihr Leben lang träumen.“

 

Karrierewege auf See

Wer Karriere auf See machen möchte, kann entweder Kapitän werden oder die entsprechende Führungsposition auf technischer Seite anstreben: Leiter der Maschinenanlage, auch Chief genannt. In beiden Fällen haben Anwärter einen mehrstufigen Ausbildungsweg vor sich und können zwischen verschiedenen Möglichkeiten wählen. Entweder über Ausbildung und anschließende Fach(hoch)schule oder direkt über ein Studium erwerben Interessierte das Offizierspatent und werden – je nach Spezialisierung – Nautischer oder Technischer Wachoffizier (eine Mischform ist der sogenannte Schiffsbetriebsoffzier). Die weitere Karriere dieser Schiffsoffiziere hängt von ihrer praktischen Erfahrung auf See ab: Es gibt „Zwischenpatente“ – etwa das des Zweiten Technischen Offiziers oder des Ersten Nautischen Offiziers – nicht selten folgt aber auch direkt nach drei Jahren Seefahrtszeit das höchste Befähigungszeugnis – entweder zum Leiter der Maschinenanlage oder aber das Kapitänspatent.

News RSS-Feeds abonnieren (Öffnet sich in neuem Fenster)

Nicht-Akademiker-Kinder an die Hochschule

Abi, was dann?

Events

Einstieg

horizon

Veranstaltungsübersicht