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Das Arbeitsleben kennenlernen

junger Mann im Beratungsgespräch mit einer Kundin
Der Umgang mit Kunden ist ein wesentlicher Teil der Arbeit als Bankkaufmann und wird bereits in der Ausbildung intensiv trainiert.
Foto: Martin Rehm

Studium oder Ausbildung – Erfahrungsbericht Ausbildung

Das Arbeitsleben kennenlernen

Nach dem Abitur stand Konrad Schulte vor der Frage: Studium oder Ausbildung? Schließlich hat er sich für eine Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank in Stuttgart entschieden. Für abi» berichtet der 19-Jährige, warum das für ihn die richtige Wahl war.

Am Ende meiner Schulzeit habe ich mich gefragt, in welche Richtung es nach dem Abitur gehen soll. Dabei war mir schnell klar, dass ich mein Interesse für Wirtschaft zum Beruf machen möchte. Die Entscheidung, ob ich in diesem Bereich ein Studium beginne oder eine Ausbildung mache, hat allerdings länger gedauert.

Bei der Orientierung haben mir gute Gespräche am meisten geholfen, aber auch der Studienfeldbezogene Beratungstest (SFBT) bei der Bundesagentur für Arbeit war aufschlussreich. Meine Entscheidung habe ich dann nach zahlreichen Gesprächen mit meiner Familie und älteren Freunden und Bekannten, die schon studieren oder eine Ausbildung machen, getroffen.

Gegen ein Studium direkt nach dem Abitur sprach für mich, dass ich bei einem möglichen Abbruch ohne Qualifikation dagestanden hätte. Nun mache ich die Ausbildung als Bankkaufmann in der verkürzten Variante von zwei Jahren und habe nach dieser Zeit einen Abschluss in der Tasche und sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten in Aussicht. Für eine Ausbildung sprach außerdem, dass ich nach der langen Schulzeit selbst aktiv werden wollte. Während einer Ausbildung lernt man das Arbeitsleben richtig kennen und kann das theoretische Wissen aus der Berufsschule gleich praktisch anwenden. Außerdem verdiene ich jetzt mein erstes Geld. Das heißt für mich: mehr Selbstständigkeit und Unabhängigkeit.

Von der Schalterhalle zum Geschäftskunden

Ein Porträt-Foto von Konrad Schulte

Konrad Schulte

Foto: Jacqueline Rosa

In meiner Ausbildung wechseln sich ein mehrwöchiger Praxisteil in der Filiale und ein drei- bis vierwöchiger Blockunterricht in der Berufsschule ab. Dort lernen wir viel über allgemeines Bankwesen, wie beispielsweise das Kreditgeschäft oder den Aktienhandel, aber auch, wie man mit Kunden umgeht. Rechnungswesen, juristische und wirtschaftswissenschaftliche Grundlagen stehen ebenfalls auf dem Stundenplan.

Berufspraxis sammle ich in Stuttgart in der neuen Flagship-Filiale der Commerzbank. Die Filiale ist der zentrale Anlaufpunkt der Bank, hier finden Kunden für jedes Beratungsthema einen Spezialisten. Davon profitiere ich auch als Auszubildender sehr. Begonnen habe ich im Servicebereich der Filiale, wo man die Kunden begrüßt und kleinere Hilfeleistungen anbietet. Später wurde ich in der Beratung von Privatkunden ausgebildet und habe dort gelernt, mich intensiv mit den Wünschen und jeweiligen Bedürfnissen unserer Kunden zu beschäftigen. Besonders viel Spaß hat mir die Ausbildung im Bereich Firmenkunden gemacht. Hier habe ich spezielles Fachwissen, wie zum Beispiel das wichtige Verständnis für Unternehmensstrukturen, gewonnen.

Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich. Ich finde es klasse, dass ich so viele verschiedene Abteilungen kennenlerne und Einblick in verschiedene Branchen und Märkte bekomme. Auch digitale Tools kommen nicht zu kurz. Außerdem mag ich den Kontakt zu unseren Kunden.

Anschließendes Studium geplant

Ich habe es nicht bereut, nach dem Abitur erst einmal eine Ausbildung zu machen. Trotzdem möchte ich mich nach meinem Abschluss gerne weiterqualifizieren. Ich habe mich daher entschieden, noch BWL zu studieren. Ich denke, dass ich dabei durch meine Ausbildung einige Vorteile haben werde. Zum einen kenne ich die Anwendungsbereiche schon aus der Praxis und zum anderen wird mir – zumindest in den ersten Semestern – mein Wissen aus der Berufsschule sicher weiterhelfen. Bei der Commerzbank gibt es außerdem die Möglichkeit, in den Studienkreis aufgenommen zu werden. Das ist ein studienbegleitendes Programm, bei dem man nach seiner Ausbildung oder einem Praktikum mindestens acht Wochen im Jahr im Konzern weiterarbeitet – entweder am Stück in den Semesterferien oder übers Jahr verteilt an bestimmten Wochentagen.

Kurzum: Für mich war der Weg, nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung zum Bankkaufmann zu machen, die richtige Wahl.

abi>> 22.01.2018

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