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Passt deine Wahl?

Der Studienberater bei einem Beratungsgespräch mit einem Interessenten in einem Besprechungsraum
Ein Gespräch mit der Studienberatung kann bei der Entscheidung helfen.
Foto: Frank Pieth

Station 4: Realitätscheck und Zugangsvoraussetzungen

Passt deine Wahl?

Du hast schon eine Idee, weißt aber noch nicht, ob ein bestimmtes Tätigkeitsfeld oder ein bestimmter Studiengang wirklich zu dir passt? Ob deine Vorstellungen der Realität entsprechen, lässt sich herausfinden. Hier erfährst du, wie du dir ein realistisches Bild machen kannst.

Nun gilt es, deine beruflichen Wünsche mit der Praxis abzugleichen. Da ein Studiengang in der Regel nicht nur auf ein einziges Tätigkeitsfeld vorbereitet, sondern die beruflichen Optionen vielgestaltig sind, solltest du dich zunächst informieren, welche Möglichkeiten dein Wunschstudiengang eröffnet. So arbeiten zum Beispiel Absolventen der Ernährungswissenschaften nicht nur als Ernährungsberater, sondern auch als Fachjournalisten oder als Qualitätsmanager bei Lebensmittelherstellern. Hilfreich bei der Recherche sind zum Beispiel das BERUFENET, die akademischen Berufsberatungen der Arbeitsagenturen, die Studienfachberatungen der Hochschulen und natürlich Gespräche mit Menschen, die diesen Studiengang absolviert haben.

Weißt du, welche Tätigkeitsfelder dich besonders interessieren, hast du die Möglichkeit, im Rahmen von Praktika erste Eindrücke zu gewinnen. Denn je genauer du über ein Berufsbild Bescheid weißt, umso gezielter kannst du suchen.

Studieren auf Probe

Auch deinen Wunschstudiengang kannst du einem Realitätscheck unterziehen. Viele Hochschulen bieten Informationstage an oder ein Schnupperstudium, bei dem du als Schüler während des Semesters an regulären Veranstaltungen teilnehmen kannst. Eine Übersicht über Hochschulen, die das „Studieren auf Probe“ anbieten, findest du hier. Mit einem Studienfeldbezogenen Beratungstest der Bundesagentur für Arbeit  kannst du dich über typische Anforderungen einzelner Studienfelder informieren und Beispielaufgaben bearbeiten. Den Test gibt es für Wirtschafts-, Rechts-, Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie für Informatik/Mathematik und philologische Studiengänge.

Über die verschiedenen Möglichkeiten für den Praxischeck hinaus solltest du unbedingt die Zulassungsvoraussetzungen für deinen Wunschstudiengang abklären, etwa ob ein bestimmter Abischnitt, ein Vorpraktikum oder Fremdsprachenkenntnisse gefordert sind.

Rechtzeitig umdenken

Wer später im Studium merkt, dass er sich dennoch „falsch“ entschieden hat, braucht nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Das Fach oder die Hochschule zu wechseln, ist keine Seltenheit, sollte aber gut überlegt und vorbereitet werden. Um sich über die nächsten Schritte klar zu werden, kann ein Gespräch bei der Zentralen Studienberatung oder der psychologischen Beratungsstelle deiner Hochschule helfen. Professionelle Unterstützung kannst du dir außerdem bei der Berufsberatung deiner örtlichen Agentur für Arbeit holen. „Wir überlegen dann gemeinsam, wo die Probleme liegen. Passt es überhaupt nicht oder geht es nur um einige Themengebiete, die eventuell im Hauptstudium gar nicht mehr vorkommen“, erläutert Jörg-Michael Wenzler beispielhaft.

In der Agentur für Arbeit Esslingen berät er immer wieder junge Menschen, die aus ganz unterschiedlichen Gründen über einen Studienwechsel oder -abbruch nachdenken. Sein Tipp: „Nicht zu lange mit der Entscheidung warten und den zweiten Anlauf gründlich vorbereiten.“ Fest steht: Seine Pläne zu ändern, hat nichts mit persönlichem Scheitern zu tun, sondern bietet vielmehr die Chance auf einen baldigen Neustart.

In der Rubrik „Studienabbruch“ im abi>> Portal findest du Erfahrungsberichte, Tipps und Informationen.

 

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abi>> 14.03.2016