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Als Au-pair ins Ausland

Eine junge Frau schubst ein kleines Kind in der Schaukel an.
Lust auf eine Auszeit? Wer als Au-pair im Ausland arbeiten möchte, braucht ausreichend Erfahrung in der Kinderbetreuung und sollte sich zudem in der Sprache des Ziellandes verständigen können.
Foto: Julien Fertl

Info

Als Au-pair ins Ausland

Kinder betreuen, die eigenen Sprachkenntnisse verbessern und zugleich die Kultur eines fremden Landes kennen lernen: abi» hat für dich die wichtigsten Infos rund um einen Au-pair-Aufenthalt nach dem Abitur zusammengefasst.

Au-pair bedeutet „auf Gegenseitigkeit“, und genau das spiegelt sich auch in deiner Arbeit wider. Als Au-pair unterstützt du eine Gastfamilie im Ausland für sechs bis zwölf Monate bei der Kinderbetreuung. Im Gegenzug erhältst du Kost und Logis sowie ein Taschengeld. Auf diese Weise profitieren beide Seiten voneinander und die Kosten bleiben überschaubar. Neben deinen Aufgaben in der Familie bleibt so auch genug Zeit, um das jeweilige Land zu erkunden.

Um als Au-pair infrage zu kommen, gilt es verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Teilnehmer müssen je nach Land zwischen 17 und 30 Jahre alt sein, einen Schulabschluss haben sowie ledig und kinderlos sein. Außerdem solltest du dich in der Sprache des Ziellandes verständigen und mindestens 200 Stunden Erfahrung in der Kinderbetreuung vorweisen können – mindestens 150 davon außerhalb der eigenen Familie.

Arbeitszeiten, Freizeit & Co.

Die Betreuung der Kinder ist deine Hauptaufgabe vor Ort. Das kann von der spielerischen Beschäftigung mit ihnen bis hin zur Zubereitung von einfachen Gerichten reichen. Oftmals sind auch Fahrdienste zu verschiedenen Veranstaltungen oder Aktivitäten vorgesehen, weshalb ein Führerschein von Vorteil ist. Zudem sollte es kein Problem für dich sein, kleinere Aufgaben im Haushalt zu übernehmen.

Die Arbeitszeit ist auf sechs Stunden pro Tag und 30 Stunden pro Woche beschränkt. Außerdem stehen dir mindestens eineinhalb zusammenhängende freie Tage sowie vier freie Abende pro Woche zu. Bei einer Aufenthaltsdauer von zwölf Monaten bekommst du vier Wochen bezahlten Urlaub, bei kürzeren Aufenthalten zwei Tage pro vollem Monat.

Gute Vorbereitung als A und O

Du kannst deine Reise auf eigene Faust organisieren, empfehlenswert ist aber die Unterstützung einer Organisation. Seriöse Vermittlungsagenturen kennen sich mit Einreise- und Visabestimmungen aus und greifen auf einen Pool von Gastfamilien zurück, mit denen Au-pairs gute Erfahrungen gemacht haben. Sollten vor Ort Probleme auftauchen, kannst du damit rechnen, dass dir deine Agentur zur Seite steht.

Ein weiterer Pluspunkt: Vor dem Beginn eines Au-pair-Aufenthalts organisieren Agenturen in der Regel Vorbereitungskurse. Dort kannst du andere Teilnehmer kennenlernen, dich austauschen und im Vorfeld schon etwas über das Land erfahren. Auch Erste-Hilfe-Kurse bei Babys und Kleinkindern sind Bestandteile der Seminare.

Die Kosten im Blick behalten

Die Vermittlungsgebühr ist je nach Agentur und Reiseland unterschiedlich. Bei vielen Programmen übernimmt die Gastfamilie die Kosten für die Anreise. Manche Organisationen bieten eine kostenlose Kranken-, Unfall- und Haftpflicht-Versicherung an. Es lohnt sich daher, die einzelnen Programme in Bezug auf Kosten und Leistungen miteinander zu vergleichen. Auch die Höhe des Taschengeldes, das du von deiner Gastfamilie bekommst, ist je nach Reiseland unterschiedlich. Verschiedene Agenturen bieten zudem Stipendien an.

Anspruch auf Kindergeld hast du als Au-pair nur unter bestimmten Voraussetzungen. Bei Fragen zum Thema Kindergeld kannst du dich an die Familienkasse wenden.

Weitere Informationen

Au-pair Society e.V.

Bundesverband für Au-pair-Agenturen, Gastfamilien und Au-pairs in Deutschland
http://au-pair-society.org/

Rausvonzuhaus

Hier werden Anbieter und Programme für Auslandsaufenthalte vorgestellt, Hintergrundinfos geliefert und Tipps für den Aufenthalt gegeben.
www.rausvonzuhaus.de

„Merkblatt Kindergeld“ der Familienkasse

Hier gibt es Infos zu Fragen rund ums Kindergeld: https://con.arbeitsagentur.de/prod/apok/ct/dam/
download/documents/KG2-MerkblattKindergeld_ba015394.pdf

 

abi>> 13.03.2019