Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Namibia erleben

Ein Kompas auf einer Weltkarte.
Afrika ist sehr vielseitig und eignet sich besonders für ein Abenteuer nach dem Abitur.
Foto: Ann-Kathrin Hörrlein

Freiwilligendienst in Afrika

Namibia erleben

Nach ihrem Abitur wollte Lea N. (19) unbedingt eine Freiwilligenzeit in Afrika absolvieren. Zusammen mit einer Freundin arbeitete sie für zwei Monate in Namibia und half unter anderem dabei, das Zusammenleben zwischen Menschen und Elefanten zu verbessern.

Namibia – das Land der roten Stille. Schier endlose Wüsten, wilde Tiere, unberührte Natur. Das Schwellenland im südlichen Afrika hat Lea N. durch eine Fernsehdokumentation für sich entdeckt und war sofort fasziniert. Dass sie ein paar Jahre später tatsächlich selbst in Damaraland, einer Region im Nordwesten Namibias sein würde, hätte sie sich damals aber nicht träumen lassen. „Ich wollte schon immer eine Freiwilligenzeit in Afrika verbringen. Eine Freundin erzählte mir nach dem Abitur von ihrem geplanten Freiwilligendienst in Namibia mit der Organisation ‚Rainbow Garden Village‘ und so entschied ich mich kurzerhand dazu, sie zu begleiten“, erklärt die Abiturientin.

Um alle Formalitäten zu klären, nahmen die beiden sehr frühzeitig Kontakt mit der Münchner Organisation auf. „Bei einem persönlichen Termin vor Ort wurde uns eine Liste mit nützlichen Informationen, wie Visabestimmungen oder nötige Impfungen an die Hand gegeben. Die anschließende formale Bewerbung bestand aus einem Lebenslauf und einem kurzen Motivationsschreiben.“ Lea N. ging es vor allem darum, einen tiefen Einblick in das Land zu bekommen, Einheimische kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen.

Die Finanzierung des Flugs, der Verwaltungskosten und des Aufenthalts teilte sich die 19-Jährige mit ihren Eltern. „In den vier Monaten vor dem Auslandsaufenthalt arbeitete ich und sparte mir ein wenig Geld an. Den Rest gaben meine Eltern dazu, die mir und meinen Geschwistern je ein Projekt nach dem Abitur bezuschussen.“ Insgesamt beliefen sich die Kosten auf rund 2.000 Euro.

Konkurrenz zwischen Mensch und Tier

Anfang Januar hieß es dann ab nach Namibia, wo zwei spannende Projekte auf Lea N. warteten. In den ersten vier Wochen nach ihrer Ankunft war sie Teil eines Elefantenprojekts in der Nähe von Swakopmund. „Wir errichteten eine Mauer um einen Wassertank einer Farm in Damaraland. Ziel dieser Aktion war es, die in der Wildnis lebenden Elefanten davon abzuhalten, die künstliche Wasserquelle zu nutzen. Bei 45 Grad im Schatten war das natürlich eine sehr intensive körperliche Arbeit.“ Geschlafen wurde im Freien ohne Zugang zu sanitären Anlagen.

In jeder zweiten Woche fuhren die Freiwilligen mit einem Truck durch die Wüste und beobachteten die Elefanten. Wo bewegen sie sich? Wo schlafen sie? Wo wurden sie von Einheimischen gesichtet? „Hier konnte man natürlich unglaublich viel von der beeindruckenden Landschaft sehen“, schwärmt die Abiturientin von ihren Erlebnissen. Die gesammelten Informationen übermittelten die Freiwilligen an die Organisation Elephant Human Relations Aid (EHRA). Die Organisation kümmert sich vor Ort um die Beziehung zwischen Menschen und Elefanten, die im Kampf um Wasser zu Konkurrenten werden.

Ganz wichtig war der 19-Jährigen, dass sie sich für ein faires Projekt entscheidet, bei dem die Tiere unter guten Bedingungen leben. „Anders als in anderen fragwürdigen Projekten waren die Tiere frei und hatten daher wenig Kontakt zu uns Freiwilligen. Allerdings konnten wir ihnen etwas Gutes tun und darauf sollte immer das Hauptaugenmerk liegen.“

Richtungsweisend für die Zukunft

Nach vier Wochen wechselte Lea N. das Projekt und arbeitete in einem Kindergarten in der Hauptstadt Windhuk mit. „Wir kochten zusammen mit den Kindern und halfen bei der Betreuung.“ Besonders die Dankbarkeit der Kinder vor Ort ist der 19-Jährigen in Erinnerung geblieben. „Täglich wurden wir mit so viel Freude und glücklichen Kinderaugen empfangen. Das machte jeden Tag zu einem besonderen Erlebnis“

Alles in allem hat Lea N. ihre Auszeit in Afrika als sehr wertvoll erlebt. „Es ist eine einmalige Erfahrung, die meiner Meinung nach jeder gemacht haben sollte.“ Außerdem ist sie froh, nicht auf eigene Faust gereist zu sein, sondern eine zuverlässige Organisation gefunden zu haben. „Es bestand jederzeit die Möglichkeit sich bei einer Kontaktperson vor Ort zu melden und auch generell war Rainbow Garden Village immer für uns da.“

Ab Herbst will Lea N. nun Soziale Arbeit studieren – nicht zuletzt wegen ihrer positiven Erfahrungen im namibischen Kindergarten. Später kann sie sich gut vorstellen, auch fest für eine Freiwilligenorganisation zu arbeiten und eigene Projekte zu leiten.

Rainbow Garden Village (RGV)

Rainbow Garden Village (RGV) ist eine deutsche, private Entsendeorganisation für Freiwilligenarbeit, Auslandspraktika und Sabbaticals in Afrika und Asien. Neben der Vorbereitung und Organisation ist RGV auch mit Teams in den Einsatzländern vor Ort und begleitet die Teilnehmer von der Ankunft bis zu ihrer Rückkehr nach Deutschland.

www.rainbowgardenvillage.com

abi>> 14.06.2019