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Anwaltschaft wird weiblicher

Branchentendenz

Anwaltschaft wird weiblicher

Im Jahr 2017 wurden erstmals mehr Frauen als Männer neu für den Beruf Anwältin zugelassen. Das besagt eine Studie des Soldan-Instituts. Im internationalen Vergleich ist die deutsche Juristenbranche noch männerdominiert.

Frauen sind häufiger als Männer daran interessiert, in einem Angestelltenverhältnis zu arbeiten, während Männer den Beruf eher unternehmerisch ausüben und sich als Partner in einer Anwaltskanzlei sehen. Wie in den meisten Berufen arbeiten Frauen häufiger aus familiären Gründen in Teilzeit (42 Prozent), während nur 16 Prozent der Männer in Teilzeit arbeiten. Selbst nach Familiengründung arbeiten Männer zu 95 Prozent weiter in Vollzeit. Bei den Frauen sind es nur 58 Prozent.

Obwohl die Zulassungsquote der Frauen die Männer überholt hat, liegt der Anteil der Juristinnen nur bei 35 Prozent. Im Vergleich zu Ländern wie den USA oder Großbritannien ist der Beruf in Deutschland männerdominiert. Um eine Gleichverteilung anzustreben könnten Qualifikationen wie Doktortitel bei der Einstellung weniger bedeutsam werden, da diese Abschlüsse häufig in das vierte Lebensjahrzehnt und somit die Zeit der Familiengründung fallen.

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abi>> 12.09.2019