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Zwischen Schule & Beruf

Perspektivwechsel

Nach 20 unfassbar genialen Tagen in Indonesien ging es für mich zurück nach Australien und somit auch in den Endspurt meiner Reise, denn in nur etwas mehr als einem Monat werde ich schon im Flieger zurück nach Deutschland sitzen. Noch ist mein Abenteuer aber nicht vorbei, viel mehr wartet eine neue Stadt auf mich.
In Melbourne angekommen hat mich jedoch erst mal eine leichte Frustration gepackt. Hier ist momentan Winter und auch wenn ich mich in Australien befinde, kann es hier im Süden doch ziemlich frisch werden. Nach etwa acht Monaten durchgängigem Sommer fühlen sich knackige acht Grad umso kälter an.
Früher war ich immer ein absoluter Stadt-Mensch. Allein der Gedanke jetzt in Melbourne zu sein, hätte mich vermutlich mit Euphorie und Tatendrang erfüllt. Noch vor einem halben Jahr hätte ich einen Städtetrip mit Sicherheit jedem Outdoor- oder Wanderurlaub vorgezogen. Denn im Gegensatz zu meinem Heimatort werden dort eben nicht schon um 20 Uhr die Bordsteine hochgeklappt. Große Städte sind aufregend und schlafen ja bekanntlich nie – wie gemacht für junge Leute eben. Auch heute bin ich natürlich immer noch gerne in Großstädten unterwegs und weiß deren Vorteile auch nach wie vor zu schätzen.
Allerdings habe ich während meiner Reise gerade die kleineren Fleckchen und Orte lieben gelernt. Manchmal hat man das Gefühl, dass es die Menschen in Städten immer eilig haben, jeder ist mit seinem eigenen Kram beschäftigt, keiner grüßt und wieso auch? Man kennt sich ja nicht. Früher hätte ich das alles ganz normal gefunden. Manchmal muss man erst mal eine andere Lebensweise kennenlernen, um die eigene mit anderen Augen sehen zu können.
Nach dem sorgenfreien, entspannten, bunten Inselleben auf Bali kommt mir Melbourne momentan gar nicht so reizvoll vor. Viele Backpacker schwärmen sehr von dieser Stadt und schwören darauf, dass es die schönste in Australien sei. Mir ist momentan allerdings eher nach neben die Heizung kuscheln, Tee trinken und Serien schauen, woran das Wetter allerdings nicht ganz unbeteiligt ist.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  28.04.2017
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
28.04.2017

Zwischen Schule & Beruf

Abenteuer Bali - 2

Nach den ersten Tagen auf Bali habe ich mich bereits an die Kultur und das Klima gewöhnt und mich einigermaßen gut eingelebt. Ich weiß mittlerweile, wo man am besten essen geht, wie man schnell von A nach B kommt und richtig handelt. Da Kuta sehr touristisch ist, wollten wir möglichst schnell weiterreisen und sind über Seminyak nach Canggu gefahren. Verglichen mit Australien sind die Strecken, die man hier zurücklegt, um in den nächsten Ort zu kommen, sehr kurz. In Canggu gibt es nicht viel zu sehen, aber dort geht es sehr gemütlich zu und der Strand eignet sich gut zum Surfen.
Nach zwei entspannten Tagen ging es für uns weiter nach Ubud, einen der beliebtesten Orte auf Bali, den man auf keinen Fall auslassen sollte. Für jemanden, der zuvor noch nie in Asien war, gibt es viele spannende Dinge zu entdecken. Ich habe beispielsweise zum ersten Mal in meinem Leben Affen in freier Wildbahn gesehen, bin durch ein Reisfeld geschlendert und mitten in der Nacht mit einer Gruppe von Backpackern auf einen Vulkan gestiegen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Auch traditionell balinesischen Tanz und morgendliches Yoga haben wir uns nicht entgehen lassen.
Von Ubud ging unsere Reise weiter auf die Gili-Inseln, mein persönliches Highlight. Die meiste Zeit verbrachten wir auf der kleinen Insel Gili Trawangan, welche man in etwa zwei Stunden mit dem Fahrrad umrunden kann. Es gibt dort keine Autos oder Mopeds und alle sind entweder zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Pferdekutsche unterwegs. Die Hostels sind spartanisch eingerichtet, die Strände wunderschön und die Menschen absolut herzlich. Kein Wunder, dass außer uns noch zahlreiche weitere Backpacker unterwegs waren. Wir haben Gili Trawangan oder eine der Nachbarinseln erkundet, sind schnorcheln und schwimmen gegangen und haben im Licht des Sonnenuntergangs den Tag in einer Bar ausklingen lassen. Manchmal ist es schwierig in Worte zu fassen, wieso einem ein Ort so wahnsinnig gut gefällt. Es waren die Kleinigkeiten, zum Beispiel, dass wir während unseres ganzen Aufenthalts ausschließlich barfuß unterwegs waren.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  20.04.2017
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
20.04.2017

Zwischen Schule & Beruf

Die Qual der Wahl

Nachdem ich mich im Auslandsjahr zwischen meinem Abitur und dem Beginn meines Studiums querbeet für verschiedene Studiengänge – von Medien über Politik bis zu Wirtschaft –, die im Zwei-Fach-Bachelor möglich sind, beworben hatte, flatterten nun Zulassungsbescheide ein. Der Entscheidung, was ich tatsächlich studieren möchte, haben mich die Bewerbungen jedoch nicht gerade näher gebracht – denn den Zulassungsbescheiden zufolge könnte ich nun alles von Medien über Politik bis Wirtschaft studieren.
Und jetzt? Wenn ich ehrlich bin, möchte ich doch keinen Wirtschaftsstudiengang wählen. Mal ein Modul in Volkswirtschaft zu belegen, kann ich mir vorstellen – einen gesamten Studiengang eher weniger. Aber wäre Politik das Richtige? Oder das Angebot einiger Universitäten, die sowohl Medien- als auch Kommunikationswissenschaften anbieten, was sich auch zusammen studieren lässt? Oder wäre es nicht cool, noch etwas anderes zu studieren?
Zurück in Deutschland habe ich mir zuerst einmal die Städte angeschaut, in denen ich mich beworben hatte: Münster gefällt mir gut, aber dort zu wohnen, kann ich mir nicht vorstellen. Allerdings wäre es nah an der Heimatstadt meiner Eltern. Köln würde mir als Stadt eher zusagen, weil ich Großstädte mag – aber das Modulhandbuch des Studiengangs spricht mich nicht so sehr an. Und Bonn? Die Stadt ist zwar meiner Heimat nicht mehr allzu nah, aber dafür gefällt sie mir, sie ist in der Nähe von Köln und außerdem finde ich den Studiengang dort toll: In Medienwissenschaften werden einige Praxismodule angeboten und der Studiengang „Politik und Gesellschaft“ kombiniert Politikwissenschaft mit Soziologie – meine Entscheidung ist gefallen.

Autor: Marie  |  Rubrik: orientieren  |  09.03.2017