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Zwischen Schule & Beruf

Eine andere Welt

Die Höhepunkte der vergangenen Wochen dürften schwer zu toppen sein – sollte man jedenfalls meinen. Aber das gilt nicht für Australien. Inzwischen bin ich in Cairns angekommen. Die Stadt ist verglichen mit Sydney und Brisbane wirklich klein – keine Hochhäuser, keine großen Hauptstraßen und alles ist sehr überschaubar. Dafür ist es dort aber tropisch warm, viele Aborigines prägen die Stadt und das berühmte Great Barrier Reef liegt quasi direkt vor der Haustür. Genau hier wollte ich mir einen lang ersehnten Wunsch erfüllen.
Nach großem Hin und Her hatte ich endlich einen Tauchkurs gebucht, an dessen Ende ich einen Tauchschein in der Hand hielt. Der Kurs selbst dauerte fünf Tage, von denen wir zwei in Cairns in der Tauchschule und im Klassenzimmer verbrachten sowie drei auf einem kleinen Boot mitten im Great Barrier Reef. Nachdem wir die Theorieprüfung erfolgreich bestanden hatten und fleißig im Pool unter anderem verschiedene Atemtechniken zum Druckausgleich geübt hatten und, wie man unter Wasser das Wasser aus der Brille entfernt, ging es endlich raus aufs offene Meer. Ich war total gespannt auf die Unterwasserwelt, da ich bis jetzt immer nur schnorcheln war. Beim ersten Tauchgang war mir noch etwas mulmig zu Mute, vor allem als ich mich etwa 18 Meter tief unter der Meeresoberfläche befand, nach oben schaute und einfach kein Ende sehen konnte. Man gewöhnt sich jedoch recht schnell an den Gedanken und ist ohnehin so viel mit Atmung und Gucken beschäftigt, dass man kaum Zeit dafür hat, sich Sorgen zu machen.
Insgesamt hatten wir neun Tauchgänge an verschiedenen Spots am Riff. Einer der absoluten Höhepunkte war wohl der Nachttauchgang, bei dem wir neben zahlreichen großen Schildkröten auch einen Hai gesehen haben. Die Unterwasserwelt mit ihrer Artenvielfalt und den bunten Korallen eröffnete mir völlig neue Perspektiven. Dementsprechend war der ganze Tauchkurs für mich sehr spannend und sein Geld auf jeden Fall wert. Zum Great Barrier Reef an sich muss man jedoch sagen, dass bereits ein großer Teil zerstört ist. Dass das Riff durch zahlreiche Faktoren wie zum Beispiel den Klimawandel bedroht wird, ist wohl allgemein bekannt. Für mich war es dennoch schockierend, den Schaden, etwa großflächige Korallenfriedhöfe, mit eigenen Augen zu sehen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  20.01.2017

Zwischen Schule & Beruf

Segeln im Pazifik

Momentan reiht sich ein Höhepunkt an den Nächsten: Erst bin ich mit dem Auto auf der größten Sandinsel der Welt am Strand entlanggedüst und diese Woche segelte ich mit einer Gruppe von Backpackern im Pazifik. Was will man mehr? Gerade in solchen Momenten fühle ich mich richtig lebendig, weiß genau, warum ich hier bin und dass ich mit meiner Entscheidung, auf Reisen zu gehen, alles richtig gemacht habe.
Auf dem Boot waren wir eine bunt zusammengewürfelte Crew von 20 Leuten aus allen Ecken der Welt. Der Anteil an Deutschen war zugegeben recht groß, so wie fast überall an der Ostküste Australiens. Australien scheint ein sehr beliebtes Ziel für deutsche Schulabgänger zu sein. Zwei Tage und eine Nacht habe ich mit dieser Truppe auf engstem Raum auf dem Boot verbracht und wir sind als Gruppe zu einer richtig guten Gemeinschaft zusammengewachsen. Mir persönlich kam die Tour viel länger vor, da ich in kurzer Zeit so viele tolle Bekanntschaften geschlossen habe, die ich hoffentlich in Zukunft aufrechterhalten kann.
In der Tour inbegriffen waren unter anderem einige Schnorchelgänge und der Besuch der Whitsunday Islands mit dem berühmten Whitehaven Beach. Das Besondere am Whitehaven Beach ist vor allem der Übergang von Flut zu Ebbe. Denn dann ragen vereinzelt weiße Sandbänke aus dem türkisfarbenen Wasser und Sand und Wasser verlaufen so ineinander, dass sich ein atemberaubend schönes Schaubild zeigt. Gerade nach solchen Eindrücken bin ich immer wieder erstaunt darüber, was unsere Erde so zu bieten hat. Allein im vergangenen halben Jahr habe ich wahrscheinlich so viele schöne Orte gesehen wie in meinem ganzen Leben zuvor nicht.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  05.01.2017
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
05.01.2017

Zwischen Schule & Beruf

Die größte Sandinsel der Welt

Ich muss gestehen, dass ich so gut wie gar nicht informiert war, bevor ich nach Australien ging. Ich landete praktisch völlig planlos und nur mit meinem Rucksack bewaffnet in diesem mir fremden Land. Aber keinen Plan zu haben ist beim Reisen eben manchmal der beste Plan. Spontane Entscheidungen werden zu den besten Erinnerungen und gemachte Pläne am Ende doch meist über Bord geworfen.
Sobald ich in Australien ankam, habe ich allerdings immer wieder von Fraser Island gelesen. Mir war klar, dass dies wohl einer der Orte an der Ostküste ist, den man gesehen haben muss. Manchmal wird aber auch viel Wind um gar nichts gemacht und die Enttäuschung ist später groß, wenn man statt des versprochenen kleinen Naturwunders nur eine mit Menschen vollgestopfte Touristenattraktion vorfindet.
Im Fall von Fraser Island muss ich allerdings sagen, dass eine Tour dorthin absolut lohnenswert ist. Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Fraser Island um eine Insel, aber nicht um irgendeine, sondern um die größte Sandinsel der Welt. Dort gibt es zum Beispiel keine asphaltierten Straßen, sodass man nur mit einem Fahrzeug mit Vierradantrieb fahren kann und man ewig braucht, um von A nach B zu kommen, was aber für einen riesen Spaßfaktor sorgt. Die Strecken haben auch für das Auge viel zu bieten, denn sie führen entweder durch den Wald, der ganz anders aussieht als bei uns, oder direkt am Strand entlang. Wahnsinnig faszinierend fand ich auch die vielfältige Vegetation auf der Insel mit hohen Bäumen und vielen verschiedenen Pflanzen, die trotz unwirtlichem, sandigen Untergrund gedeihen. Ein weiteres Highlight bildete der Lake McKenzie mit seinem wirklich schneeweißen Sandstrand und glasklaren Wasser. Fraser Island ist für mich ein absolut einzigartiger und magischer Ort, den man auf seiner Australienreise auf keinen Fall auslassen sollte.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  04.11.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
04.11.2016