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Zwischen Schule & Beruf

Das Leben eines Fundraisers

Mit der Agentur, über die mein Fundraising-Job läuft, kann ich mich relativ glücklich schätzen. Während ich bereits von vielen Backpackern gehört habe, dass sie ausschließlich auf Provisionsbasis bezahlt werden, bekomme ich einen täglichen Lohn plus Provision. Das heißt allerdings nicht, dass ich mehr verdiene, denn der Betrag, den andere pro Verkauf bekommen, ist um einiges höher als meiner. Um genug Geld zu verdienen, muss man dann allerdings konstant viel verkaufen, damit sich der Job wirklich lohnt – und das ist gerade für Anfänger schwer. Wenn ich an einem Tag gar keinen Treffer lande, verdiene ich immer noch genug Geld, um mein Essen finanzieren und einen kleinen Betrag bei Seite legen zu können. Zusätzlich kommt mein Arbeitgeber für die Unterkunft auf, was ein großer Bonus ist.
In der Regel mache ich mich gemeinsam mit den anderen Fundraisern morgens gegen 9 Uhr auf den Weg. Alle Mitglieder des Teams werden auf unterschiedliche Straßen verteilt und fangen an, von Tür zu Tür zu gehen. Sobald man die zugeteilte Straße abgeklappert hat, ruft man den Teamleiter an, der einen dann einsammelt und in einer neuen Straße wieder absetzt. Nach etwa acht Stunden werden alle wieder eingesammelt und es geht zurück zur Unterkunft.
Ich glaube, so richtig Spaß macht die Arbeit keinem. Den besten Part des Jobs bilden demnach die Feierabende. Meist kochen wir gemeinsam, sitzen zusammen und spielen. Ab und zu machen wir auch mit dem gesamten Team einen Abstecher an den Strand oder gehen in einen Pub.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  04.08.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
04.08.2016

Zwischen Schule & Beruf

Aufnahmeverfahren in Eichstätt

Endlich war es soweit. Nach monatelangem Warten wurde ich nach Eichstätt zum Aufnahmeverfahren eingeladen. Ich war eine der ersten, die in der Uni-Bibliothek der Katholischen Universität eintrafen. Nach und nach kamen mehr Bewerber, bis wir zu sechszehnt vor dem angegebenen Prüfungszimmer auf die Leiterin des Studiengangs warteten. Zuerst erhielten wir noch einmal allgemeine Informationen zum integrierten deutsch-französischen Studiengang der Politikwissenschaften und den Besonderheiten der Universität, wie zum Beispiel das enge Betreuungsverhältnis der Professoren zu den Studierenden, die technische Ausstattung und die internationalen Kontakte. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt, von denen meine zuerst den schriftlichen Teil des Testes ablegte, während die Andere zur Gruppendiskussion gebeten wurde. Wir hatten eine Stunde Zeit, zu einem uns vorliegenden Text Stellung zu nehmen, natürlich auf Französisch, was sich schwieriger darstellte als erwartet. Meinem Aufsatz fehlte letztendlich jede Struktur. Ich hoffe, ich konnte meine Standpunkte trotzdem ganz gut begründen.
Im mündlichen Teil begannen wir mit einer Vorstellungsrunde, in der wir unsere Motivation für den Studiengang betonen sollten und gingen dann zu einigen Fragen bezüglich der deutsch-französischen Freundschaft und den Unterschieden in den Regierungssystemen über. Abschließend sollten wir einschätzen, mit welchen aktuellen Herausforderungen Deutschland und Frankreich innen- und außenpolitisch zu kämpfen haben.
Im Vorfeld hatte ich gezittert bei dem Gedanken, das Vorstellungsgespräch in der Gruppe absolvieren zu müssen, aber letztendlich machte es viel Spaß mich mit meinen Mitstreitern auszutauschen. Ich kann mir gut vorstellen mit diesen Menschen zu studieren, sollte ich eine Zusage erhalten.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  28.07.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
28.07.2016

Zwischen Schule & Beruf

„Not lost in Translation“

Meine Studienbewerbungen sind bereits abgeschickt. Jetzt gilt es nur noch zu warten, bis ich an den Aufnahmeverfahren teilnehmen kann. Sollte es mit Eichstätt und Freiburg nicht klappen, werde ich mich als Plan B in Bamberg einschreiben. Die Uni dort hat im Hochschulranking für Politikwissenschaften ganz gut abgeschnitten und der Studiengang ist dort zulassungsfrei. Um die Zeit bis zur Entscheidung zu überbrücken, helfe ich in der Schule der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Zirndorf aus.
Meine Mutter bietet dort Donnerstagvormittags immer eine gynäkologische Sprechstunde an und so lohnt sich das Hin- und Zurückfahren doppelt. Die Schule beginnt immer um neun und die Lehrerin startet den Unterricht immer mit einer Vorstellungsrunde. Ein Kind fängt an, sagt auf Deutsch seinen Namen und fragt schließlich seinen Sitznachbarn: „Wie heißt du?“. Anschließend wird das Ganze mit den Fragen „Wie alt bist du?“, „Wie geht es dir?“ und „Woher kommst du?“ wiederholt. Letzteres eröffnet einem dabei das ganze Spektrum der unterschiedlichen Nationalitäten, denen die Kinder angehören. Da sind zum Beispiel Kinder aus Syrien, aus Armenien oder Aserbaidschan. So spricht ein Teil der Gruppe kurdisch oder arabisch und ein anderer russisch. Blöd nur, dass ich keine dieser Sprachen beherrsche, weshalb ich mich zur Verständigung mit den Kindern auf meine Hände und Füße verlassen muss. Die Lehrerin spricht Russisch und eine weitere Aushilfe Arabisch. Und wenn ein Kind nur kurdisch spricht, hat man in so einer gemischten Klasse ja auch eine ganze Menge potenzieller Dolmetscher.
Schwieriger hat es da meine Mutter mit ihren Patientinnen, die oft nur ein paar Worte Englisch oder Deutsch verstehen. Einige der Frauen tippen deshalb ihre Frage in ein Übersetzungsprogramm in ihr Smartphone ein. Andere lassen ihre Kontakte spielen und rufen kurzerhand einen Bekannten an, der sowohl Deutsch als auch ihre Muttersprache spricht. Schnell gehen muss das alles natürlich trotzdem, schließlich ist das Wartezimmer immer gut gefüllt und so erledige ich nach und vor der Schule immer ein paar kleinere Aufgaben, wie das Sortieren der Akten, für das meine Mutter und ihre Assistentin keine Zeit haben.

 

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  22.06.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
22.06.2016