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Zwischen Schule & Beruf

Lehrer spielen

Normalerweise hasse ich es, Vorträge zu halten. Ich werde immer total nervös und meine Hände fangen an zu zittern. So war das zumindest in Schulzeiten bei jedem Referat. Komischerweise war es diesmal aber anders. Als ich den Schülern meiner früheren Spanischlehrerin in einer Unterrichtsstunde etwas über Bolivien erzählte, war ich seltsamerweise gar nicht nervös. Ich hatte am Abend zuvor eine kleine PowerPoint-Präsentation mit Bildern erstellt und mir Arbeitsaufträge überlegt. Eine einfachere für die achten Klassen und eine schwerere Aufgabe für die zehnten. Die Achtklässler durften auf meine Beschreibung hin eine Cholita, eine traditionell gekleidete bolivianische Frau zeichnen, die wir hinten im Klassenraum aufhängten. Für die Zehntklässler hatte ich ein Arbeitsblatt mit Texten bolivianischer Kinderarbeiter erstellt. Die Klasse sollte sich in drei Gruppen aufteilen und je einen Text besprechen. Jeweils ein Schüler sollte anschließend den Standpunkt seiner Gruppe vor der Klasse vorstellen.

Die Schüler zeigten ehrliches Interesse an meinem Vortrag, stellten Fragen und beteiligten sich am Unterricht. Zum Schluss sang ich mit ihnen gemeinsam noch ein folklorisches Lied. Letztendlich hat es mir sehr viel Spaß gemacht und auch meine ehemalige Spanischlehrerin lobte meine Präsentation. Als ich nach Hause ging, fühlte ich mich selbst ein bisschen wie eine Lehrerin. Bislang dachte ich immer, dass ich aufgrund meiner Vortragsangst auf keinen Fall das Zeug zur Lehrerin hätte, aber jetzt könnte ich mir schon vorstellen, selbst vor einer Klasse zu stehen.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  20.05.2016
Autor: Lea
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20.05.2016

Zwischen Schule & Beruf

Abstecher zur Gold Coast

Nachdem ich acht Tage lang für eine Telemarketing-Agentur gearbeitet hatte, war ich den Job auch schon wieder los. Das Unternehmen war gerade erst in der Aufbauphase und es gab keine regelmäßigen Aufträge. Mein Chef musste also feststellen, dass er die Kosten für einen weiteren Mitarbeiter momentan nicht tragen kann. Einerseits ist das natürlich blöd für mich, anderseits bin ich aber auch relativ froh, den Job nicht mehr länger machen zu müssen.

Das Gute ist, dass ich mit dem Lohn von acht Tagen die kompletten Kosten des letzten Monats decken konnte. Und wie man so schön sagt: „Wo die eine Tür sich schließt, öffnet sich eine neue“. Genau so war es dann auch. Ich habe von einem Mädchen einen Flug zur Gold Coast, einer Stadt an der Südküste von Queensland, „geschenkt“ bekommen. Sie hatte bereits alles gebucht, konnte die Reise aber dann aus persönlichen Gründen nicht antreten und hat mir ihre Flugtickets kostenlos weitergegeben. Da ich schon viel zu lange in Sydney war, habe ich die Chance direkt ergriffen und bin spontan nach „Surfers Paradise“ geflogen. Es tat richtig gut, mal wieder aus der Großstadt rauszukommen und einen anderen Teil von Australien entdecken zu können. Während in Sydney allmählich der Herbst anbricht, herrschten an der Gold Coast noch sommerliche Temperaturen. Die Gegend hat so einiges zu bieten. Eine Reihe riesiger Gebäude zieht sich direkt am Strand entlang und von meinem höher gelegenen Apartment aus hatte ich abends einen wunderschönen Blick auf das Meer und die Stadt. Ich habe meine Woche hier auf alle Fälle in vollen Zügen genossen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  12.05.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
12.05.2016

Zwischen Schule & Beruf

Niemals ein Bürojob

Nachdem ich drei Wochen lang nach einem Job in Sydney gesucht habe, bin ich endlich fündig geworden. Der Job ist nicht ganz das, was ich erwartet hatte, und ich niemals auf die Idee gekommen, dass ich einen solchen Job in Australien tatsächlich jemals machen würde, aber da sich die Jobsuche als schwieriger herausgestellt hat als erwartet, kann ich nicht wählerisch sein. Ich ging davon aus, irgendwo zu kellnern oder auf einer Farm zu arbeiten – typische Backpacker-Jobs eben. Doch jetzt arbeite ich in einem Büro im Telemarketing-Bereich. Das bedeutet, ich rufe potenzielle Kunden an und versuche ihnen unsere Produkte zu verkaufen – in meinem Fall mache ich Werbung für eine Reinigungsfirma. Klingt unspektakulär, ist es auch. Nach nur drei Arbeitstagen kann ich mit Sicherheit sagen dass ich so einen Job nicht mein Leben lang machen würde. Ich sitze fünf Stunden am Tag am Telefon und tätige einen Anruf nach dem anderen. Dabei sind etwa 90 Prozent der Leute kein bisschen interessiert und es kommt nicht selten vor, dass einfach aufgelegt wird. Ich nehme das allerdings keinem übel, da ich wahrscheinlich genauso reagieren würde. Das einzig Gute neben dem Verdienst ist, dass es eine Herausforderung ist, die Leute auf Englisch zu überzeugen und ich hoffe, dass mich diese Arbeit sprachlich ein bisschen weiterbringt.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  03.05.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
03.05.2016