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Zwischen Schule & Beruf

Was andere so machen

Nach sechs Monaten im Ausland interessiert es mich zu sehen, wie meine Freunde die Zeit nach dem Abitur verbracht haben:

Da wäre zunächst eine Freundin, die inzwischen im zweiten Semester Biologie studiert. Bio ist nichts für Lernmuffel, denn in den ersten Semestern wird meiner Freundin nach knallhart aussortiert und an den komplizierten Namen aller möglichen Insekten kann man sich ganz schön die Zähne ausbeißen. Nur wer gut auswendig lernen kann, hält das erste Semester anscheinend durch. Im zweiten darf man dann aber neben Vorlesungen über Algen und Pilze auch mal raus an die frische Luft. Im Wald und auf der Wiese werden Arten am lebenden Exemplar kennen gelernt.

Sehr praktisch geht es auch im dualen Studium einer anderen Freundin zu. Sie macht eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und studiert berufsbegleitend Gesundheitswissenschaften. Dabei lernt sie neben sehr viel medizinischem Hintergrundwissen auch, wie man richtig massiert. Und ich sage euch – diese Eins hat sie wirklich verdient. Sie überraschte mich sehr, als sie mich fragte, ob ich eine Babypuppe habe, die sie sich von mir leihen könne. Sie erklärte mir, dass sie im Unterricht momentan pädiatrische Themen besprechen und unter anderem lernen, wie man mit Babys umgeht, sie richtig hält oder wickelt.

Insgesamt fällt mir auf, dass eigentlich noch nicht viele meiner Freunde studieren. Die meisten waren wie ich im Ausland und überbrücken die Zeit bis zum Wintersemester mit Minijobs. Ich halte das für eine gute Lösung, so hat man nach der Schule eine kleine Verschnaufpause und etwas Zeit sich darüber klar zu werden, wohin man wirklich will.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  02.05.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
02.05.2016

Zwischen Schule & Beruf

Jobsuche in Sydney

Nachdem ich drei Monate lang durch Neuseeland gereist bin, wird es eigentlich langsam Zeit, meinen Kontostand wieder etwas aufzupäppeln. Inzwischen bin ich jedoch schon seit gut zwei Wochen in Sydney und habe noch immer keinen Job gefunden, der meinen Erwartungen entspricht – und die sind nicht mal besonders hoch. Mir ist vorerst relativ egal, was ich genau machen müsste. Wichtig ist nur, dass ich so bald wie möglich anfangen und so oft wie möglich arbeiten kann, damit ich genug Geld verdiene, um bald wieder weiterreisen zu können.

Als erstes habe ich mich im Internet nach Stellenausschreibungen umgeschaut und mich online für verschiedene Jobs beworben. Von circa 90 Prozent der Arbeitgeber habe ich allerdings nicht einmal eine Rückmeldung erhalten. Die restlichen zehn Prozent waren Absagen. Mir wurde schnell bewusst, dass ich über diesen Weg vermutlich keinen Job finden werde, also habe ich mich, ausgestattet mit meinem Lebenslauf, auf den Weg in die Stadt gemacht und direkt bei Restaurants, Cafés, Bars und Klamottenläden nachgefragt, ob momentan eine Aushilfe gesucht wird. Leider schienen viele der Läden gerade erst Leute eingestellt zu haben und benötigten daher keine weiteren Aushilfen. Falls doch mal jemand Interesse zeigte, war dieses direkt verflogen, nachdem ich ihnen erklärte, dass ich nur zwei Monate in Sydney bleiben würde. Ich kann natürlich verstehen, dass es sich für viele Arbeitgeber nicht wirklich lohnt, jemanden einzuarbeiten, der nach so kurzer Zeit wieder geht. Da ich insgesamt aber nur sechs Monate in Australien habe, möchte ich natürlich nicht zu viel Zeit mit Arbeiten verbringen, sondern auch so viel wie möglich vom Land sehen.

Von den etwa 15 Läden, in denen ich nach einem Job gefragt habe, nahmen jedenfalls nur zwei meinen Lebenslauf entgegen und versprachen, sich bei mir zu melden. Ich bin gespannt, ob ich wirklich eine Antwort erhalte, oder ob sie mich damit nur vertrösten wollten. Die Suche nach einem Job geht also vorerst weiter.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  28.04.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
28.04.2016

Zwischen Schule & Beruf

Auf ins nächste Abenteuer

Auch wenn ich ein wenig traurig drüber bin, dass ich Neuseeland hinter mir lassen musste, so bin ich doch auch schon sehr gespannt, was das nächste halbe Jahr in Australien mit sich bringen wird. Ich merke richtig, wie mich die letzten Monate persönlich weiter gebracht haben. Diesmal bin ich gar nicht mehr so aufgeregt, obwohl ich erneut ganz alleine in ein fremdes Land reise, vielmehr freue ich mich auf das nächste Abenteuer. Natürlich habe ich mich damals auch auf Neuseeland gefreut, aber ich merke, dass ich heute viel entspannter und sorgenfreier bin. In Sydney am Flughafen angekommen, wusste ich diesmal auch direkt was zu tun ist. Ich habe mir eine australische Handykarte zugelegt und australische Dollar bei der Bank abgehoben, sodass ich mich gut ausgerüstet auf den Weg zu meiner Unterkunft machen konnte. Auch hier werde ich, so oft es geht, Couchsurfing betreiben, und zu meinem Glück hat mich mein Gastgeber direkt am Flughafen abgeholt. Sein Mitbewohner und er haben mir am gleichen Abend noch einen der Stadtstrände gezeigt und sind mit mir Fish and Chips essengegangen. Alles in allem also ein ziemlich guter Start.

Hier in Australien ist es deutlich wärmer und auch die Luftfeuchtigkeit ist höher. Aber an das Klima werde ich mich sicher schnell gewöhnen. Generell liebe ich den Sommer und habe kein Problem mit hohen Temperaturen – ganz im Gegenteil! Dieses Wetter schreit geradezu nach gemütlichen Tagen am Strand und Outdoor-Aktivitäten. In Neuseeland gibt es zwar auch wunderschöne Strände, doch leider war es meist etwas zu kalt, um dann tatsächlich schwimmen zu gehen. In Australien kommt dann schon eher die typische Sommerurlaubsstimmung auf. Nach einem vielversprechenden Start bin ich nun schon sehr gespannt auf die kommenden Wochen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  25.04.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
25.04.2016