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Zwischen Schule & Beruf

Niemals ein Bürojob

Nachdem ich drei Wochen lang nach einem Job in Sydney gesucht habe, bin ich endlich fündig geworden. Der Job ist nicht ganz das, was ich erwartet hatte, und ich niemals auf die Idee gekommen, dass ich einen solchen Job in Australien tatsächlich jemals machen würde, aber da sich die Jobsuche als schwieriger herausgestellt hat als erwartet, kann ich nicht wählerisch sein. Ich ging davon aus, irgendwo zu kellnern oder auf einer Farm zu arbeiten – typische Backpacker-Jobs eben. Doch jetzt arbeite ich in einem Büro im Telemarketing-Bereich. Das bedeutet, ich rufe potenzielle Kunden an und versuche ihnen unsere Produkte zu verkaufen – in meinem Fall mache ich Werbung für eine Reinigungsfirma. Klingt unspektakulär, ist es auch. Nach nur drei Arbeitstagen kann ich mit Sicherheit sagen dass ich so einen Job nicht mein Leben lang machen würde. Ich sitze fünf Stunden am Tag am Telefon und tätige einen Anruf nach dem anderen. Dabei sind etwa 90 Prozent der Leute kein bisschen interessiert und es kommt nicht selten vor, dass einfach aufgelegt wird. Ich nehme das allerdings keinem übel, da ich wahrscheinlich genauso reagieren würde. Das einzig Gute neben dem Verdienst ist, dass es eine Herausforderung ist, die Leute auf Englisch zu überzeugen und ich hoffe, dass mich diese Arbeit sprachlich ein bisschen weiterbringt.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  03.05.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
03.05.2016

Zwischen Schule & Beruf

Was andere so machen

Nach sechs Monaten im Ausland interessiert es mich zu sehen, wie meine Freunde die Zeit nach dem Abitur verbracht haben:

Da wäre zunächst eine Freundin, die inzwischen im zweiten Semester Biologie studiert. Bio ist nichts für Lernmuffel, denn in den ersten Semestern wird meiner Freundin nach knallhart aussortiert und an den komplizierten Namen aller möglichen Insekten kann man sich ganz schön die Zähne ausbeißen. Nur wer gut auswendig lernen kann, hält das erste Semester anscheinend durch. Im zweiten darf man dann aber neben Vorlesungen über Algen und Pilze auch mal raus an die frische Luft. Im Wald und auf der Wiese werden Arten am lebenden Exemplar kennen gelernt.

Sehr praktisch geht es auch im dualen Studium einer anderen Freundin zu. Sie macht eine Ausbildung zur Physiotherapeutin und studiert berufsbegleitend Gesundheitswissenschaften. Dabei lernt sie neben sehr viel medizinischem Hintergrundwissen auch, wie man richtig massiert. Und ich sage euch – diese Eins hat sie wirklich verdient. Sie überraschte mich sehr, als sie mich fragte, ob ich eine Babypuppe habe, die sie sich von mir leihen könne. Sie erklärte mir, dass sie im Unterricht momentan pädiatrische Themen besprechen und unter anderem lernen, wie man mit Babys umgeht, sie richtig hält oder wickelt.

Insgesamt fällt mir auf, dass eigentlich noch nicht viele meiner Freunde studieren. Die meisten waren wie ich im Ausland und überbrücken die Zeit bis zum Wintersemester mit Minijobs. Ich halte das für eine gute Lösung, so hat man nach der Schule eine kleine Verschnaufpause und etwas Zeit sich darüber klar zu werden, wohin man wirklich will.

Autor: Lea  |  Rubrik: orientieren  |  02.05.2016
Autor: Lea
Rubrik: orientieren
02.05.2016

Zwischen Schule & Beruf

Jobsuche in Sydney

Nachdem ich drei Monate lang durch Neuseeland gereist bin, wird es eigentlich langsam Zeit, meinen Kontostand wieder etwas aufzupäppeln. Inzwischen bin ich jedoch schon seit gut zwei Wochen in Sydney und habe noch immer keinen Job gefunden, der meinen Erwartungen entspricht – und die sind nicht mal besonders hoch. Mir ist vorerst relativ egal, was ich genau machen müsste. Wichtig ist nur, dass ich so bald wie möglich anfangen und so oft wie möglich arbeiten kann, damit ich genug Geld verdiene, um bald wieder weiterreisen zu können.

Als erstes habe ich mich im Internet nach Stellenausschreibungen umgeschaut und mich online für verschiedene Jobs beworben. Von circa 90 Prozent der Arbeitgeber habe ich allerdings nicht einmal eine Rückmeldung erhalten. Die restlichen zehn Prozent waren Absagen. Mir wurde schnell bewusst, dass ich über diesen Weg vermutlich keinen Job finden werde, also habe ich mich, ausgestattet mit meinem Lebenslauf, auf den Weg in die Stadt gemacht und direkt bei Restaurants, Cafés, Bars und Klamottenläden nachgefragt, ob momentan eine Aushilfe gesucht wird. Leider schienen viele der Läden gerade erst Leute eingestellt zu haben und benötigten daher keine weiteren Aushilfen. Falls doch mal jemand Interesse zeigte, war dieses direkt verflogen, nachdem ich ihnen erklärte, dass ich nur zwei Monate in Sydney bleiben würde. Ich kann natürlich verstehen, dass es sich für viele Arbeitgeber nicht wirklich lohnt, jemanden einzuarbeiten, der nach so kurzer Zeit wieder geht. Da ich insgesamt aber nur sechs Monate in Australien habe, möchte ich natürlich nicht zu viel Zeit mit Arbeiten verbringen, sondern auch so viel wie möglich vom Land sehen.

Von den etwa 15 Läden, in denen ich nach einem Job gefragt habe, nahmen jedenfalls nur zwei meinen Lebenslauf entgegen und versprachen, sich bei mir zu melden. Ich bin gespannt, ob ich wirklich eine Antwort erhalte, oder ob sie mich damit nur vertrösten wollten. Die Suche nach einem Job geht also vorerst weiter.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  28.04.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
28.04.2016