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Zwischen Schule & Beruf

Angekommen im Paradies - Teil 2

Ich startete also mit einem Freund die Tour in den Abel Tasman Nationalpark. Mit positiver Energie beladen ging es mit dem Wassertaxi in eine abgelegene Bucht, von der aus wir zurück zum Ausgangspunkt gewandert sind. Unterwegs stoppte das Boot bei der einen oder anderen Sehenswürdigkeit und wir konnten unter anderem Robben in freier Wildbahn beobachten, bevor die Wanderung starten sollte.

Wandern war ehrlich gesagt nie mein Ding, doch seit ich hier in Neuseeland bin, kann ich mich dafür so sehr begeistern, dass ich doch tatsächlich fast an jedem Ort an dem wir Halt machen, eine kleine Wanderung unternehme. Die Gründe dafür sind eindeutig die Landschaft und die grandiosen Ausblicke! Außerdem sind die Wanderwege meist etwas abgelegen, sodass man in diese Gegenden wirklich nur zu Fuß kommen kann, was ein weiterer Ansporn für mich ist. Die Tour in Abel Tasman ist ein gutes Beispiel. Wir konnten hier fast durchgängig tolle Ausblicke auf den goldgelben Strand und das glasklare blaue Wasser genießen. Solch paradiesische Strände habe ich zuvor noch nie gesehen. Nach diesem Vorgeschmack wollten wir unbedingt etwas mehr Zeit am Meer verbringen und beschlossen, am nächsten Tag eine Kajaktour zu unternehmen.

Eigentlich wollten wir eine dieser geführten Touren buchen, bei denen man in einer Gruppe zu den sehenswertesten Stellen fährt. Da diese Touren jedoch sehr touristisch und darum auch relativ teuer sind, und wir mit dem Wassertaxi bereits die meisten sehenswerten Stellen abgeklappert hatten, kam uns das unnötig vor. Das Kajakfahren wollten wir uns aber trotzdem nicht entgehen lassen. Unsere Glückssträhne war wohl noch nicht ganz ausgereizt, denn die alte Dame, bei der wir unterkamen, hatte doch tatsächlich ein Kajak für zwei Personen in ihrem Schuppen, welches sie uns bereitwillig zur Verfügung stellte. Wir konnten also unsere eigene Kajaktour machen, hinfahren wo auch immer wir hin wollten und dort anhalten und Pause machen, wo es uns gefiel. Und das Ganze auch noch kostenlos.

Somit verbrachten wir einen zweiten perfekten Tag im Paradies. Der Ausflug nach Abel Tasman gehört bis jetzt eindeutig zu meinen schönsten Erlebnissen in Neuseeland. Die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe, werde ich so schnell nicht vergessen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  29.01.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
29.01.2016

Zwischen Schule & Beruf

Angekommen im Paradies

Nachdem ich die Weihnachtsfeiertage ohne meine Familie und die geliebten deutschen Weihnachtstraditionen so gut es ging hinter mich gebracht hatte, sollte meine Reise möglichst bald weiter gehen. Als nächstes Ziel stand der „Abel Tasman Nationalpark“ auf dem Programm, welcher sich ganz im Norden der Südinsel Neuseelands befindet. Diese Tour machte ich diesmal in Begleitung eines Reisepartners aus den Staaten. Billy und ich hatten uns beim Trampen kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Somit haben wir relativ spontan beschlossen, die nächsten Tage gemeinsam weiter zu reisen. Genauso spontan wie dieser Entschluss fiel, haben wir uns dann auch auf den Weg gemacht.

In Abel Tasman angekommen, wollten wir möglichst schnell in einem Hostel oder auf einem Campingplatz einchecken um unsere schweren Rucksäcke loszuwerden und etwas unternehmen zu können. Blöderweise wurden wir von einem zum Hostel zum nächsten weitergeschickt, da alle ausgebucht waren. Dieses Spielchen hat sich so lange fortgesetzt, bis doch tatsächlich kein Hostel oder Campingplatz mehr übrig war und wir absolut nicht mehr wussten, wo wir übernachten sollten. Wir wollten auf keinen Fall einfach wieder zurück fahren, ohne irgendeinen Ausflug gemacht zu haben. Während wir also die Straße entlang liefen und überlegten, was wir nun machen sollten, bemerkte ich eine alte Dame, die in ihrem Vorgarten saß. Ohne lange darüber nachzudenken erklärte ich ihr unsere Lage. Ich hoffte, dass wir vielleicht unser Zelt in ihrem Garten aufstellen dürften, doch es kam noch besser. Die alte Dame lud uns direkt zu sich ein. Sie hatte in ihrem Garten doch tatsächlich eine kleine Hütte mit Gästebetten. Sie bot uns an, unsere Sachen abzustellen und die Nacht dort zu verbringen.

Wir waren mehr als glücklich, unsere schweren Rucksäcke abstellen zu können, einen Platz zum Schlafen gefunden zu haben, der auch noch besser war als jedes Hostel. Wieder einmal waren wir total überwältigt von der Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der Neuseeländer.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  28.01.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
28.01.2016

Zwischen Schule & Beruf

Weihnachten bei 30 Grad

Hier in Neuseeland kam zwar keine richtige Weihnachtsstimmung auf, da es einfach viel zu warm war und mir die gewohnten Weihnachtstraditionen fehlten, aber dennoch machte sich in mir ein ungutes Gefühl breit, wenn ich daran dachte, dass Heiligabend langsam aber sicher näher rückte. Die Tatsache, nicht zu Hause bei meiner Familie zu sein, war schlimm genug, doch der Gedanke, Weihnachten eventuell alleine verbringen zu müssen, war für mich um einiges schlimmer. Auch wenn ich in den Hostels immer neue Leute kennenlerne und nie wirklich alleine bin, sind die Bekanntschaften die ich mache doch nicht wirklich tiefgründig, da die meisten Leute schon nach ein oder zwei Nächten weiterreisen. Meist beschränken sich die Konversationen auf die typischen Fragen, die ich jeden Tag gefühlte 100 mal beantworte: Wo kommst du her? Wie lange bist du schon in Neuseeland? Reist du alleine? Was waren deine Highlights?

Um so glücklicher war ich, als mir eine junges neuseeländisches Pärchen anbot, Weihnachten bei ihnen und ihrer Familie zu verbringen – und das alles ohne mich auch nur im geringsten zu kennen oder mich vorher wenigstens einmal gesehen zu haben. Diese Geste weiß ich sehr zu schätzen, denn dank dieser Gastfreundlichkeit war ich an den Feiertagen nicht nur nicht alleine, sondern durfte auch ein typisches Kiwi-Weihnachtsfest miterleben. Im Gegensatz zu uns Deutschen packen die Neuseeländer ihre Geschenke nämlich erst am Morgen des 25. Dezembers aus. Mittags geht man dann zum Strand und als Weihnachtsessen wird hier traditionell gegrillt.

Auch wenn ich nicht bei meiner Familie sein konnte, hatte ich trotzdem ein sehr schönes und interessantes Weihnachtsfest. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung Weihnachten bei 30 Grad in der Sonne zu verbringen, zu grillen, am Strand entlang zu laufen und die Traditionen einer anderen Kultur hautnah erleben zu dürfen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  26.01.2016
Autor: Nadine
Rubrik: studium
26.01.2016