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Zwischen Schule & Beruf

Angekommen im Paradies

Nachdem ich die Weihnachtsfeiertage ohne meine Familie und die geliebten deutschen Weihnachtstraditionen so gut es ging hinter mich gebracht hatte, sollte meine Reise möglichst bald weiter gehen. Als nächstes Ziel stand der „Abel Tasman Nationalpark“ auf dem Programm, welcher sich ganz im Norden der Südinsel Neuseelands befindet. Diese Tour machte ich diesmal in Begleitung eines Reisepartners aus den Staaten. Billy und ich hatten uns beim Trampen kennengelernt und auf Anhieb gut verstanden. Somit haben wir relativ spontan beschlossen, die nächsten Tage gemeinsam weiter zu reisen. Genauso spontan wie dieser Entschluss fiel, haben wir uns dann auch auf den Weg gemacht.

In Abel Tasman angekommen, wollten wir möglichst schnell in einem Hostel oder auf einem Campingplatz einchecken um unsere schweren Rucksäcke loszuwerden und etwas unternehmen zu können. Blöderweise wurden wir von einem zum Hostel zum nächsten weitergeschickt, da alle ausgebucht waren. Dieses Spielchen hat sich so lange fortgesetzt, bis doch tatsächlich kein Hostel oder Campingplatz mehr übrig war und wir absolut nicht mehr wussten, wo wir übernachten sollten. Wir wollten auf keinen Fall einfach wieder zurück fahren, ohne irgendeinen Ausflug gemacht zu haben. Während wir also die Straße entlang liefen und überlegten, was wir nun machen sollten, bemerkte ich eine alte Dame, die in ihrem Vorgarten saß. Ohne lange darüber nachzudenken erklärte ich ihr unsere Lage. Ich hoffte, dass wir vielleicht unser Zelt in ihrem Garten aufstellen dürften, doch es kam noch besser. Die alte Dame lud uns direkt zu sich ein. Sie hatte in ihrem Garten doch tatsächlich eine kleine Hütte mit Gästebetten. Sie bot uns an, unsere Sachen abzustellen und die Nacht dort zu verbringen.

Wir waren mehr als glücklich, unsere schweren Rucksäcke abstellen zu können, einen Platz zum Schlafen gefunden zu haben, der auch noch besser war als jedes Hostel. Wieder einmal waren wir total überwältigt von der Hilfsbereitschaft und Großzügigkeit der Neuseeländer.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  28.01.2016
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
28.01.2016

Zwischen Schule & Beruf

Weihnachten bei 30 Grad

Hier in Neuseeland kam zwar keine richtige Weihnachtsstimmung auf, da es einfach viel zu warm war und mir die gewohnten Weihnachtstraditionen fehlten, aber dennoch machte sich in mir ein ungutes Gefühl breit, wenn ich daran dachte, dass Heiligabend langsam aber sicher näher rückte. Die Tatsache, nicht zu Hause bei meiner Familie zu sein, war schlimm genug, doch der Gedanke, Weihnachten eventuell alleine verbringen zu müssen, war für mich um einiges schlimmer. Auch wenn ich in den Hostels immer neue Leute kennenlerne und nie wirklich alleine bin, sind die Bekanntschaften die ich mache doch nicht wirklich tiefgründig, da die meisten Leute schon nach ein oder zwei Nächten weiterreisen. Meist beschränken sich die Konversationen auf die typischen Fragen, die ich jeden Tag gefühlte 100 mal beantworte: Wo kommst du her? Wie lange bist du schon in Neuseeland? Reist du alleine? Was waren deine Highlights?

Um so glücklicher war ich, als mir eine junges neuseeländisches Pärchen anbot, Weihnachten bei ihnen und ihrer Familie zu verbringen – und das alles ohne mich auch nur im geringsten zu kennen oder mich vorher wenigstens einmal gesehen zu haben. Diese Geste weiß ich sehr zu schätzen, denn dank dieser Gastfreundlichkeit war ich an den Feiertagen nicht nur nicht alleine, sondern durfte auch ein typisches Kiwi-Weihnachtsfest miterleben. Im Gegensatz zu uns Deutschen packen die Neuseeländer ihre Geschenke nämlich erst am Morgen des 25. Dezembers aus. Mittags geht man dann zum Strand und als Weihnachtsessen wird hier traditionell gegrillt.

Auch wenn ich nicht bei meiner Familie sein konnte, hatte ich trotzdem ein sehr schönes und interessantes Weihnachtsfest. Es war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung Weihnachten bei 30 Grad in der Sonne zu verbringen, zu grillen, am Strand entlang zu laufen und die Traditionen einer anderen Kultur hautnah erleben zu dürfen.

Autor: Nadine  |  Rubrik: studium  |  26.01.2016
Autor: Nadine
Rubrik: studium
26.01.2016

Zwischen Schule & Beruf

Roadtrip mit einem Kiwi

Als Kiwi bezeichnet man nicht nur den für Neuseeland typischen Vogel, der trotz Flügeln nicht fliegen kann, sondern auch die Einheimischen. Einen dieser Einheimischen habe ich über „Couchsurfing“ kennengelernt. Dies ist eine Art Plattform, auf der Leute Reisenden anbieten, für ein paar Nächte gratis auf ihrer Couch unterzukommen. Ich habe mich kurz vor meiner Abreise bei diesem Portal angemeldet, da ich es nicht nur für eine gute Möglichkeit halte, um Geld zu sparen, sondern ich dabei auch viele Einheimische und deren Kultur kennenlernen kann.

Ich habe hier in Neuseeland dieses Angebot zum ersten Mal angenommen und war positiv überrascht, wie viele Menschen dazu bereit sind, einen Backpacker bei sich aufzunehmen und ihm nicht nur einen gratis Schlafplatz anbieten, sondern ihm auch noch die Gegend zeigen. Ich hatte mit meinem Kontakt wohl besonders viel Glück, da er mich an meinem ersten Tag sogar vom Flughafen abgeholt hat, ich insgesamt fünf Nächte bei ihm unterkommen durfte und er mir dann auch noch angeboten hat, an seinen freien Tagen einen kleinen Roadtrip mit mir zu starten. Wir haben uns also zusammen mit Auto und Zelt ausgerüstet auf den Weg Richtung Süden gemacht und uns jeden Tag einen anderen sehenswerten Ort angeschaut.

Mit einem Einheimischen unterwegs zu sein, hat natürlich den Vorteil, dass man auch Orte sieht, die nicht explizit im Reiseführer genannt sind und man das Land somit auf eine ganz andere Weise entdecken kann. Außerdem habe ich dadurch auch die Möglichkeit, den ganzen Tag Englisch zu sprechen, was mich persönlich natürlich auch weiterbringt. Dafür dass ich vor meiner Ankunft in Neuseeland keinen einzigen Menschen in diesem Land kannte, habe ich inzwischen schon einige Kontakte geknüpft, sodass ich bereits mögliche Anlaufstellen für die Zukunft habe.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  29.12.2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
29.12.2015