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Zwischen Schule & Beruf

Roadtrip mit einem Kiwi

Als Kiwi bezeichnet man nicht nur den für Neuseeland typischen Vogel, der trotz Flügeln nicht fliegen kann, sondern auch die Einheimischen. Einen dieser Einheimischen habe ich über „Couchsurfing“ kennengelernt. Dies ist eine Art Plattform, auf der Leute Reisenden anbieten, für ein paar Nächte gratis auf ihrer Couch unterzukommen. Ich habe mich kurz vor meiner Abreise bei diesem Portal angemeldet, da ich es nicht nur für eine gute Möglichkeit halte, um Geld zu sparen, sondern ich dabei auch viele Einheimische und deren Kultur kennenlernen kann.

Ich habe hier in Neuseeland dieses Angebot zum ersten Mal angenommen und war positiv überrascht, wie viele Menschen dazu bereit sind, einen Backpacker bei sich aufzunehmen und ihm nicht nur einen gratis Schlafplatz anbieten, sondern ihm auch noch die Gegend zeigen. Ich hatte mit meinem Kontakt wohl besonders viel Glück, da er mich an meinem ersten Tag sogar vom Flughafen abgeholt hat, ich insgesamt fünf Nächte bei ihm unterkommen durfte und er mir dann auch noch angeboten hat, an seinen freien Tagen einen kleinen Roadtrip mit mir zu starten. Wir haben uns also zusammen mit Auto und Zelt ausgerüstet auf den Weg Richtung Süden gemacht und uns jeden Tag einen anderen sehenswerten Ort angeschaut.

Mit einem Einheimischen unterwegs zu sein, hat natürlich den Vorteil, dass man auch Orte sieht, die nicht explizit im Reiseführer genannt sind und man das Land somit auf eine ganz andere Weise entdecken kann. Außerdem habe ich dadurch auch die Möglichkeit, den ganzen Tag Englisch zu sprechen, was mich persönlich natürlich auch weiterbringt. Dafür dass ich vor meiner Ankunft in Neuseeland keinen einzigen Menschen in diesem Land kannte, habe ich inzwischen schon einige Kontakte geknüpft, sodass ich bereits mögliche Anlaufstellen für die Zukunft habe.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  29.12.2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
29.12.2015

Zwischen Schule & Beruf

Raus aus der Komfortzone

Nachdem ich die letzten Tage in einem Apartment bei einem Einheimischen verbracht habe, wo ich praktisch den gleichen Luxus genießen konnte, den ich von zu Hause gewohnt bin, hieß es nun raus aus der Komfortzone. Das richtige Abenteuer sollte nun losgehen: raus aus der Stadt und rein in die wunderschöne Natur, die Neuseeland zu bieten hat. Somit habe ich mein eigenes Zimmer gegen einen Campervan eingetauscht, meine warme Dusche gegen meist kalte oder auch gar keine Campingplatz-Duschen und meine Küche mit richtigem Essen gegen Ravioli aus der Dose.

Für meine Reise habe ich mich mit einem anderen deutschen Backpacker, den ich hier am gleichen Tag unserer Abreise zum ersten Mal gesehen habe, zusammengetan, um gemeinsam Richtung Norden zu reisen. Einen genauen Reiseplan gab es nicht, wir wollten einfach losfahren und anhalten, wo es uns gefällt. Hier läuft generell alles relativ spontan ab und es ist nicht unüblich, dass man nicht einmal weiß, wo man in den folgenden Tagen sein wird. Bevor wir in den nächsten Ort gefahren sind, haben wir jedoch meist einen Blick in den Reiseführer geworfen, um möglichst keine sehenswerten Stellen zu verpassen.

Insgesamt waren wir genau eine Woche zusammen unterwegs und sind in dieser Zeit von Auckland bis zum Cape Reinga, dem nördlichsten Punkt Neuseelands, und wieder zurück gereist. Unterwegs haben wir die meisten Städte und Orte auf eigene Faust erkundet und nur ab und zu eine geführte Tour gebucht. Prinzipiell hatte ich eine tolle Zeit, mit vielen schönen Touren und Erlebnissen, musste auf der anderen Seite jedoch auch feststellen, dass es gar nicht so einfach ist, mit jemanden auf engstem Raum zusammen zu reisen, den man eigentlich gar nicht kennt.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  24.12.2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
24.12.2015

Zwischen Schule & Beruf

Erste Eindrücke

Ich bin inzwischen seit ziemlich genau einer Woche im schönen Neuseeland und habe schon unglaublich viele positive Erfahrungen gesammelt. Die ersten Nächte habe ich in Auckland in einem Hostel verbracht, wo ich direkt viele nette Menschen aus den verschiedensten Ecken der Welt kennengelernt habe.

Hier zeigen alle viel Interesse an ihren Mitmenschen und sind sehr hilfsbereit. Gleich am ersten Tag hat mir jemand aus dem Hostel die Stadt gezeigt, mir eine neue Karte für mein Handy besorgt und ist mit mir einkaufen gegangen. Immer, wenn ich in den vergangenen Tagen von einem Tagestrip zurück ins Hostel gekommen bin, haben die Leute gefragt, wie es mir geht, wie mein Tag war und was ich mir angeschaut habe. Auch was Essen und andere Dinge angeht, wird hier alles mit einer Selbstverständlichkeit brüderlich geteilt, die ich so aus Deutschland nicht kenne. Ich erlebe hier ein ganz neues Miteinander, sodass ich schon nach nicht mal einer Woche sagen kann, dass ich wirklich das Gefühl habe, angekommen zu sein.

Jeder Tag bietet neue Abenteuer und Entdeckungen. In den letzten Tagen habe ich eine 3-stündige Jetski-Tour um kleine Inseln rund um Auckland gemacht und den Zoo besichtigt. Außerdem habe ich zahlreiche ehemalige Vulkane bestiegen, von denen aus man eine tolle Aussicht über die ganze Stadt und Umgebung genießen kann und vieles, vieles mehr. Das schönste an der ganzen Sache ist jedoch, dass ich dabei nie alleine bin, obwohl ich ganz auf mich alleine gestellt hierhergekommen bin.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  04.12.2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
04.12.2015