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Zwischen Schule & Beruf

Papa ist der Beste

Die erste Nacht in einem neuen Zuhause ist überstanden. Nur das mit dem Eigenständig-Sein muss ich dann doch noch üben, irgendwann. Mein Umzug war nämlich alles andere als selbstständig, denn das Meiste musste doch Papa machen. Ich muss ehrlicherweise zugeben, dass ich ohne ihn im Chaos versinken würde und heillos überfordert wäre. Was aber nicht bedeutet, dass ich bei Mails von Papa mit dem schönen Betreff „Wichtig – Plan für morgen“ oder „Sehr wichtig – Plan für morgen II“ nicht die Augen verdrehe. Das wird aber wohl in den nächsten Tagen abflauen. Es ist ja nicht so, als ob ich die Öffnungszeiten des Bürgeramtes nicht selbst nachschauen könnte.

Meine Eltern geben es zwar nicht zu, aber ich glaube, es macht ihnen zumindest momentan große Schwierigkeiten, alleine zu sein. Zwanzig Jahre sind eine wirklich lange Zeit und auch wenn meine Schwester und ich oft unterwegs waren, war uns doch immer klar, wo zu Hause ist. Und nun bin nach meiner Schwester auch ich ausgezogen. Meine Eltern sind sehr liberal und haben mir viel Freiraum gelassen. Nun sind sie es, die enorm viel Freiraum haben und sich vermutlich erst daran gewöhnen müssen, sich nicht mehr permanent um ihre Kinder kümmern zu müssen.

Bestätigt wurde ich, als sie mich am Abend meines Auszugs anriefen und am nächsten Morgen prompt vier weitere Nachrichten von ihnen aufblinkten.

Aber wie dem auch sei: So wirklich angekommen bin ich noch nicht in Heidelberg, da ich direkt nach dem Umzug erneut nach Berlin gefahren bin, um noch einmal Großstadtluft zu inhalieren. Das Wochenende verbrachte ich in Paderborn bei einer Veranstaltung, bei der ich mitarbeite. Erst seit Sonntagabend bin ich dauerhaft in meiner neuer Heimat.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  13.10.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
13.10.2015

Zwischen Schule & Beruf

Planung, Planung, Planung

Wie ich bereits in meinem letzten Blogeintrag angekündigt habe, habe ich vor für einen längeren Zeitraum ins Ausland gehen. Die genaue Reiseroute steht noch nicht ganz fest, die Planung steht schließlich noch in den Startlöchern. Ich kann jedoch schon so viel sagen: Ich werde auf jeden Fall nach Neuseeland und Australien gehen.

Jeder, der bereits einen längeren Auslandsaufenthalt hinter sich hat, weiß, dass es unheimlich viele Dinge gibt, um die man sich vorab kümmern muss. Ich muss einen Reisepass, ein Visum, eine Kreditkarte und einen internationalen Führerschein beantragen, eine Auslandskrankenversicherung abschließen und Flüge buchen. Und das ist noch lange nicht alles. Zum Glück gibt es im Internet inzwischen zahlreiche Seiten, auf denen man zum Beispiel allgemeine Tipps, To-Do Listen für die Vorbereitung oder Packlisten findet, die mir die Planung etwas erleichtern. Um was genau ich mich ungefähr kümmern muss weiß ich zwar auch ohne das Internet, aber gerade kleinere und dennoch wichtige Sachen vergesse ich schneller als gedacht. Ich muss zum Beispiel Verträge rechtzeitig kündigen und wenn ich im Ausland arbeiten will, sollte ich meine Bewerbungsunterlagen ins Englische übersetzen.

Bis jetzt habe ich mir aus den unterschiedlichen Listen aus dem Internet eine eigene, individuell auf meine Reise angepasste To-Do-Liste erstellt. Damit habe ich einen besseren Überblick darüber, was ich noch alles erledigen muss. Bis jetzt befindet sich lediglich hinter drei Punkten ein Haken: der Reisepass ist bereits angekommen, die Kreditkarte beantragt und die momentan noch laufenden Verträge sind gekündigt.

Für die nächste Woche steht ein Termin im Reisebüro auf dem Programm. Dort werde ich mich bezüglich der Flüge nochmal genauer informieren, da ich keinen einfachen Hin- und Rückflug, sondern einen Gabelflug buchen möchte. Im besten Fall soll dieser eine Zwischenlandung in Singapur einlegen, die ich mit einem circa ein- bis zweiwöchigen Aufenthalt dort verbinden kann. Vielleicht kann ich dann innerhalb der nächsten Woche auch schon Flüge buchen, sodass endlich genaue Reisedaten feststehen. Meine Aufregung und Vorfreude steigen auf jeden Fall schon jetzt.

Autor: Nadine  |  Rubrik: orientieren  |  06.10.2015
Autor: Nadine
Rubrik: orientieren
06.10.2015

Zwischen Schule & Beruf

Göttingen

Die vergangenen Tage habe ich in Göttingen verbracht, um eine amerikanische Freundin zu unterstützen. Sie wird ab dem Wintersemester dort einen englischsprachigen Studiengang studieren und kann noch kein Deutsch. Als sie mich vor einiger Zeit angeschrieben und um Hilfe gebeten hat, habe ich natürlich sofort zugesagt.

Ich habe ihr eine Wohnung organisiert und alles soweit erledigt, dass sie direkt einziehen konnte. Jetzt mussten wir noch eine Krankenversicherung für sie abschließen und ein Konto eröffnen. Außerdem wollten wir sie beim Einwohnermeldeamt registrieren lassen und einen Handy-Vertrag machen. Und natürlich musste sie sich auch noch an der Uni immatrikulieren. Das war ganz schön viel für drei Tage – vor allem, weil ich mich in der Stadt auch nicht auskenne. Für die Behördengänge hatte ich Termine ausgemacht, aber schon allein den Weg zu den verschiedenen Ämtern zu finden, war ein Abenteuer. Weil meine Karten-App nicht erreichbar war und niemand in der Nähe war, den ich hätte fragen können, musste ich mich zum ersten Mal in meinem Leben tatsächlich mit einer Stadtkarte aus Papier intensiv auseinandersetzen.

Eine große Herausforderung war es auch in den drei Tagen alle Termine so zu legen, dass es auch eine realistische Chance gibt, sie einzuhalten. Gewöhnlich standen wir morgens sehr früh auf, hetzten zum Rathaus und arbeiteten dann von dort die restlichen Punkte auf unserer To-do-Liste ab. Ab dem Nachmittag hatten wir wenig zu tun, aber erstaunlicherweise fanden wir doch immer Dinge, die noch gemacht werden müssen. Es ist gar nicht so einfach, mit limitiertem Budget alltägliche Dinge wie Handtücher, Wanduhren und Töpfe einzukaufen.

Nach drei Tagen war dann aber auch wirklich alles geklärt. Ab jetzt kann sie sich ganz auf ihr neues Leben in Deutschland einstellen. Wenn ich daran denke, dass ich nicht alle, aber viele der Gänge für mich in Heidelberg bald selber machen darf, dann resigniere ich ein wenig. Aufschieben sollte ich das aber auf keinen Fall, nicht dass ich am Ende noch eine Strafe zahlen muss. So fühlen sich wohl die ersten Schritte ins Erwachsen-Werden an.

Autor: Bo  |  Rubrik: orientieren  |  29.09.2015
Autor: Bo
Rubrik: orientieren
29.09.2015